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Ahamkāra

aus AufEinWort, der freien Forschung

Ahamkara,ahaṃkāra,ahaṅkāra,ahankāra, Ahankara

aham + kara | skri. अहंकार Begriff in der hinduistischen Philosophie auf das Ich-Bewusstsein oder die Ich-Funktion bezieht.

Ahaṅkāra bedeutet wörtlich „Ichmacher" (welcher gesteigert Egoismus bewirkt“. Ahaṅkāra ist das, was Abhimāna hervorbringt, das Gefühl von „Ich“ und „Mein“. (Natur). Es wird als Substanz angesehen, da es die materielle Ursache anderer Substanzen wie des Geistes oder der Sinnesorgane ist. Durch seine Wirkung werden die verschiedenen puruṣas (individuelle Selbste) jeweils mit einem eigenen mentalen Hintergrund ausgestattet. Diese puruṣas identifizieren sich mit den Taten von prakṛti durch ahaṅkāra.

Auf der individuellen Ebene gibt es dem Puruṣa das Gefühl, dass er die Empfindungen durch die Sinne und den Geist empfängt und durch den Intellekt über angemessene Maßnahmen entscheidet. Auf kosmischer Ebene werden die fünf Wahrnehmungssinne (jñānendriyas), die fünf Handlungsorgane (karmendriyas), der Geist (manas) und die fünf subtilen Elemente wie die Erde (tanmātras) aus ahaṅkāra hervorgebracht.

Ahaṁkāra (Sanskrit: अहंकार), „Ich-machen“, ist ein Sanskrit-Begriff in der Saṃkhyā-Philosophie, der sich auf die Identifizierung des Selbst oder Wesens mit der „Natur“ oder einem unbeständigen „Ding“ bezieht. (Wkp.)

Ahaṁkāra ist einer der vier Teile des im Vedanta beschriebenen Antahkarana (inneres Organ), während die anderen drei Teile Buddhi, Citta und Manas sind.[2] Im Uttara Mimamsa- oder Vedanta-Zweig der Hindu-Philosophie sagt Krishna zu Arjuna, obwohl dies in der Bhagavad Gita nicht sehr detailliert diskutiert wird, dass Ahaṁkāra entfernt werden muss – mit anderen Worten, es sollte dem Herrn untergeordnet werden. Der Grund dafür ist, dass das Selbst nicht wahrgenommen wird (kann), wenn man sich in einem Zustand von Ahaṁkāra befindet.(Wkp.)

In der Bhagavad Gita sagt Krishna: "Luft, Wasser, Erde, Feuer, Himmel, Geist, Intelligenz und Ahankaar (Ego) bilden zusammen die von mir geschaffene Natur."(Wkp.)

Der Begriff besteht aus den Bestandteilen ahaṃ "Ich" und kāra "machend", von der Wurzel kṛ, "tun". Er wird mit "Ich-Macher" oder mit "Ego" übersetzt. Gemeint ist das Ich-Bewusstsein oder Identitätsbewusstsein einer Person rein als solches, also ohne Bezug zu ihren konkreten persönlichen Merkmalen oder zu besonderen Inhalten ihrer Lebenserfahrung. Ahamkara ist ein Individuationsprinzip, die Ursache eines (wenn auch illusionären) eigenständigen, separaten Daseins oder genauer: der irrigen Vorstellung von einem solchen Dasein. Auf Ahamkara beruht die Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt.(Wkp.)

Der Begriff Ahamkara kommt schon an drei Stellen in den Upanishaden vor; dort ist etwas von der Seele Hervorgebrachtes gemeint.[1]Später, in der Samkhya-Philosophie, ändert sich die Bedeutung. Im Samkhya ist ahamkara das zweite Entfaltungsprodukt der Urmaterie Prakriti; das erste ist buddhi (der urteilende Intellekt), das dritte manas, die Instanz, die Eindrücke und Erfahrungen verarbeitet und dem urteilenden Intellekt übermittelt. Somit ist Ahamkara als materielles Erzeugnis an sich ein Teil der unbewussten Natur. Es verbindet sich aber mit Purusha, der ewigen Urseele, und erweckt dadurch den Eindruck von Bewusstheit. Ahamkara bewirkt den irrigen Glauben, dass wir handeln oder etwas erleiden; in Wirklichkeit ist Purusha, das wahre Wesen der Seele, nach der Samkhya-Lehre unveränderlich und daher von solchen wechselnden Zuständen frei. Ahamkara ist die erste Ursache der Täuschung (abhimāna), nämlich der irrigen Meinung, die Objekte und Handlungen, mit denen das Bewusstsein zu tun hat, seien auf ein Subjekt, ein "Ich" bezogen, das etwas vollbringt oder erlebt. Ahamkara hängt mit dem Vorherrschen der Rajas-Guna zusammen, der Neigung zu leidenschaftlichem Handeln.(Wkp.)

Im Advaita Vedanta ist Ahamkara die illusionäre Identifikation des unbegrenzten Selbst mit besonderen, begrenzten Gegebenheiten, die irrige Annahme eines separaten Ich.(Wkp.)

In der Bhagavad Gita sagt Krishna zu Arjuna, dass Ahamkara eine der Manifestationen seiner (Krishnas) materiellen Energie sei, und dass man sich von der Illusion, die Ahamkara erzeugt, befreien solle. Gemeint ist hier die Identifikation mit einer illusionären Ich-Vorstellung, die der Erkenntnis der wahren individuellen Identität der Person entgegensteht.(Wkp.)

Im mittelalterlichen Tantra wird Ahamkara dem Ājnā-Chakra (Stirnchakra, "drittes Auge") zugeordnet.(Wkp.)