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Boethius

aus AufEinWort, der freien Forschung
(Weitergeleitet von Anicius Manlius Severinus Boethius)
Zeichnung von Boethius
Boethius in einer Handschrift seiner Consolatio philosophiae. Oxford, Bodleian Library, Auct. F.6.5 (12. Jahrhundert)

Anicius Manlius Severinus Boethius ([boˈeːt(s)iʊs], auch Boëthius geschrieben; * um 480/485; † im Zeitraum von 524 bis 526 entweder in Pavia oder in Calvenzano in der heutigen Provinz Bergamo) war ein spätantiker römischer Gelehrter, Politiker, neuplatonischer Philosoph und Theologe. Seine Tätigkeit fiel in die Zeit der Herrschaft des Ostgotenkönigs Theoderich, unter dem er hohe Ämter bekleidete. Er geriet in den Verdacht, eine gegen die Ostgotenherrschaft gerichtete Verschwörung von Anhängern des oströmischen Kaisers zu begünstigen. Daher wurde er verhaftet, als Hochverräter verurteilt und hingerichtet.

Boethius bemühte sich, ein ehrgeiziges Bildungsprogramm zu verwirklichen. Er beabsichtigte, sämtliche Werke Platons und des Aristoteles als Grundtexte der griechischen philosophischen und wissenschaftlichen Literatur in lateinischer Übersetzung zugänglich zu machen und zu kommentieren.[1] Daneben verfasste er Lehrbücher. Damit wollte er den Kernbestand der überlieferten Bildungsgüter für die Zukunft sichern, da die Griechischkenntnisse im lateinischsprachigen Westen Europas stark abgenommen hatten. Überdies hatte er vor, anschließend die Übereinstimmung zwischen Platon und Aristoteles aufzuzeigen, die er gemäß der damals vorherrschenden Auffassung annahm. Wegen seines vorzeitigen Todes blieb das gewaltige Vorhaben zwar unvollendet, doch wurde er zum wichtigsten Vermittler der griechischen Logik, Mathematik und Musiktheorie an die lateinischsprachige Welt des Mittelalters bis ins 12. Jahrhundert. Die stärkste Nachwirkung erzielte seine während der Haftzeit entstandene Schrift Consolatio philosophiae („Der Trost der Philosophie“), in der er seine Vorstellungen zur Ethik und Metaphysik darlegte. Außerdem verfasste er theologische Traktate.

Leben

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Werke

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Rezeption

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Spätantike und Mittelalter

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farbige Zeichnung von zwei Männern in römischer Kleidung
Boethius mit seinem Schwiegervater Symmachus in der Handschrift Bamberg, Staatsbibliothek, Msc. Class. 5 (9. Jahrhundert)

Zeitgenossen wie Ennodius und Cassiodor drückten ihre hohe Wertschätzung für die Bildung des Boethius aus, Cassiodor pries seine Leistungen als Vermittler griechischer Wissenschaft an die lateinischsprachige Welt. Diese Vermittlerrolle trat im Mittelalter noch markanter hervor, da Griechischkenntnisse und griechische Originaltexte im Westen seit dem Ende der Antike fast nirgends mehr vorhanden waren. Es war das Verdienst des Boethius, einen Teil der antiken griechischen Philosophie dem lateinischen Mittelalter erhalten zu haben.

Einschätzung der Hinrichtung

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Alle antiken Autoren, die sich zur Hinrichtung des Boethius äußerten, auch der bedeutende oströmische Historiker Prokopios, waren von seiner Unschuld überzeugt. Prokopios überliefert eine Legende, der zufolge Theoderich seinen Entschluss so heftig bereute, dass diese Gemütsbewegung seinen plötzlichen Tod herbeiführte. Da Theoderich Arianer, also aus katholischer Sicht irrgläubig war, wurde Boethius im Mittelalter in manchen Kreisen als Märtyrer betrachtet; man unterstellte, er sei von dem häretischen Ostgotenkönig wegen seines Glaubens verfolgt und hingerichtet worden. Dies behauptete schon im 9. Jahrhundert der Chronist Ado von Vienne. Im Raum Pavia entstand ein Boethius-Kult.[60] Über die Todesumstände wurden unterschiedliche Legenden, darunter auch Wundergeschichten, in Umlauf gesetzt.[61] Es gab sogar Darstellungen, in denen Boethius als Freiheitskämpfer beschrieben wurde, der seine Heimat mit oströmischer Hilfe von der gotischen Tyrannei befreien wollte.[62] Im 12. Jahrhundert reihte der äußerst einflussreiche Theologe Petrus Lombardus Boethius unter die Heiligen ein.[63]

Consolatio philosophiae

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Jean de Meung überreicht seine französische Übersetzung der Consolatio philosophiae der Königin von England, Margarete von Anjou. Buchmalerei in der Handschrift Jena, Bibliothek der Friedrich-Schiller-Universität, Ms. fol. 85, fol. 13v (spätes 15. Jahrhundert)
Eine Seite einer mittelalterlichen französischen Übersetzung der Consolatio philosophiae in der Handschrift Paris, Bibliothèque nationale de France, Fr. 809, fol. 40r (15. Jahrhundert). Die Buchmalerei zeigt links Boethius mit der personifizierten Philosophie, rechts das Rad der Fortuna.

Die Consolatio philosophiae war im Mittelalter außerordentlich stark verbreitet. Sie zählte zur Schullektüre[64] und war einer der meistkommentierten Texte des Mittelalters. Vor dem 9. Jahrhundert lässt sich ihr Einfluss nur vereinzelt nachweisen, doch im Lauf des 9. Jahrhunderts nahm das Interesse an ihr stark zu; Schriftsteller und Dichter zeigten sich nun mit dem Werk vertraut, der bedeutende Gelehrte Lupus von Ferrières schrieb eine Abhandlung über die Versmaße der Consolatio.[65]

Auch zahlreiche Übersetzungen der Consolatio zeugen von dem großen Interesse an ihr. Es handelt sich um folgende Sprachen und Übersetzer:

