Zum Inhalt springen

Adequatismus

aus AufEinWort, der freien Forschung

(auf Deutsch etwa „Angemessenheitsphilosophie“ oder „Adequatismus“) ist eine ontologische Position, die fordert, Entitäten in einem bestimmten Bereich ernst zu nehmen und nicht auf grundlegendere Ebenen zu reduzieren. Im Gegensatz zum Reduktionismus strebt der Adequatismus danach, der Vielfalt der Entitäten auf allen Granularitätsebenen gerecht zu werden.

Kernaspekte des Adequatismus:

  • Gegenstück zum Reduktionismus: Während der Reduktionismus komplexe Phänomene auf einfache Grundlagen (z.B. Physik) zurückführt, betont der Adequatismus, dass verschiedene Ebenen (z.B. Biologie, Soziologie) eigenständige Realität besitzen.
  • Ontologische Vielfalt: Die Theorie plädiert dafür, dass Theorien der Realität Platz für alle Arten von Entitäten bieten müssen, wie sie in der Welt vorkommen.
  • Wahrnehmung auf eigenen Ebenen: Entitäten sollten "auf ihren eigenen Bedingungen" (on their own terms) ernst genommen werden.

Zusammenfassend ist Adequatismus ein Ansatz, der die Realität in ihrer vollen Komplexität und auf verschiedenen Ebenen anerkennt, anstatt sie auf eine einzige, fundamentale Ebene zu vereinfachen.


Adequatism is the opposite tendency, which holds that the entities in any given domain should be taken seriously on their own terms and that room must be made in our set of theories of reality for all of the different sorts of entities that reality contains, at all levels of granularity.