Ware
Erscheinungsbild
Anm. KF: Dasein von Wert, das unter Obacht und Obhut zu stehen hat, entsprechend werterhaltend oder wertvermehrend zu behandeln ist; verwandt wüber wahren mit wahrnehmen;
- Ware f.
- ‘Handelsgut, für den Markt bestimmtes Produkt menschlicher Arbeitskraft’,
- mhd. war(e) (1290 erstmals in einem hd. Text belegt)
- gilt seiner Herkunft nach als nl. nd. Wort der Hanse.
- Mnd. mnl. wāre,
- nl. waar,
- aengl. waru,
- engl. ware,
- anord.
- swed. vara
- mhd. war(e) (1290 erstmals in einem hd. Text belegt)
- ist etymologisch nicht sicher geklärt.
- Möglicherweise entspricht es genau dem unter wahren (s. d.) dargestellten Substantiv
- ahd. asächs. wara,
- mhd. war(e),
- mnd. mnl. wāre,
- aengl. waru,
- anord. vari ‘Aufmerksamkeit, Obhut’
- und gehört wie dieses zur Wurzel uig. *u̯er- ‘gewahren, achtgeben’,
- ¦√¦ uig. *wer- “über etwas gewahr (bewußt) werden, beachten, wachsam hüten”;
- so daß Ware als ‘das, was man unter seine Obhut nimmt, dem man seine Aufmerksamkeit zuwendet’ zu deuten ist.
- Semantisch befriedigender ist freilich die Verbindung
- von germ. *wazō f.
- mit hethit. u̯aš- ‘kaufen’,
- aind. vasnám ‘Kaufpreis, Wert’,
- griech. ṓnos (ὦνος) ‘Kaufpreis, Kauf’,
- lat. vēnum dare ‘zum Verkauf geben’
- und Anschluß an die Wurzel uig. *u̯es- ‘kaufen, verkaufen’;
- vgl. Szemerényi in: Zs. f. vgl. Sprachforsch. 93 (1979) 118 ff.
- Ware dringt in der Mitte des 15. Jhs. von Mitteldeutschland her in obd. Texte ein,
- wo es sich in der 2. Hälfte des 16. Jhs. gegen gleichbed. obd. Kaufmannschaft, Kaufmannschatz durchsetzt;
- vgl. G. Richter in: Zur Ausbildung d. Norm d. dt. Literaturspr. 2 (1976) 178 ff.
- wo es sich in der 2. Hälfte des 16. Jhs. gegen gleichbed. obd. Kaufmannschaft, Kaufmannschatz durchsetzt;
- ‘Handelsgut, für den Markt bestimmtes Produkt menschlicher Arbeitskraft’,