  • Deutsch: althochdeutsche Übersetzung des Mönchs Notker III. von St. Gallen aus dem späten 10. oder frühen 11. Jahrhundert; fünf deutsche Übersetzungen aus dem Zeitraum 1400–1480, darunter von Peter von Kastl und Niklas von Wyle.[66]
  • Englisch: Es sind zwei Fassungen der altenglischen Übersetzung überliefert, die ältere in Prosa und die jüngere als Prosimetrum. In den Vorreden beider Fassungen wird als Übersetzer König Alfred der Große genannt, doch wird diese Zuschreibung in der neueren Forschung bezweifelt.[67] Jedenfalls entstanden beide Fassungen im späten 9. Jahrhundert oder in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts. Aus dem Spätmittelalter stammen die mittelenglischen Übersetzungen von Geoffrey Chaucer (14. Jahrhundert) und John Walton (in Versen, 1410).
  • Französisch (altfranzösisch und mittelfranzösisch): zwölf teils anonym überlieferte Übersetzungen, darunter die besonders bekannte von Jean de Meung (Li livres de confort de philosophie, spätes 13. Jahrhundert).[68]
  • Hebräisch: Im 15. Jahrhundert entstanden zwei hebräische Übersetzungen. Eine von ihnen fertigte Samuel Benveniste 1412 an, die andere Bonafoux Bonfil Astruc 1423 in Italien.
  • Italienisch: 14 teils anonym überlieferte Übersetzungen, darunter die von Alberto della Piagentina (Della filosofica consolazione, 1322/1332), Grazia di Meo (Il libro di Boeçio de chonsolazione, 1343) und Giovanni da Foligno (Consolazione di Boezio, 14. Jahrhundert).[69]
  • Katalanisch: zwei spätmittelalterliche Übersetzungen, die eine von Pere Saplana (1358/1362),[70] die andere von Pere Borró (14. Jahrhundert, nicht erhalten).
  • Griechisch: Der als Übersetzer lateinischer Literatur hervorgetretene byzantinische Gelehrte Maximos Planudes übertrug in den neunziger Jahren des 13. Jahrhunderts die Consolatio ins Mittelgriechische. Die relativ hohe Zahl der Handschriften – 35 sind erhalten geblieben, sechs weitere sind vernichtet oder verschwunden – zeugt von der Wertschätzung in der griechischsprachigen Welt des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit.[71]
  • Niederländisch: zwei spätmittelalterliche mittelniederländische Übersetzungen; die eine wurde 1466 von Jacob Vilt angefertigt, die andere stammt von einem anonymen Übersetzer der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und wurde zusammen mit einem umfangreichen Kommentar 1485 in Gent gedruckt. Diese berühmte Inkunabel ist als „Genter Boethius-Druck“ bekannt.
  • Spanisch: mehrere anonym überlieferte spätmittelalterliche Übersetzungen.

Schon in der Karolingerzeit setzte die reichhaltige mittelalterliche Auslegungsliteratur ein. Consolatio-Handschriften wurden ab dem 9. Jahrhundert mit meist anonym überlieferten Glossen (Erläuterungen zu einzelnen Textstellen) ausgestattet, von denen manche dem Gelehrten Remigius von Auxerre zugeschrieben werden.[72] Zu den Verfassern von Kommentaren gehörten Wilhelm von Conches (12. Jahrhundert), Nikolaus Triveth (oder Trevet, um 1300), Renier von Saint-Trond (spätes 14. Jahrhundert) und Dionysius der Kartäuser (15. Jahrhundert). Das Gedicht O qui perpetua, das in der Consolatio eine zentrale Stellung einnimmt, war oft das Thema separater Kommentare (Bovo von Corvey, Anonymus Einsidlensis, Adalbold von Utrecht u. a.; die Kommentare sind meist anonym überliefert).[73] Die Kommentatoren pflegten die Philosophie des Boethius christlich zu interpretieren, doch wurde auch vereinzelt auf die Unvereinbarkeit eines Teils seiner Gedanken mit der damaligen Theologie hingewiesen (Bovo von Corvey).[74] Petrus von Ailly schrieb im späten 14. Jahrhundert eine Abhandlung in Quaestionenform über die Consolatio.

Zahlreiche Autoren ließen sich in formaler oder inhaltlicher Hinsicht von der Consolatio inspirieren. Besonders stark von ihr beeinflusst sind Sedulius Scottus (Liber de rectoribus Christianis, 9. Jahrhundert), Liutprand von Cremona (Antapodosis, 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts), Adelard von Bath (De eodem et diverso, frühes 12. Jahrhundert), Hildebert von Lavardin (Liber de querimonia et conflictu carnis et anime, frühes 12. Jahrhundert), Laurentius von Durham (Consolatio de morte amici, wohl 1141/1143), Alanus ab Insulis (De planctu Naturae, zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts), Petrus von Compostela (De consolatione Rationis, 14. Jahrhundert) und Johannes Gerson (De consolatione theologiae, frühes 15. Jahrhundert).[75]

Dante schätzte Boethius als Verfasser der Consolatio außerordentlich. Im Convivio[76] schildert er, wie er sich nach dem Verlust Beatrices der Lektüre der Consolatio zuwandte, um Trost zu finden. In seiner Divina commedia versetzt er Boethius in den vierten Himmel unter die Vertreter der Weisheit.[77]

Die Gedichte der Consolatio wurden vertont, wie Musiknoten in einer Handschrift des 9. Jahrhunderts (Psalter Ludwigs des Deutschen) zeigen. Szenen aus der Consolatio waren häufige Sujets der mittelalterlichen Buchmalerei.[78] Im Spätmittelalter wurden zahlreiche Prachthandschriften mit kostbaren Miniaturen hergestellt.

Logik

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farbige Zeichnung eines Lehrers mit fünf Schülern
Boethius erteilt Unterricht. Initiale der Handschrift Glasgow, University Library, Hunter 374 aus dem Jahr 1385

Von Boethius bezogen die mittelalterlichen Logiker ihr methodisches und terminologisches Rüstzeug; für die lateinischsprachige Welt war die aristotelische Terminologie durch seine Übersetzungen dauerhaft fixiert. Zu den von ihm eingeführten Begriffen zählen beispielsweise „Akt“ und „Potenz“ (lateinisch actus und potentia), „Akzidens“ (lateinisch accidens) und „kontingent“ (lateinisch contingens).

Vor der Karolingerzeit ist keine Kenntnis der logischen Werke des Boethius nachweisbar. Der erste mittelalterliche Autor, dem nachweislich ein Teil der Übersetzungen aus dem Griechischen zur Verfügung stand, war Alkuin; er verwendete die Übersetzungen der Isagoge und von De interpretatione. Im späten 10. Jahrhundert studierte der Gelehrte Gerbert von Aurillac, der sich als Papst Silvester II. nannte, Übersetzungen, Kommentare und Abhandlungen des Boethius auf dem Gebiet der Logik, und Abbo von Fleury schrieb eine Abhandlung über Syllogismen, in der er von Boethius’ Darstellung ausging. Nach der Jahrtausendwende nahm die Verbreitung des damals schon bekannten Teils der logischen Werke des Boethius zu. Bis ins 12. Jahrhundert war die Logik des Aristoteles, die im Organon, der Gruppe seiner logischen Schriften, dargelegt ist, der lateinischsprachigen Welt nur teilweise und nur durch Boethius bekannt. Vorhanden waren Boethius’ Übersetzungen der Kategorien sowie von De interpretatione und der Isagoge des Porphyrios sowie seine Kommentare zu diesen drei Werken. Sie bildeten ein Corpus, das später, nachdem im 12. Jahrhundert weitere Texte bekannt geworden waren, den Namen Logica vetus („Alte Logik“) erhielt.

