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Belege

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Beleg-eMz. —Nwf. z. Beleg

beleg mhdt.-dt. m. sgm. 'Beilegung, Beilage, Belagerung'; 'beigelegter Nachweis, Beweis; kurz f. Zahlungsbeleg'

  • ‘Beweisstück, dokumentarischer Nachweis’,
  • Rückbildung aus belegen ‘durch Zeugnis beweisen’
    • (und nicht aus dem älteren Neutr.
      • mnd. belech, belach ‘Belagerung’,
      • frühnhd. belege ‘Belagerung’ und ‘Besatz am Rocksaum’
    • hervorgegangen),
  • kommt seit Ende des 17. Jhs. namentlich im Rechtswesen (hier auch ‘dauerhafte Grenzmarkierung’) und im Geschäftsverkehr,
  • vom 18. Jh. an auch allgemeiner vor.
  • Der Plural wird im 18./19. Jh. häufig Beläge geschrieben,
    • woraus sich fälschlich eine Nebenform Belag als Singular ergibt.
    • Dagegen wird Belag m. ‘das Daraufliegende, Bedeckende’,
      • zum heute nicht mehr gebräuchlichen starken Verb beliegen ‘liegen bleiben’
        • (ahd. biliggen, mhd. beligen) gehörend,
        • in der 2. Hälfte des 19. Jhs. üblich.

Beleg steht für:

  • im Rechnungswesen der Nachweis einer Buchung, siehe Beleg (Rechnungswesen)
  • die Ankündigung eines Lager- bzw. Warenzugangs, siehe Avis (Logistik)
  • in der Lexikografie eine Textstelle zur Bedeutung oder Verwendung eines Wortes, siehe Beleg (Lexikografie)
  • der Sammelbegriff für Briefe, Postkarten und Ganzsachen in der Philatelie, siehe Beleg (Philatelie)
  • ein nach innen umgeschlagener Stoffteil der Kleidung, siehe Saum (Textil)
  • eine zum Nachweis der Beschäftigung abzuliefernde, eigene umfangreichere (schriftliche) thematische Arbeit für Schule oder Studium, siehe Studienarbeit