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schöpf

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schöpf Nwf. z. schaff

schöpfen Vb.

  • ‘Flüssigkeit mit einer Kelle oder einem Gefäß entnehmen’,
  • auch ‘(er)schaffen’ (heute selten, im 19. Jh. veraltend).
  • Laut- und bedeutungsgleich stehen nebeneinander
    • ein starkes Verb ahd. skephen und
    • ein schwaches Verb ahd. skephen,
  • beide für ‘(er)schaffen, gestalten, bilden’ und ‘(Wasser) schöpfen’ (s. schaffen).
  • Vielleicht darf davon ausgegangen werden,
    • daß die Bedeutung ‘(Wasser) schöpfen’ zunächst allein dem schwachen Verb zukam,
    • das dann als eine Bildung zu dem unter Schaff (s. d.) behandelten Substantiv anzusehen wäre.
  • Die semantische Vermischung beider Verben ist jedenfalls im Ahd. bereits vollzogen.
  • Während
    • starkes ahd. skephen in schaffen weiterlebt (und die Bedeutung ‘Wasser schöpfen’ aufgibt),
    • setzt sich schwaches ahd. skephen mit seinen beiden Bedeutungen in mhd. schepfen, nhd. (mit Rundung zu ö) schöpfen (schöpfte, geschöpft) fort.
    • Vgl. auch (schwach flektierend) mnd. nl. scheppen ‘(Wasser) schöpfen’.