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Wirtschaft

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Wirt-schaft f. ‘kleine Gaststätte, Haushalt(sführung), Gesamtheit der ökonomischen Prozesse und Verhältnisse eines Landes, einer Gesellschaftsordnung’, ahd. wirtscaft ‘Gastfreundschaft, Bewirtung, Mahl, Speisen’ (10. Jh.), mhd. wirtschaft ‘Tätigkeit des Hausherrn, Gastgebers, Gastwirts, Bewirtung, Gastmahl, Fest’, asächs. werdskepi ‘Bewirtung, Gastmahl’, mnd. wer(t)schap ‘Bewirtung, Gastmahl, Festlichkeit’, mnl. wertscap ‘Tätigkeit des Wirtes, Gastmahl’, nl. waardschap ‘Besuch, Gastmahl’, mit dem unter -schaft (s. d.) behandelten Kompositionssuffix gebildet zu dem unter Wirt (s. d.) dargestellten Substantiv. Zu den alten Bedeutungen ‘Tätigkeit des Hausherrn, Gastgebers, Bewirtung, Mahl’ treten hinzu ‘Gaststätte’ (16. Jh.), ‘Haushalt, Haushaltsführung’ (17. Jh.), ‘Unordnung’ (18. Jh.), ‘das Umgehen mit wirtschaftlichen Mitteln’ (im 15. Jh. beginnend). Als Begriff der Ökonomie wird Wirtschaft im 19. Jh. üblich.