Notker III. von St. Gallen übertrug im späten 10. oder frühen 11. Jahrhundert Boethius’ Übersetzungen der Kategorien und der Schrift De interpretatione ins Althochdeutsche.

Im 12. Jahrhundert wurden Boethius’ Übersetzungen der Topik, der Sophistici elenchi und der Analytica priora bekannt. Man nannte diese neu entdeckten Werke des Aristoteles, zu denen noch die Analytica posteriora hinzukamen, Logica nova („Neue Logik“).

Der berühmte Philosoph und Theologe Petrus Abaelardus hielt Boethius für den bedeutendsten römischen Philosophen.[79] Er schrieb einen Kommentar zu De topicis differentiis. Noch im 13. Jahrhundert wurde die Topik von dem maßgeblichen Lehrbuchautor Petrus Hispanus auf der Grundlage von De topicis differentiis erörtert. Auch im 14. Jahrhundert waren die logischen Schriften des Boethius noch aktuell; Wilhelm von Ockham zitierte sie oft und bei Albert von Sachsen ist ihr Einfluss deutlich erkennbar.[80]

Im Byzantinischen Reich übertrug im 13. Jahrhundert der Gelehrte Manuel (Maximos) Holobolos die Abhandlung De topicis differentiis ins Griechische und stattete seine Übersetzung mit Scholien aus. Eine weitere griechische Übersetzung fertigte im 14. Jahrhundert Prochoros Kydones an. Ob eine byzantinische Abhandlung über dieses Werk von dem Gelehrten Georgios Pachymeres (13. Jahrhundert) stammt, dem sie zugeschrieben wird, ist zweifelhaft.[81] Eine byzantinische Übersetzung von De hypotheticis syllogismis ist in zwei Handschriften überliefert; sie ist wohl Manuel (Maximos) Holobolos zuzuschreiben.

Quadrivium

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De institutione musica war eines der wichtigsten Lehrbücher der Musiktheorie. Die Rezeption setzte im 9. Jahrhundert ein. Das Werk des Boethius trug maßgeblich dazu bei, dass die griechische Musiktheorie – insbesondere pythagoreisches Gedankengut – die mittelalterliche Musikauffassung prägte. Die Handschriften des Lehrbuchs wurden schon im 9. Jahrhundert glossiert (mit Erläuterungen in Form von Glossen ausgestattet). Dieser rezeptionsgeschichtlich wichtige anonyme Glossenkommentar ist als Glossa maior bekannt. Er wurde im Lauf der Jahrhunderte oft überarbeitet. Daneben gab es noch andere, eigenständige Glossierungen. Im 14. Jahrhundert entstand der umfangreiche „Oxforder Kommentar“ zu De institutione musica, der offenbar im Lehrbetrieb der Universität Oxford verwendet wurde.[82] Der praxisorientierte Autor Guido von Arezzo (11. Jahrhundert) wies allerdings darauf hin, dass das Buch des Boethius wegen seines spekulativen Charakters „nicht für Sänger, sondern nur für Philosophen nützlich ist“.[83]

De institutione arithmetica war im Mittelalter ein grundlegendes Lehrbuch der Arithmetik, von dessen verbreiteter Verwendung die 188 ganz oder teilweise erhaltenen Handschriften sowie zahlreiche Kommentare und einführende Schriften zeugen.[84]

Theologie

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Das Verfahren des Boethius, christliche Dogmen mit den Methoden des Aristoteles philosophisch zu deuten, diente der scholastischen Theologie des Mittelalters als Modell. Seine Definition des Begriffs „Person“ wurde im Mittelalter oft zitiert.

Die Schrift über die Dreifaltigkeit wurde schon von Theologen des 9. Jahrhunderts wie Hinkmar von Reims und Paschasius Radbertus herangezogen; Paschasius verwendete auch die Abhandlung über die Substanzen, Ratramnus von Corbie setzte sich eingehend mit der Schrift gegen Nestorius und Eutyches auseinander, Gottschalk von Orbais zitierte ausführlich die Abhandlungen gegen Nestorius und Eutyches und Utrum Pater. Aus der Karolingerzeit stammen Glossen zu den Opuscula sacra, die wohl Remigius von Auxerre verfasst bzw. zusammengestellt hat. Im 12. Jahrhundert kommentierte Gilbert von Poitiers vier Opuscula sacra. Besonders in der Schule des Philosophen Thierry von Chartres war das Interesse an Boethius’ theologischen Werken groß. Thierrys Schüler Clarembald von Arras schrieb Kommentare zu den Schriften über die Dreifaltigkeit und über die Substanzen. Diese beiden Schriften kommentierte später auch Thomas von Aquin, der Boethius als bedeutende Autorität betrachtete.

Frührenaissance und Frühe Neuzeit

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Humanisten der Frührenaissance (Francesco Petrarca, Giovanni Boccaccio, Coluccio Salutati) fanden die negative Beurteilung der Dichtermusen im ersten Buch der Consolatio problematisch; sie argumentierten, diese aus humanistischer Sicht anstößig wirkende Kritik beziehe sich nicht auf die gesamte Dichtkunst.[85] Lorenzo Valla fällte ein zwiespältiges Urteil über Boethius. Er hielt ihn für den letzten Gelehrten der Antike und bewunderte seine Bildung und seinen Fleiß. Andererseits bemängelte er mancherlei in den Werken des spätantiken Philosophen. Vor allem kritisierte er ihn wegen der unklassischen Sprache seiner logischen Schriften; er habe sich so dem Griechischen angepasst, dass ihm das Gefühl für seine eigene Muttersprache abhandengekommen sei, und seine sprachlichen Unzulänglichkeiten hätten auch inhaltliche Konsequenzen.[86] Unter den Humanisten waren aber auch begeisterte Verehrer des Boethius wie Julius Caesar Scaliger[87] und Angelo Poliziano, der fragte: Wer ist scharfsinniger in der Dialektik als Boethius oder detailgenauer in der Mathematik oder reicher in der Philosophie oder erhabener in der Theologie?[88]

Die Consolatio gehörte in Italien im 15. Jahrhundert weiterhin zum Kernbestand der Schullektüre.[89] Schon 1471 erschien der Erstdruck; 1473 brachte Anton Koberger in Nürnberg die erste Ausgabe mit deutscher Übersetzung heraus, der Dutzende von weiteren Inkunabeln folgten. 1498 veröffentlichte der Humanist Jodocus Badius einen für den Schulbetrieb bestimmten Kommentar zur Consolatio, in dem er nicht wie bisher üblich die Philosophie, sondern philologische Aspekte in den Vordergrund stellte.

