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Prädikamente

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Prädikamente lat.-deu. praedicāmenta

Prädikamente ist die Übersetzung des griechischen Begriffs katēgoréin (anklagen) ins Lateinische (praedicāre). Im Mittelalter wurden damit die Kategorien des Aristoteles bezeichnet. In der Scholastik werden allerdings nur fünf Prädikamente genannt: Sein, Qualität, Bewegung, Beziehung und Habitus.

Unter Kategorien (griechisch: kategoria eigentlich „Anklage“, später „Eigenschaft“ oder „Prädikat“) versteht man ontologische Grundbegriffe, mit denen man Grundmerkmale des Seienden kennzeichnet. Da das Verb kategorein ins Lateinische übersetzt praedicare lautet, heißen Kategorien gerade auch im Mittelalter Prädikamente.

Aristoteles gilt als Begründer der „Kategorienlehre“ im engeren Sinne, die unter anderem in der Schrift Die Kategorien abgehandelt wird (deren Titel aber nicht von Aristoteles selbst stammt). Hier (Kat. 4, 1b 25) unterscheidet Aristoteles zehn Kategorien (in Klammern zunächst kursiv der griechische Ausdruck, dann die von Aristoteles an dieser Stelle gegebenen Beispiele):

  1. Substanz (ousia, ein Mensch, Pferd),
  2. Quantität (poson, ein zwei (drei) Ellen Langes),
  3. Qualität (Eigenschaft)(poion, ein Weißes, ein der Grammatik Kundiges),
  4. Relation (pros ti, ein Doppeltes, ein Halbes, Größeres),
  5. Wo (pou, auf dem Markt, im Lyzeum),
  6. Wann (pote, gestern, voriges Jahr),
  7. Lage (keisthai, er liegt, sitzt),
  8. Haben (echein, er ist beschuht, bewaffnet),
  9. Tun (poiein, er schneidet, brennt),
  10. Leiden (paschein, er wird geschnitten, gebrannt).

Siehe auch