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GDSG/Ackerbau

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Allmälich beginnt das unruhige schweifen in friedliche niederlassung überzugehn und ein sattes lachendes grün der wiesen und weiden die breiten furchen in sich aufzunehmen, welche die goldne gabe der göttin zieht:

thaz fruma thie gibûra fuarên in thia scûra. O. II. 14, 108, wem die erdmutter gnädig ist, dessen acker trägt hundertfältige frucht (furma), wem die flur versagt, von dem hat jene den blick abgewandt:

οὐδ ̓ εἶδεν αὐτοῦ τὴν ἅλωνα Δημήτηρ. Babr. 11, 9.[1] zur erntezeit, sagt eine litthauische überlieferung, hütet sich der schnitter die letzten halme zu mähen, denn in ihnen soll die Rugia boba (kornmutter) wohnen, dasz er sie nicht schädige, wie das volk in Sachsen der guten frau, der frau Gode oder Harke einen büschel ähren stehn liesz. die mutter war auf dem wagen, mit dem pflug durch die felder gezogen, und das liebe getraide ist ihr heilig, voos pilns Anunroos. Babr. 131, 6. jener erntegebrauch hiesz auch 'eine 54 scheune bauen (mythol. 1211), der acker steht unter gottes verschluss, wer auf dem felde getraide stielt, von dem sagt Östgötalag s. 43: brytär guzs las (frangit dei seram) und noch heute drückt sich der gemeine mann in Schweden so aus. in Dänmark heiszt korn und getraide guds gave, wie bei uns gottes gabe, gottes segen. Hat anhaltende dürre die fluren ausgesogen, so rufen die ackerer, indem sie ein naktes mädchen mit wasser besprengen, ersehnten regen herab (mythol. s. 560. 561.)

Der ackerbau, ackergang (Conrads troj. kr. 9751) ist der menschen und rinder werk, βοῶν, ἀνδρῶν ἔργα bezeichnet ackerland Od. 10, 98. ἀγροὺς ἴομεν καὶ ἔργ ̓ ἀνθρώπων Od. 6, 259, ἔργον folglich die eigentliche arbeit Od. 14, 222[2], obgleich es auch vom geschäft des spinnens und webens gilt, Od. 21, 350. 352, die der göttin gleich heilig sind. nicht anders war unser arbeit, goth. arbais, ahd. arapeit, alts. arbêd, ags. earfod, altn. arviði labor ursprünglich aratio, agri cultura, welche bedeutung ausdrücklich der letztangeführten mundart verblieb: nur darf man arvidi nicht arvinni erklären von vinna laborare, vielmehr B in arbaibs gleicht dem in hvairban, ahd. P in arapeit dem in huerapan, und beide entsprechen dem lat. V in arvum terra culta; mit goth. arbi hereditas verhält es sich ebenso, dessen erste bedeutung nur die von ager, praedium gewesen sein kann: das grundeigenthum aber wurde vererbt und dieser ausdruck trat in den begrif der erbes über. einfach erscheint die wurzel im altn. ar labor und aratio, fast alle urverwandten sprachen stimmen in ihr für den sinn des ackerns und des geräths unverkennbar zusammen. lat. arare aratio aratrum, gr. ἀροῦν ἄρομα ἄροτος ἄρουρα ἄροτρον, sl. orati oralo und mit aphaeresis ralo[3], poln. orać (arare) oracz (ager) radło (aratrum), litth. arti arimmas arklas, lett. art arrajs arkls, irisch 55 ar (ploughing) arach (ploughshare) ardhamh (ploughox), oireamh arator, welsch arad (aratrum) cornisch aradar, bretagn. arazr alazr. das goth. verbum lautet arjan arida, ahd. erran arta, alts. erian eride, altn. erja ardi und yrja urdi; zugleich erscheint noch ahd. die starke form aran far, mhd. arn ier. nur im sanskrit und zend tritt die wurzel nicht so deutlich vor, man müste denn skr. irâ, altgr. ega, ahd. ero, welche terra bezeichnen (mythol. s. 229) unserm erde, goth. airpa, ahd. ërada erda, ags. eorde (vgl. yrdling arator), altn. iörd gleichzustellen und alle aus dem stamm ar zu entleiten befugt sein. sicher überweisen darf man ihm ahd. art aratio, artôn arare colere habitare, woraus mhd. nhd. die abgezogne bedeutung von cultus modus indoles natura hervorgieng; ags. eard solum habitatio habitus, gesondert von eorde im vocalischen wie consonantischen laut.