Die Erstausgabe von De topicis differentiis sowie des Kommentars zu Ciceros Topica erschien 1484 in Rom,[90] De institutione arithmetica wurde erstmals 1488 in Augsburg gedruckt. 1491–92 wurde in Venedig die erste Gesamtausgabe veröffentlicht; sie enthielt auch unechte Werke.

Königin Elisabeth I. von England übersetzte die Consolatio philosophiae 1593 ins Englische.[91]

Im 18. Jahrhundert prägte Edward Gibbon das später populäre Schlagwort von Boethius als „letztem Römer“, womit er meinte: der letzte, den Cicero und Cato als Landsmann betrachtet hätten.[92]

Moderne

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Einschätzung der kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen

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Im 19. Jahrhundert fällte der einflussreiche Philosophiehistoriker Carl von Prantl ein vernichtendes Urteil über Boethius’ Leistung auf dem Gebiet der Logik; er sei zusammen mit Martianus Capella und Cassiodor „die hauptsächliche Brücke zu dem Unverstande der mittelalterlichen Logik“, seine Darstellung zeige „die widerlichste Breite und Geschwätzigkeit“, denn sie sei „ausdrücklich darauf berechnet (…), selbst den dümmsten Köpfen eine gewisse Anzahl von Regeln einzubläuen“.[93]

Die Frage, inwieweit Boethius ein eigenständiger Philosoph und nicht nur ein übersetzender und Handbuchwissen zusammenstellender Vermittler älteren Gedankenguts ist, wird in der Forschung kontrovers diskutiert. Für seine Originalität plädiert insbesondere John Marenbon.[94] Hinsichtlich der Logik bestreiten Jonathan Barnes und James Shiel eine philosophische Eigenleistung.[95]

Im 19. und 20. Jahrhundert wurde Gibbons Schlagwort vom „letzten Römer“ Boethius aufgegriffen. Zur Begründung hieß es, er habe als letzter die seit Ciceros Zeit als typisch römisch betrachteten politischen Tugenden in sich vereint und mit seinem Werk das Vermächtnis der Antike dem Mittelalter übergeben. In diesem Sinne setzte Franz Brunhölzl zwischen Boethius als traditionsbewusstem letztem antikem Römer und Cassiodor als erstem mittelalterlichem Schriftsteller die Epochengrenze zwischen Spätantike und Frühmittelalter.[96]

Mitunter wird Boethius als „erster Scholastiker“ bezeichnet, da seine logischen Schriften für die mittelalterliche Logik und ihre Terminologie wegweisend waren und weil er die Logik auf theologische Fragen anwendet. Diese Bezeichnung ist allerdings problematisch und irreführend, denn die Scholastik ist erst im Hochmittelalter entstanden.

Einschätzung des Gerichtsverfahrens

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Die seit dem Mittelalter verbreitete Sichtweise kirchlicher Kreise, wonach Boethius als Katholik von einem arianischen Herrscher verfolgt wurde und somit als Märtyrer für seinen Glauben litt, hat auch in der Moderne nachgewirkt. Seine traditionelle lokale Verehrung als Seliger in der Diözese Pavia wurde von Papst Leo XIII. 1883 bestätigt. Der Papst legte den 23. Oktober, den angeblichen Todestag, als seinen Gedenktag fest. Erst 1931 zeigte Giovanni B. Picotti in einer Untersuchung des Prozesses, dass es sich um ein rein politisch motiviertes Verfahren und sicher nicht um religiöse Verfolgung handelte.[97]

In der Forschung werden unterschiedliche Hypothesen zur Einschätzung des Gerichtsverfahrens und der Rolle und Motivation Theoderichs diskutiert. Die Aussagen der Quellen sind eindeutig: Boethius beteuert seine völlige Unschuld, und die antiken Autoren, die sich dazu äußern, teilen einhellig diese Auffassung. Auch in der modernen Forschung besteht weitgehend Konsens darüber, dass es eine Verschwörung zur Beseitigung der Ostgotenherrschaft in Italien nicht gegeben hat. Die Verratsbeschuldigung, die zur Hinrichtung führte, wird von den weitaus meisten Historikern als unbegründet betrachtet.[98] Nur vereinzelt ist vermutet worden, dass Boethius auf den Sturz Theoderichs hingearbeitet hat.[99] Tatsache ist aber auch, dass sich Boethius durch seine demonstrative, pauschale öffentliche Solidarisierung mit Albinus vorbehaltlos mit dessen suspektem Verhalten identifizierte, womit er sich den Verdacht mangelnder Loyalität zuzog. In der Forschungsliteratur wird betont, dass er sich in der Krise ungeschickt verhielt. Indem er vor dem König schroff und provozierend auftrat, ließ er es auf eine aussichtslose Machtprobe ankommen. Daraus ist seine Verkennung der Lage ersichtlich. Daher und auch aufgrund anderer Indizien wird er von manchen Historikern als politisch unbegabter Gelehrter eingeschätzt.[100] Kritische Beurteilungen seiner Rolle werden vor allem von Historikern vorgetragen, während bei Forschern, welche die Vorgänge aus philologischer oder philosophiegeschichtlicher Perspektive betrachten, eher die Neigung verbreitet ist, Boethius’ Selbsteinschätzung Glauben zu schenken.[101]

Hinsichtlich der juristischen Aspekte fällt auf, dass dem Angeklagten ein Verfahren vor dem eigentlich zuständigen Königsgericht verweigert wurde und dass die Gerichtsverhandlung in seiner Abwesenheit geführt wurde. Somit erhielt er keine Gelegenheit, sich zu den Ermittlungsergebnissen zu äußern und sich zu verteidigen; eine Gegenüberstellung von Zeugen und Angeklagtem fand nicht statt. Diese Vorgehensweise lässt das Verfahren als politisch motivierte Willkürjustiz erscheinen.[102]

Dass Theoderich der Überzeugung war, er müsse sich gegen eine reale Bedrohung seiner Herrschaft zur Wehr setzen und verräterisch gesinnte Kräfte durch Härte abschrecken, billigen ihm moderne Beurteiler zu.[103] Die Vollstreckung des Todesurteils wird aber als schwerer politischer Fehler eingeschätzt.[104] Einschränkend weist Andreas Goltz allerdings darauf hin, dass die Nachwelt unter dem Eindruck der seit dem Mittelalter intensiven Boethius-Rezeption die Wirkung der Hinrichtung auf die Zeitgenossen überschätze und dabei zu wenig beachte, dass Boethius in den italischen Eliten sehr umstritten war.[105]

Ehrungen

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Der 1971 entdeckte Asteroid (6617) Boethius, der Mondkrater Boethius und der Merkurkrater Boethius sind nach dem Gelehrten benannt.

