pflegen
pfleg,pflege,pflog,pflöge,gepflogen,pflegte,pflegten,gepflegt,gepflegte,gepflegten
pfleg + en | Tw. ‘für jmdn., etw. sorgen, etw. anhaltend ausüben, betreiben, sich etw. angelegen sein lassen, die Gewohnheit haben, etwas zu tun’, ahd. phlegan (8. Jh.), mhd. phlegen ‘sich für etw. einsetzen, sorgen für, Verantwortung tragen für, Aufsicht führen, ausüben, betreiben, leiten’,
asächs. plegan ‘sich verbürgen, für etw. verantwortlich sein’, mnd. plēgen, mnl. plēghen, nl. plegen und (entsprechend dem sprachlichen Wechsel) aengl. plēon ‘sich einer Gefahr aussetzen’ führen auf eine Ausgangsbedeutung ‘sich einsetzen’.
Die weitere Herkunft des nur im Westgermanisch bezeugten Tätigkeitswort wger. *plegan, * *plehan sei ungeklärt, sichere außergermanische Beziehungen fehlen.
Mögliche Verwandschaft zu Plage, fluchen, Felck …, damit zur Wortwurzel uig. *pel1 "bedecken, umwickeln, abdecken", *pel2 "Haut" , *pel3 "falten", *pel4 "schlagen, drängen, treiben" (21 Jh. ndt.), im Sinne von "bei einer Plage, die Geplagten zu pflegen".
Gepflogenheit | gepflogen + heit | f. ‘Brauch, Gewohnheit’ (19. Jh.), in der öst. Kanzleisprache gebildet.