Näher zu betrachten sind die namen des geräths. aratrum und Qorqov stimmen gänzlich, zunächst steht das welsche und cornische arad aradar; im altn. ardr gehört das letzte R der flexion (gen. ards, nicht ardrs); alts. erida aratrum; dem sl. oralo ralo radlo radło gleichen litth. arklas arkls, deren K ans ir. arach reicht, aber die litth. sprache liebt es einzuschalten (vgl. auksas f. ausas.) wegen des altsl. vollen oralo läszt sich ralo nicht aus radere leiten (dies entspringe denn selbst aus aradere), Ducange hat mlat. ralla für radula §vorqa, and lat. rallum war eisen des pflügers: purget vomerem subinde stimulus cuspidatus rallo. Plin. 18, 19.

Der Rigveda hat aber ein wort aritra, welches schif und ruder ausdrückt; scharfsinnig stellt Kuhn auf, dasz es jenem aratrum ἅροτρον entspreche und auch altn. âr remus, ags. âre, engl. oar, schwed. åra, dän. aare dahin gehöre, deren aller vocallänge freilich noch zu rechtfertigen wäre. das meer wird vom schif wie die erde vom pflug gefurcht (sulcus aqua remigando fissa, sulcare navigare), im alterthum geschehen heilige, feierliche umzüge mit beiden durch das land, der erde fruchtbarkeit zu erflehen (mythol. 5. 243.) Wenn nun 56 für aratrum ahd. pfluoc, nhd. pflug, nnl. ploeg, altn. plôgr, schwed. plog, dän. ploug, engl. plough (altengl. plow) gelten, und man weisz, dasz die anlaute PF, P der undeutschheit verdächtig sind; so scheinen diese wörter entlehnt aus sl. ploug", russ. plug", böhm. pluh, poln. pług, litth. plugas, alban. hovag, obgleich sehr früh, da schon die lex. Roth. 293 sagt: si quis plouum (al. ploum plonum) aut aratrum alienum scapellaverit, vgl. Ducange s. v. ploum plovum; Gothen und Angelsachsen blieb der ausdruck noch fremd. aber er schlieszt sich dem skr. plava navis, gr. hotov an, und musz ursprünglich schif bedeutend der wurzel plu zufallen, die in unsrer sprache bereits FL annimmt. Plinius 18, 18 vom vomer redend überliefert; non pridem inventum in Rhaetia Galliae, ut duas adderent alii rotas, quod genus vocant planarati, wozu man jenes lesart plonum hält. berührt sich aritra mit skr. ara rota? auch das franz. charrue geht über in den begrif des wagens; aber planaratum könnte einfach sein aratrum planum?

Das goth. wort lautet hôha, wofür auch ahd. huoho gemutmaszt werden darf, weil sich huohili aratiuncula vorfindet, genau wie ahd. suoili suoli auf suol suhol führen, das dem ags. syl sul sulh = ara trum entspricht und noch im provinziellengl. sull fortdauert. sulh aber scheint das lat. sulcus, die pfluggezogne furche und sulhian arare folgert sich aus sulhung aratio. schwieriger schien die abkunft von hôha huoho; Kuhn hat das skr. kôka ermittelt, welches wolf bedeutet, weil in den veden auch vṛka, ein andrer bekannter name des wolfs (goth. vargs) sich auf den begrif aratrum angewandt findet. nemlich vṛka, wolf, lupus bezeichnen zerreiszer und der pflug zerreiszt die erde, ja im sanskrit heiszt er ausdrücklich noch godaraṇa, erdzerreiszer. ein lettisches räthsel sagt: lahzis tupp tihrumâ, dselses kurpes kahjâ (der bär sitzt auf dem felde mit eisenschuhen am fusz) und meint wiederum den pflug.