Textausgaben und Übersetzungen

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Sammlungen

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  • Claudio Moreschini (Hrsg.): Boethius: De consolatione philosophiae, opuscula theologica. 2. Auflage, Saur, München 2005, ISBN 3-598-71278-2 (kritische Ausgabe der Consolatio philosophiae und der fünf theologischen Abhandlungen).
  • Gottfried Friedlein (Hrsg.): Anicii Manlii Torquati Severini Boetii de institutione arithmetica libri duo, de institutione musica libri quinque. Minerva, Frankfurt am Main 1966 (Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1867; für De institutione musica noch zu verwenden, für De institutione arithmetica überholt).
  • Hans-Ulrich Wöhler: Texte zum Universalienstreit. Band 1: Vom Ausgang der Antike bis zur Frühscholastik. Akademie Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-05-001792-9 (enthält Teilübersetzungen von sechs logischen und theologischen Werken des Boethius).

Consolatio philosophiae

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  • Ludwig Bieler (Hrsg.): Anicii Manlii Severini Boethii Philosophiae Consolatio. 2. Auflage, Brepols, Turnhout 1984, ISBN 978-2-503-00941-4 (Corpus Christianorum. Series Latina. Band 94) (kritische Ausgabe).
  • Ernst Gegenschatz, Olof Gigon (Hrsg.): Boethius: Trost der Philosophie. Consolatio philosophiae. 6. Auflage, Artemis & Winkler, Düsseldorf u. a. 2002, ISBN 3-7608-1662-2 (unkritische Ausgabe mit deutscher Übersetzung)
  • Ernst Neitzke (Hrsg.): Boethius: Trost der Philosophie. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-458-32915-3 (unkritische Ausgabe mit deutscher Übersetzung).

Althochdeutsche Übersetzung

  • Evelyn Scherabon Firchow (Hrsg.): Notker der Deutsche von St. Gallen: Lateinischer Text und althochdeutsche Übersetzung der Tröstung der Philosophie (De consolatione Philosophiae) von Anicius Manlius Severinus Boethius. 3 Bände, Olms, Hildesheim 2003, ISBN 3-487-11811-4.

Mittelalterliche englische Übersetzungen

  • Malcolm Godden, Susan Irvine (Hrsg.): The Old English Boethius. An Edition of the Old English Versions of Boethius’s De Consolatione Philosophiae. 2 Bände, Oxford University Press, Oxford 2009, ISBN 978-0-19-925966-3.
  • Tim William Machan (Hrsg.): Chaucer’s Boece. A Critical Edition Based on Cambridge University Library, MS Ii.3.21, ff. 9r–180v. Winter, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8253-5432-9.

Mittelalterliche französische Übersetzungen

  • Isabelle Bétemps u. a. (Hrsg.): La Consolation de la Philosophie de Boèce dans une traduction attribuée à Jean de Meun d’après le manuscrit Leber 817 de la Bibliothèque Municipale de Rouen. Université de Rouen, Rouen 2004, ISBN 2-87775-380-8.
  • Glynnis M. Cropp (Hrsg.): Le Livre de Boece de Consolacion. Droz, Genf 2006, ISBN 2-600-01028-9 (kritische Ausgabe).
  • Rolf Schroth (Hrsg.): Eine altfranzösische Übersetzung der consolatio philosophiae des Boethius (Handschrift Troyes Nr. 898). Edition und Kommentar. Peter Lang, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-261-01845-3.

Mittelalterliche griechische Übersetzung

  • Manolis Papathomopoulos (Hrsg.): Anicii Manlii Severini Boethii De consolatione philosophiae. Traduction grecque de Maxime Planude. The Academy of Athens, Athen 1999, ISBN 2-7116-8333-8 (kritische Ausgabe).

Mittelalterliche hebräische Übersetzung

  • Sergio Joseph Sierra (Hrsg.): Boezio: De Consolatione Philosophiae. Traduzione ebraica di ʿAzaria ben R. Joseph Ibn Abba Mari detto Bonafoux Bonfil Astruc 5183–1423. Turin u. a. 1967.

Mittelalterliche italienische Übersetzung

  • Helmuth-Wilhelm Heinz (Hrsg.): Grazia di Meo, Il libro di Boeçio de chonsolazione (1343). Peter Lang, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-8204-7325-4.

Logik

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Übersetzungen des Boethius

  • Lorenzo Minio-Paluello (Hrsg.): Aristoteles Latinus. Band I 1–5: Categoriae vel praedicamenta. Desclée de Brouwer, Brügge u. a. 1961 (enthält die Kategorien-Übersetzung des Boethius).
  • Lorenzo Minio-Paluello (Hrsg.): Aristoteles Latinus. Band I 6–7: Categoriarum supplementa: Porphyrii isagoge, translatio Boethii, et anonymi fragmentum vulgo vocatum „Liber sex principiorum“. Desclée de Brouwer, Brügge u. a. 1966 (enthält die Isagoge-Übersetzung des Boethius).
  • Lorenzo Minio-Paluello (Hrsg.): Aristoteles Latinus. Band II 1–2: De interpretatione vel periermenias: translatio Boethii, specimina translationum recentiorum. Desclée de Brouwer, Brügge und Paris 1965 (enthält Boethius’ Übersetzung von De interpretatione).
  • Lorenzo Minio-Paluello (Hrsg.): Aristoteles Latinus. Band III 1–4: Analytica priora: translatio Boethii (recensiones duae), translatio anonyma, Pseudo-Philoponi aliorumque scholia, specimina translationum recentiorum. Desclée de Brouwer, Brügge u. a. 1962 (enthält S. 1–191 die beiden Fassungen von Boethius’ Übersetzung der Analytica priora; auch die S. 293–372 edierten Scholien stammen von Boethius).
  • Lorenzo Minio-Paluello (Hrsg.): Aristoteles Latinus. Band V 1–3: Topica: translatio Boethii, fragmentum recensionis alterius, et translatio anonyma. Brill, Leiden 1969 (enthält Boethius’ Übersetzung der Topik).
  • Bernard G. Dod (Hrsg.): Aristoteles Latinus. Band VI 1–3: De sophisticis elenchis: translatio Boethii, fragmenta translationis Iacobi, et recensio Guillelmi de Moerbeke. Brill, Leiden 1975 (enthält Boethius’ Übersetzung der Sophistici elenchi).

