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ADHM/AdH/Herm. 061

aus AufEinWort, der freien Forschung

▶61) Kap. 12 und 13 handeln also von modalen Urteilen unter dem Aspekt ihrer Entgegensetzung. In 12 geht es um die Relation von Sätzen gleicher, in 13 um die von Sätzen ungleicher Modalität. Die Mehrzahl der Möglichkeitsausdrücke, die man fein differenzieren mag, obschon Aristoteles sie offenbar als äquivalent betrachtet – nur in der grammatischen Konstruktion lassen sie Varietäten zu ,-zeigt, daß es zu einer Entwicklung strenger, formaler, eindeutiger Terme noch nicht gekommen ist. Eine ausgearbeitete Modallogik trägt Aristoteles im Rahmen seiner Syllogistik vor (Anal. pr., A 8–22); von bloßem Sich-so-ergeben, Zufall, Fügung und Notwendigkeit handelt Phys., B 4-6; 8-9; die große Theorie über Möglichkeit und Wirklichkeit als modi des Seins trägt das Θ der Metaph. vor. – Wenn Aristoteles von Aporien spricht, ist zu erwarten, daß sogleich dialektisch, also auf ein zunächst falsches Ergebnis hin argumentiert wird, dem dann das Richtige gegenüberzutreten hat. So ist es auch; die Wendung erfolgt bei 21 b 12.

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