Für diese ansicht, sollte sie im einzelnen bedenklich bleiben, streitet mächtig, dasz auch unser alterthum pflug und schif als lebendiges wesen dachte. wie das schif haupt, hals und schnabel (vgl. vorowoos) empfängt und als pferd oder schwan die flut durchschnei det, darum auch angeredet wird (gramm. 3, 434), tritt ähnliches ein beim pflug[4], so ist ahd. die rede von pfluoges houbit und zagal, noch heute von pflughaupt und pflugsterz, schwed. ploghufvud plogstjert, dän. ploughoved plougstiärt, engl. ploughneck (collum aratri) ploughstilt ploughtail, nnl. von ploeghoofd ploegstaart, mnl. von 'des ploeghes staert Minnenlop 2, 666.

Es mag aber bald ein gehörntes, bald ein wühlendes thier gemeint sein. MSH. 3, 213b heiszt es: 'den pfluoc begrîfen bî dem horn', und das ahd. geiza keiza für stiva gemahnt an geisz oder bock, noch heute soll man im Argau die pflughandhabe nennen geisz. des erdwühlenden ebers erwähnen unsere sagen (myth. s. 632. 975)[5] und die serbische thierfabel läszt das schwein mit seinem rüssel ackern (Reinhart CCXCI), porca, die aufgewühlte erde scheint nach porcus oder porca genannt, wie furicha nach farah[6]; des Festus deutungen taugen nicht. vielleicht dasz in vollständiger französischer thiersage (Renart branche 22) der wolf pflügte, dann hätten wir vollends den vrka oder kôka. den Litthauern bedeutet plunksna (feder) des pfluges gabel, er ist also vogel, vielleicht hahn, der wiederum in den märchen pflügt (myth. s. 929. 975), im Renart dem ackerbauenden wolf zur seite steht. Ich will mich nicht übereilen und sulcus für verwandt mit sus, αλξ αλλαξ εὐλάκα mit ἧς halten, Varro meint von vomer: ita dictum quod terram erutam utrinque vomat, und es wäre nah dabei an ein thier zu denken, doch hat vomer ein langes O, vomere kurzes. aber auch Plutarch leitet vis ivy ivvis von vg ab: des erdaufwühlenden thieres rüssel habe ersten anlasz zum pflug gegeben[7]. noch jetzt heiszt bei uns in einzelnen gegenden der leichte pflug 58 schweinsnase, in England pigs nose und sollte nicht das altn. hali cauda sich berühren mit skr. hala aratrum? Ihres dialectlexicon gibt al für hal cauda und aratrum leve, alä halä für arare.

Andere benennungen des pflugs und seiner theile stehn gramm. 3, 415. 416 aufgezählt. ihren eigenthümlichen pflug nennen die Litthauer zagrě, was man dort zoch verdeutscht. haken (uncus) poln. böhm. hak ist der räderlose pflug, mit dem man hin und wieder das land bearbeitet; es soll wendischer brauch sein, der name klingt deutsch. den Finnen heiszt der pflug atra (est. adder) ahra aura, die handhabe auran kurki, auran perä, sonst sahra, das pflugeisen vannas (wie keula vannas, prora navis). ir. ceachta aratrum, vomer. bask. goldea und bostortza.