Kommentare

  • Samuel Brandt (Hrsg.): Anicii Manlii Severini Boethii in isagogen Porphyrii commenta. Johnson Reprint Corporation, New York 1966 (Nachdruck der Ausgabe Wien 1906; kritische Edition beider Isagoge-Kommentare).
  • Karl Meiser (Hrsg.): Anicii Manlii Severini Boethii commentarii in librum Aristotelis ΠΕΡΙ ΕΡΜΗΝΕΙΑΣ. Teile 1 und 2, Teubner, Leipzig 1877–1880 (Nachdruck Garland Publishing, New York 1987, ISBN 0-8240-6904-8; kritische Ausgabe beider Kommentare zu De interpretatione).
  • Andrew Smith: Boethius: On Aristotle, On Interpretation 1–3. Bloomsbury, London 2014, ISBN 978-1-4725-5789-6 (englische Übersetzung)
  • David Blank, Norman Kretzmann (Hrsg.): Ammonius: On Aristotle On Interpretation 9, with Boethius: On Aristotle On Interpretation 9, first and second commentaries. Duckworth, London 1998, ISBN 0-7156-2691-4 (enthält S. 129–191 eine englische Übersetzung von Auszügen der beiden Kommentare zu De interpretatione über den logischen Determinismus).
  • Jacques Paul Migne (Hrsg.): Anicii Manlii Severini Boetii in categorias Aristotelis libri quatuor. In: Patrologia Latina. Band 64, Paris 1891, Sp. 159–294 (unkritische Ausgabe).
  • Pierre Hadot (Hrsg.): Un fragment du commentaire perdu de Boèce sur les Catégories d’Aristote dans le Codex Bernensis 363. In: Archives d’Histoire Doctrinale et Littéraire du Moyen Age. Bd. 26 (= année 34), 1959, ISSN 0373-5478, S. 11–27 (kritische Ausgabe des Kommentarfragments S. 12–14).
  • Johann Caspar von Orelli, Johann Georg Baiter (Hrsg.): Anicii Manlii Severini Boethii commentarii in Ciceronis topica. In: Johann Caspar von Orelli, Johann Georg Baiter (Hrsg.): M. Tullii Ciceronis opera quae supersunt omnia ac deperditorum fragmenta. Bd. 5, Teil 1: M. Tullii Ciceronis scholiastae. Orell Füssli, Zürich 1833, S. 269–395 (noch heute maßgebliche kritische Ausgabe des Kommentars zu Ciceros Topica).
  • Jacques Paul Migne (Hrsg.): Anicii Manlii Severini Boetii in topica Ciceronis commentariorum libri sex. In: Patrologia Latina. Band 64, Paris 1891, Sp. 1039–1174 (unkritische Ausgabe).
  • Alfredo Severiano Quevedo Perdomo (Hrsg.): A Critical Edition of Boethius’ Commentary on Cicero’s Topica, Book I. Dissertation Saint Louis 1963.
  • Eleonore Stump: Boethius’s In Ciceronis Topica. Cornell University Press, Ithaca und London 1988, ISBN 0-8014-2017-2 (englische Übersetzung).

Lehrschriften

  • John Magee (Hrsg.): Anicii Manlii Severini Boethii De divisione liber. Brill, Leiden 1998, ISBN 90-04-10873-4 (kritische Edition mit englischer Übersetzung und Kommentar).
  • Dimitrios Z. Nikitas (Hrsg.): Boethius’ De topicis differentiis und die byzantinische Rezeption dieses Werkes. The Academy of Athens, Athen 1990, ISBN 2-7116-9701-0 (kritische Edition von Boethius’ De topicis differentiis und zweier byzantinischer Übersetzungen dieses Werks).
  • Luca Obertello (Hrsg.): A. M. Severino Boezio: De hypotheticis syllogismis. Paideia, Brescia 1969 (kritische Ausgabe mit Einführung, Kommentar und italienischer Übersetzung)
  • Eleonore Stump: Boethius’s De topicis differentiis. Cornell University Press, Ithaca u. a. 1978, ISBN 0-8014-1067-3 (englische Übersetzung).
  • Christina Thomsen Thörnqvist (Hrsg.): Anicii Manlii Severini Boethii De syllogismo categorico. Acta Universitatis Gothoburgensis, Gothenburg 2008, ISBN 978-91-7346-611-0 (kritische Ausgabe mit englischer Übersetzung).
  • Christina Thomsen Thörnqvist (Hrsg.): Anicii Manlii Severini Boethii Introductio ad syllogismos categoricos. Acta Universitatis Gothoburgensis, Gothenburg 2008, ISBN 978-91-7346-612-7 (kritische Ausgabe mit Kommentar).

Mittelalterliche Übersetzungen

  • James C. King (Hrsg.): Notker der Deutsche: Boethius’ Bearbeitung der „Categoriae“ des Aristoteles. Niemeyer, Tübingen 1972, ISBN 3-484-20057-X.
  • James C. King (Hrsg.): Notker der Deutsche: Boethius’ Bearbeitung von Aristoteles’ Schrift “De Interpretatione”. Niemeyer, Tübingen 1975, ISBN 3-484-20089-8.
  • Dimitrios Z. Nikitas (Hrsg.): Eine byzantinische Übersetzung von Boethius’ „De hypotheticis syllogismis“. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1982, ISBN 3-525-25165-3 (kritische Ausgabe).

Musiktheorie

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  • Calvin M. Bower, Claude V. Palisca: Anicius Manlius Severinus Boethius: Fundamentals of Music. Yale University Press, New Haven 1989, ISBN 0-300-03943-3 (englische Übersetzung von De institutione musica).
  • Christian Meyer (Hrsg.): Boèce: Traité de la musique. Brepols, Turnhout 2004, ISBN 2-503-51741-2 (unkritische Ausgabe von De institutione musica mit französischer Übersetzung).

Mathematik

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  • Henri Oosthout, Jean Schilling (Hrsg.): Anicii Manlii Severini Boethii De arithmetica. Brepols, Turnhout 1999, ISBN 2-503-00943-3 (kritische Ausgabe).
  • Jean-Yves Guillaumin (Hrsg.): Boèce: Institution Arithmétique. Les Belles Lettres, Paris 1995, ISBN 2-251-01390-3 (kritische Ausgabe mit französischer Übersetzung).
  • Michael Masi: Boethian Number Theory. A translation of the De Institutione Arithmetica. Rodopi, Amsterdam 1983, ISBN 90-6203-785-2.
  • Menso Folkerts (Hrsg.): „Boethius“ Geometrie II. Ein mathematisches Lehrbuch des Mittelalters. Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 1970, S. 69–82, 173–217 (lateinische Auszüge aus Euklids Elementen, die vermutlich aus einem verlorenen Werk des Boethius stammen).
  • Kai Brodersen: Boethius, Arithmetik. Zweisprachige Ausgabe lateinisch-deutsch. Edition Antike, Wissenschaftliche Buchgesellschaft wbg Darmstadt, 2022, ISBN 978-3-534-27426-0.

Theologie

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  • Michael Elsässer (Hrsg.): Anicius Manlius Severinus Boethius: Die Theologischen Traktate. Meiner, Hamburg 1988, ISBN 3-7873-0724-9 (unkritische Ausgabe mit deutscher Übersetzung).

