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WTH/Zur Logik des Diskurses/13

aus AufEinWort, der freien Forschung
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▶Die Grundprädikate bewährter Begründungssprachen drücken kognitive Schemata aus. Ich schlage vor, diese Schemata im Sinne Piagets (und auch einer materialistischen Erkenntnistheorie, welche die gesellschaftliche Arbeit als Synthesis versteht) aufzufassen.[1] Kognitive Schemata sind Ergebnisse einer aktiven Auseinandersetzung des Persönlichkeits- und des Gesellschaftssystems mit der Natur: sie bilden sich in Assimilations- und gleichzeitigen Akkomodationsprozessen aus. Die fundamentale Schicht dieser Schemata geht in die Persönlichkeitsstruktur ein und formt den kognitiven Apparat; aber auch die weniger fundamentalen und veränderlichen Schemata, welche als Grundbegriffe in Theorien tund anderen Deutungssystemen auftreten, spielen eine konstitutive Rolle beim Aufbau sowohl von Gegenstandsbereichen wie von lnteraktionsstrukturen. Auf der einen Seite selber Resultat von erfahrungsabhängigen Bildungsprozessen, haben diese Schemata andererseits gegenüber den Erfahrungen, die unter ihnen als Erfahrungen organisiert werden, gleichsam apriorische Geltung.

  1. ↑ H. G. Furth: Piaget and Knowledge. Englewood Cliffs 1969.