Beziehung
¦∑¦ bezieh + -ung; von beziehen abgeleitet;
¦∅¦ Zustand eine Einwirkung auf etwas ausüben, etwas mit etwas umgeben, ausstatten, etwas leiten, führen, in Besitz nehmen; einseitiges beziehen zu etwas hin strebend, etwas umgebend, für sich einnehmen; Einflußnahme in Richtung von Ursache zu Wirkung hin; ursächlich auf jemand oder etwas einwirkeb, etwas bewirken, erwirken; als Ursache eine Wirkung ausübend;
¦⊕¦ fälschlicherweise oft als Verhältniß, wechselseitiges Verhältniß oder Verbindung zu jemand oder etwas gedeutet, jedoch aufgrund von be- eine Richtung zu etwas hin oder von etwas weg und nicht bedingt wechelseitig, gegenseitig oder hin und her bezeichnend; Eine Richtung einer Wechselbeziehung; Von der Wortbedeutung her als Begriff für Partnerschaft, Liebschaft, Ehe, Bindung an sich ungeeignet, unzutreffend; Eine Verbindung eingegangen sein oder haben, um etwas zu erhalten, zu erwirken oder bewirken; dennoch gibt es tatsächlich keine Beziehung, die nicht zumindest anteilig auch eine Rückwirkung auf die Ursache einer Wirkung ausübt und in Bezug oder Hinblick auf Verhältniß, Verhältnißmäßigkeit bei Paaren, Partnerschaft und so weiter, besteht Angemessenheit und Ausgleich wenn sich aus einer Wechselbeziehung eine gemeinsame Richtung zu etwas hin herausbildet.
¦⊗¦ ‘Verbindung, innerer Zusammenhang, wechselseitiges Verhältnis, Bezug(nahme), Anspielung, Hinsicht’ (17. Jh.);
¦√¦ uig. *dewk- 'zeihen, leiten, führen'; uig. *deuk- ‘ziehen’;
¦↵¦ ahd. biziohan ‘festbinden, über-, zusammenziehen, zusammenfügen, wegnehmen’ (8. Jh.), mhd. beziehen ‘zu etwas kommen, erreichen, überziehen, ein Kleid besetzen, füttern, an sich nehmen, einziehen’;