Literatur und Hilfsmittel

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Übersichtsdarstellungen

  • Michael von Albrecht: Geschichte der römischen Literatur von Andronicus bis Boethius und ihr Fortwirken. Band 2. 3., verbesserte und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-026525-5, S. 1468–1495
  • Axel Bühler, Christoph Kann, Dieter Gutknecht: Anicius Manlius Severinus Boethius (ca. 480–524/526 n. Chr.). In: Wolfram Ax (Hrsg.): Lateinische Lehrer Europas. Fünfzehn Portraits von Varro bis Erasmus von Rotterdam. Böhlau, Köln 2005, ISBN 3-412-14505-X, S. 165–215
  • Siegmar Döpp: Boethius. In: Christoph Riedweg u. a. (Hrsg.): Philosophie der Kaiserzeit und der Spätantike (= Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike. Band 5/3). Schwabe, Basel 2018, ISBN 978-3-7965-3700-4, S. 2345–2382, 2401–2422
  • Dirk Kurt Kranz: Boethius, Anicius Manlius Severinus. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 24, Bautz, Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-247-9, Sp. 259–310.

Gesamtdarstellungen

  • Henry Chadwick: Boethius: The Consolations of Music, Logic, Theology, and Philosophy. Clarendon Press, Oxford 1981, ISBN 0-19-826447-X.
  • John Marenbon: Boethius. Oxford University Press, Oxford 2003, ISBN 0-19-513407-9 (Rezension von Jeffrey Hause online).
  • Luca Obertello: Severino Boezio. 2 Bände, Accademia Ligure di Scienze e Lettere, Genova 1974 (der zweite Band ist eine umfangreiche Bibliographie mit knappen Inhaltszusammenfassungen)

Aufsatzsammlungen zu mehreren Themenbereichen

  • Manfred Fuhrmann, Joachim Gruber (Hrsg.): Boethius. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1984, ISBN 3-534-07059-3 (Aufsätze zu Biographie, Werk und Rezeption).
  • Alain Galonnier (Hrsg.): Boèce ou la chaîne des savoirs. Peeters, Louvain-la-Neuve 2003, ISBN 90-429-1250-2 (Aufsätze zu Biographie, Werk und Rezeption)
  • John Marenbon (Hrsg.): The Cambridge Companion to Boethius. Cambridge University Press, Cambridge 2009, ISBN 978-0-521-69425-4

Consolatio philosophiae

  • Joachim Gruber: Kommentar zu Boethius, De consolatione philosophiae. 2., erweiterte Auflage, de Gruyter, Berlin und New York 2006, ISBN 978-3-11-017740-4.
  • Helga Scheible: Die Gedichte in der Consolatio Philosophiae des Boethius. Winter, Heidelberg 1972, ISBN 3-533-02246-3.

Logik

  • Karel Berka: Die Aussagenlogik bei Boethius. In: Philologus. Bd. 126, 1982, S. 90–98.

Musiktheorie

  • Anja Heilmann: Boethius’ Musiktheorie und das Quadrivium. Eine Einführung in den neuplatonischen Hintergrund von „De institutione musica“. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-25268-0 (behandelt auch eingehend Boethius’ Mathematikverständnis).

Mathematik

  • Wolfgang Bernard: Zur Begründung der mathematischen Wissenschaften bei Boethius. In: Antike und Abendland. Bd. 43, 1997, S. 63–89.
  • Gillian R. Evans: Introductions to Boethius's „Arithmetica“ of the tenth to the fourteenth century. In: History of science 16 (1978), S. 22–41.
  • Gillian R. Evans: A commentary on Boethius's Arithmetica of the 12th or 13th century. In: Annals of science 35 (1978), S. 131–141.
  • Detlef Illmer: Die Zahlenlehre des Boethius. In: Frieder Zaminer (Hrsg.): Geschichte der Musiktheorie. Band 3: Rezeption des antiken Fachs im Mittelalter. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1990, ISBN 3-534-01203-8, S. 219–252.

Rezeption

  • Pierre Courcelle: La Consolation de Philosophie dans la tradition littéraire. Antécédents et Postérité de Boèce. Études Augustiniennes, Paris 1967
  • Reinhold F. Glei, Nicola Kaminski, Franz Lebsanft (Hrsg.): Boethius Christianus? Transformationen der Consolatio Philosophiae in Mittelalter und Früher Neuzeit. De Gruyter, Berlin 2010, ISBN 978-3-11-021415-4.
  • Maarten J.F.M. Hoenen, Lodi Nauta (Hrsg.): Boethius in the Middle Ages. Latin and vernacular traditions of the Consolatio philosophiae. Brill, Leiden 1997, ISBN 90-04-10831-9.
  • Noel Harold Kaylor, Philip Edward Phillips (Hrsg.): A Companion to Boethius in the Middle Ages. Brill, Leiden 2012, ISBN 978-90-04-18354-4

Konkordanzen

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Commons: Boëthius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Boëthius – Quellen und Volltexte
Wikisource: Boëthius – Quellen und Volltexte (Latein)

