Stil
Erscheinungsbild
Stil agr.-lat.-frz.-eng.-deu. m. wrtl.-sgm. Spitzes, Stift; glhrt. ‘zweckabhängige Art und Weise des schriftlichen und mündlichen sprachlichen Ausdrucks, charakteristische Ausdrucksform in Kultur und Kunst’,
- Entlehnung (1. Hälfte 15. Jh.) von
- lat. stilus ‘spitzer Gegenstand, Pfahl, Stiel, Stengel, Griffel zum Schreiben’,
- übertragen ‘das Schreiben, schriftliche Abfassung, Darstellung, Ausdrucksweise, Schreibart, Literatur, Sprache’,
- mlat. auch ‘Gewohnheit, Herkommen.’
- lat. stilus ‘spitzer Gegenstand, Pfahl, Stiel, Stengel, Griffel zum Schreiben’,
- Im Dt. zuerst ‘Schreibgriffel’
- und ‘schriftliche und mündliche Ausdrucksweise, Darstellungsart’,
- besonders die ‘übliche Form der Abfassung von (amtlichen) Schriftstücken, der Rechtsprechung und Prozeßordnung’,
- dann (seit dem 17. Jh.)
- übertragen auf die Ausdrucksform in Musik und bildender Kunst
- sowie auf die jmdm. entsprechende ‘spezielle Lebensweise und Lebensführung’,
- neuerdings auch ‘Art, Technik der Ausübung einer Sportart’ (1. Hälfte 20. Jh.).
- Die bis Anfang des 19. Jhs. geltende Schreibung Styl beruht (wie bei frz. engl. style)
- auf einer orthographischen Variante,
- entstanden aus einer irrtümlichen Verbindung des Wortes mit griech. stȳ́los (στῦλος) ‘Säule, Pfeiler’.