Den Skythen war ein goldner pflug und joch noch glühend vom himmel niedergefallen (Herod. 4, 5) und nach der reihe nahten ihm ihre königssöhne. In einer unsrer volkssagen läszt sich eine glühende egge vom himmel auf die erde, und an der stelle wird eine kirche gebaut (Emil Sommers sagen no. 65). viel bedeutsamer musz jedoch erscheinen, dasz in unsern weisthümern, wie durch sehwurf oder kolterwurf, d. h. wurf mit der pflugschar gesetzliche weite ermittelt wird (1, 483. 2, 456. 587. 721. 3, 30. 309), einigemal ausdrücklich mit heiszer pflugschar geworfen werden soll. im Langenfelder weisthum (2, 594) heiszt es: und wo der gefangne des dorfs ein einwohner wäre, sol man für sein thür an den gatter einen heiszen kolter legen und soweit damit könnte geworfen werden, sol man das gericht stellen und ihn richten; diese bestimmung wiederholt sich im weisthum von Olzhem (2, 597) und von Scheuren (2, 599.) sie wäre sinnlos, wenn sie sich nicht auf uralte überlieferung gründete, die ich 59 unmittelbar wage mit jener skythischen zu verknüpfen. glühend oder heisz gefordert wird die schar, das will sagen funkelneu, wie sie eben geschmiedet wurde, da zu allen heiligen dingen neues geräth nöthig war, weshalb auch 1, 483 gesagt ist: mit einem neuen seche. man musz aber zugleich an das gottesurtheil denken, nach welchem barfusz über glühende pflugscharen geschritten werden soll (rechtsalt. s. 914); die alte heiligkeit des ackerwerkzeugs bricht allenthalben durch. Noch im mittelalter wurden silberne pflüge und schiffe als abgabe dargebracht (mythol. s. 52, 243. weisth. 1, 624. 2, 648. 659. 730. 731. 3, 853), ein delphisches orakel sprach von άgyvo̟éą evλázą Evλaşev (Thuc. 5, 16.) König Hugons goldpflug stand unentwendbar auf den äckern, er selbst leitete ihn alljährlich durch die flur (rom. de Charlemagne p. 12, 13). Wenn das volk sich seinen heerführer oder herscher auserwählt, treffen ihn die boten auf dem felde pflügend, damit soll angezeigt sein, dasz des landbauers erste arbeit auch ihm heilig bleibe: aranti quatuor sua jugera in vaticano, quae prata quinctia appellantur, Cincinnato viator attulit dictaturam, et quidem, ut traditur, nudo plenoque pulveris ore. Plin. 18, 4 [vgl. Cic. de senect. 56]; Quinctius ab aratro ad dictaturam arcessitus. Liv. 3, 26 vgl. Cic. fin. 2, 4. Den Gothen wurde geweissagt, dasz Vamba (ventriosus?) ihr könig sein solle:

y lo habian de hallar arando cerca de la Andalucía, con un buey blanco y sereno, y un prieto en su compañía,

wie um die neugegründete stadt furche gezogen ward; der ackernde stier gilt für heilig[8]. Als feierliche gesandtschaft dem Přemysl das herzogsamt in Böhmen übertrug, lag seine hand am pflug, und das feld wo er ackerte hiesz seitdem königsfeld; andere melden er habe auf eisernem tisch der pflugschar eben sein mahl eingenommen. Auch Marko, der serbenheld, ackert und festigt den pflug an den nagel (Vuks gloss. 346, neue ausg. 309)

uze Marko ralo za krtschalo.

Bei der huldigung in Kärnten muste der herzog den graurock mit rauher jägertasche, worin brot, käse und ackergeräth lag, anziehen und einen hirtenstab in hand halten (RA. 253). Unsern Heinrich überrascht die wahlbotschaft beim vogelstellen, diese sage entstammt noch der hirtenzeit, aus der ackerzeit die römische von Seranus: serentem invenerunt dati honores Seranum, unde cognomen. Plin. 18, 4.

Ich lenke wieder ein. das gebaute land heiszt mit groszer übereinkunft lat. ager, gr. ayoós, goth. akrs, ahd. achar, ags. äcer, altn. akr, schwed. åker, dän. ager, ohne zweifel aus agere ayev hergeleitet[9], deute man von der bewegung des pflugs, dem antrieb der rinder, oder dem bloszen thun, das ein bauen ist, gyov und arbeit. den deutschen sprachen mangelt schon das verbum, auszer der altn. aka ôk. allen romanischen aber fehlt das lat. ager und wird ersetzt durch das allgemeine campo camp campus, nur im landmasz findet sich mlat. acra, franz. acre, wie die tenuis zeigt aus deutschem acker geborgt, eben darum scheint ir. acra, gal. acair entlehnt. anders urtheile ich vom böhm. auhor uhor, serb. ugar, die brachacker, ager proscissus bedeuten und kaum zu ager gehören, vielmehr zu uhořeti abbrennen (neugereutetes land, novale).

