Erz
er + z | n. ‘Metall enthaltendes Mineral’, ahd. aruz m. ‘Roherz, Erzklumpen’ (9. Jh.), aruzzi, arizzi n., auch ‘verarbeitetes Erz, Stahl’ (10. Jh.), mhd. arze, erze;
Erz ahd. aruz m. ‘Roherz, Erzklumpen’ (9. Jh.), aruzzi, arizzi n., auch ‘verarbeitetes Erz, Stahl’ (10. Jh.), mhd. arze, erze, asächs. arut.
Weitere ger. Anknüpfungen fehlen; die Verbindung mit anord. ørtog, ertog, ærtog ‘kleine Münze’ (aus *aruti-taugō ‘Erzfaden’?) bleibt zweifelhaft.
Keine Verwandtschaft besteht mit der alten, im Nhd. untergegangenen Bezeichnung für ‘Erz, Metall’ ahd. ēr, mhd. ēr(e) (s. ehern).
Wortherkunft ist dunkel; am ehesten ist in vorhistorischer Zeit vermittelte Entlehnung aus sumer. urud ‘Kupfer’ zu erwägen.
Erz gilt vor allem für ‘metallhaltiges Gestein’, entsprechend den daraus zu gewinnenden Metallen oft in Komposita wie Eisenerz, Kupfererz, Manganerz, Zinkerz. Früher oft ‘Bronze’, in frühnhd. Zeit auch ‘Kupfergestein’ und ‘Kupfer’.