Poln. rola, böhm. role, ich denke wieder mit abgeworfnem anlaut stat orola orala von orati. sonst gilt pole, ursprünglich campus, auch für ager. ihm entsprechen finn. peldo, est. pöld, lapp. päldo, walach. holda, alts. folda, ags. folde, altn. fold, die deutschen wörter mit dem sinn von solum terra humus; an folda reiht sich aber feld campus. daraus wage ich zu folgern: den Deutschen verblieb der nomadische begrif von folda und feld, während Slaven pole, Finnen peldo bereits zu gebautem land wurde. die Deutschen haben also früher acker gebaut und ihr wort, das ihnen mit Griechen und Rö- 61 mern gemein war, nicht verloren.

Wenn die Litthauer den acker laukas nennen, lett. lauks, pr. laukas; haftete im russ. lug", böhm. luh, ahd. lôh, ags. leáh, engl. ley, lat. lucus wieder die ältere bedeutung von aue wiese wald weide, und ähnliche schlüsse werden statthaft. neben laukas litth. dirwa, lett. druwa für ackerland.

Wir gelangen zu einem merkwürdigen ausdruck. brache brachfeld ist uns das in ruhe liegende ackerfeld, der angebaute acker, brach liegen heiszt ungepflügt liegen: mhd. sîn bû in brâche lac. Diut. 2, 250, folglich anger ungebrâchot, der angebaute acker (fundgr. 2, 143. 149 auf Maria bezogen[10]

  1. ↑ wo die götter auf der erde lagern, entsprieszen blumen und kräuter, Demeter hatte aber bei Iasion auf der dreibrache gelegen (μίγη φιλότητι καὶ εvvý vεių ĚVI TOIлóh. Od. 5, 127) und dem acker dadurch höchste fruchtbarkeit verliehen.
  2. ↑ in opere faciundo agro colendo. Cic. Verr. II. 4, 24. auch das russ. pachat', böhm. pachati, poln. pachać bedeuten arare und laborare.
  3. ↑ nicht anders serb. ratar f. oratar (arator), böhm. poln. rolnik f. orolnik, böhm. ratag, poln. rataj ackerknecht.
  4. ↑ wenn Conrad troj. kr. 9742 sagt den pfluoc wisen', so gilt dies verbum auch sonst von personen, nicht von sachen.
  5. ↑ eine malb. glosse diramni für porcus deutet Leo 1, 73 erdwühler.
  6. ↑ die sl. brazda, russ. borozda, poln. brozda entfernen sich von prase porosja prosię.
  7. ↑ der eber galt unserm alterthum für ein tapferes edles thier, dessen zeichen helm und schild schmückte (mythol. 195), dem Odinn selbst die schlachtordnung, die svinfylking (caput porcinum, acies cuneiformis) abgesehn hatte (mythol. s. 122.) solchen eberkopf bildete auch der Alamanne Butilin (Agathías 2, 8), wie die röm. kriegskunst den mauerbrecher aries nannte. krieg und ackerbau weisen thiere.
  8. ↑ die septem triones bilden das heilige gestirn, triones für teriones oder nach Varro 7, 74 terriones, boves arantes, valentes glebarii.
  9. ↑ wie gleich einstimmig (mutmaszlich goth. vagns) ahd. wakan currus, nhd. wagen, ags. vägen, engl. wain, altn. vagn, skr. vahana, lat. veha vehela vehiculum, gr. oxos oxqua, litth. wežimmas, poln. woz, böhm. wůz wozu, sämtlich von vigan, skr. vah, lat. vehere, gr. oxeiv, litth. weszti, sl. vesti, poln. wieść. derselben wurzel gehört goth. vigs, ahd. wec, lat. via.
  10. ↑ den Skalden ist troda terra culta, subacta zugleich femina.