Textausgaben und Übersetzungen

Literatur

Anmerkungen

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  1. ↑ Boethius, Zweiter Kommentar zu De interpretatione, S. 79,9 – 80,1 Meiser.
  2. ↑ Luca Obertello: Severino Boezio. Bd. 1, Genova 1974, S. 16.
  3. ↑ Joachim Gruber: Boethius 1925–1998. In: Lustrum 39, 1997, S. 307–383, hier: 327f.; Joachim Gruber: Kommentar zu Boethius, De consolatione philosophiae. 2. Auflage, Berlin 2006, S. 3 und Anm. 17. Die abweichende Datierung stammt von Luca Obertello: Severino Boezio. Bd. 1, Genova 1974, S. 17–20; ihm stimmt John Marenbon: Boethius. Oxford 2003, S. 7 zu.
  4. ↑ Joachim Gruber: Boethius 1925–1998. In: Lustrum 39, 1997, S. 328.
  5. ↑ Pierre Courcelle: 'Les lettres grecques en Occident. Paris 1948, S. 259–300; vgl. Joachim Gruber: Boethius 1925–1998. In: Lustrum 39, 1997, S. 341 und 358; Joachim Gruber: Kommentar zu Boethius, De consolatione philosophiae. 2. Auflage, Berlin 2006, S. 3 f.; Cornelia J. de Vogel: Boethiana I. In: Vivarium 9, 1971, S. 49–66 (plädiert für Ausbildung zuerst in Athen, dann in Alexandria); Jean-Yves Guillaumin (Hrsg.): Boèce: Institution Arithmétique. Paris 1995, S. XXII–XXV; Eleonore Stump: Boethius’s In Ciceronis Topica. Ithaca 1988, S. 1 f.
  6. ↑ Beat Näf: Senatorisches Standesbewusstsein in spätrömischer Zeit. Freiburg (Schweiz) 1995, S. 225–229; Joachim Gruber: Kommentar zu Boethius, De consolatione philosophiae. 2. Auflage, Berlin 2006, S. 11 f.
  7. ↑ Zur staatsrechtlichen Stellung Theoderichs gegenüber dem Kaiser siehe den klassischen Beitrag von Dietrich Claude: Universale und partikulare Züge in der Politik Theoderichs. In: Francia 6, 1978, S. 19–58, hier: 42–58 (Digitalisat). Eine neuere Diskussion bietet Hans-Ulrich Wiemer: Odovakar und Theoderich. Herrschaftskonzepte nach dem Ende des Kaisertums im Westen. In: Mischa Meier – Steffen Patzold (Hrsg.): Chlodwigs Welt, Stuttgart 2014, S. 293–338.
  8. ↑ Jean-Yves Guillaumin (Hrsg.): Boèce: Institution Arithmétique. Paris 1995, S. XI f.; Henry Chadwick: 'Boethius: The Consolations of Music, Logic, Theology, and Philosophy. Oxford 1981, S. 45 f.; vgl. Charles Henry Coster: Late Roman Studies. Cambridge (Massachusetts) 1968, S. 47.
  9. ↑ Frank M. Ausbüttel: Theoderich der Große. Darmstadt 2003, S. 137; Dorothee Kohlhas-Müller: Untersuchungen zur Rechtsstellung Theoderichs des Großen. Frankfurt a. M. 1995, S. 301.
  10. ↑ Dorothee Kohlhas-Müller: Untersuchungen zur Rechtsstellung Theoderichs des Großen. Frankfurt a. M. 1995, S. 270–272 und 301.
  11. ↑ John Moorhead: Theoderic in Italy. Oxford 1992, S. 129–135. Moorhead hält es für wahrscheinlich, dass auch Boethius selbst auf der Seite des Laurentius stand.
  12. ↑ Frank M. Ausbüttel: Theoderich der Große. Darmstadt 2003, S. 107, 111–112, 130–131; Dorothee Kohlhas-Müller: Untersuchungen zur Rechtsstellung Theoderichs des Großen. Frankfurt a. M. 1995, S. 282–286 und 302; John Moorhead: Theoderic in Italy. Oxford 1992, S. 198–200.
  13. ↑ Alexander A. Vasiliev: Justin the First, Cambridge (Mass.) 1950, S. 6.
  14. ↑ Wilhelm Enßlin: Theoderich der Große. 2. Auflage, München 1959, S. 304; Johannes Sundwall: Abhandlungen zur Geschichte des ausgehenden Römertums. Helsingfors 1919, S. 237–238; Joachim Gruber: Kommentar zu Boethius, De consolatione philosophiae. 2. Auflage, Berlin 2006, S. 11.
  15. ↑ Zu Boethius’ Gegnern siehe John Moorhead: Boethius and Romans in Ostrogothic Service. In: Historia 27, 1978, S. 604–612, hier: 609–612; John Moorhead: Theoderic in Italy. Oxford 1992, S. 226–235; Thomas S. Burns: A History of the Ostrogoths. Bloomington 1984, S. 104–105; Christoph Schäfer: Der weströmische Senat als Träger antiker Kontinuität unter den Ostgotenkönigen (490–540 n. Chr.). St. Katharinen 1991, S. 241–243, 247–250, 255–256.
  16. ↑ Vgl. Henning Börm: Westrom. Von Honorius bis Justinian, Stuttgart 2013, S. 115, 145–147.
  17. ↑ Die Überlieferung, wonach es ein Afrikaner namens Severus war, gilt heute nicht mehr als glaubwürdig, siehe John Moorhead: Theoderic in Italy. Oxford 1992, S. 219–220 und Christoph Schäfer: Der weströmische Senat als Träger antiker Kontinuität unter den Ostgotenkönigen (490–540 n. Chr.). St. Katharinen 1991, S. 243 Anm. 19.
  18. ↑ Frank M. Ausbüttel: Theoderich der Große. Darmstadt 2003, S. 133; Wilhelm Enßlin: Theoderich der Große. 2. Auflage, München 1959, S. 308 f.; Andreas Goltz: Barbar – König – Tyrann. Das Bild Theoderichs des Großen in der Überlieferung des 5. bis 9. Jahrhunderts. Berlin 2008, S. 167–168, 356–357.
  19. ↑ Zu den Einzelheiten siehe Christoph Schäfer: Der weströmische Senat als Träger antiker Kontinuität unter den Ostgotenkönigen (490–540 n. Chr.). St. Katharinen 1991, S. 244–246. Schäfer nimmt einen Vertuschungsversuch an, den er als grobe Verletzung der Dienstpflicht bewertet; ebenso Johannes Sundwall: Abhandlungen zur Geschichte des ausgehenden Römertums. Helsingfors 1919, S. 243–245 und Charles Henry Coster: Late Roman Studies. Cambridge (Massachusetts) 1968, S. 99. Anderer Meinung sind Hermann Tränkle: Philologische Bemerkungen zum Boethiusprozeß. In: Manfred Fuhrmann, Joachim Gruber (Hrsg.): Boethius. Darmstadt 1984, S. 52–63, hier: 56–59 und Joachim Gruber: Kommentar zu Boethius, De consolatione philosophiae. 2. Auflage, Berlin 2006, S. 12.
  20. ↑ Christoph Schäfer: Der weströmische Senat als Träger antiker Kontinuität unter den Ostgotenkönigen (490–540 n. Chr.). St. Katharinen 1991, S. 250–251.
  21. ↑ Anonymus Valesianus 85.
  22. ↑ Vgl. John Moorhead: Theoderic in Italy. Oxford 1992, S. 235.
  23. ↑ Zur „römischen Freiheit“ siehe John Moorhead: Theoderic in Italy. Oxford 1992, S. 220–222, zum Belastungsmaterial Christoph Schäfer: Der weströmische Senat als Träger antiker Kontinuität unter den Ostgotenkönigen (490–540 n. Chr.). St. Katharinen 1991, S. 251–253 und Andreas Goltz: Barbar – König – Tyrann, Berlin 2008, S. 357–358.
  24. ↑ Christoph Schäfer: Der weströmische Senat als Träger antiker Kontinuität unter den Ostgotenkönigen (490–540 n. Chr.). St. Katharinen 1991, S. 257–260, 294–295; Andreas Goltz: Barbar – König – Tyrann, Berlin 2008, S. 359–360 und Anm. 21.
  25. ↑ Zu dem Gericht siehe die Untersuchung von Charles Henry Coster: The Iudicium Quinquevirale. Cambridge (Massachusetts) 1935 (speziell zum Prozess des Boethius S. 40–63).
  26. ↑ Charles Henry Coster: Late Roman Studies. Cambridge (Massachusetts) 1968, S. 66–85; Zustimmung findet dieser Ansatz bei Catherine Morton: 'Marius of Avenches, the ‘Excerpta Valesiana’, and the Death of Boethius. In: Traditio 38, 1982, S. 107–136 und John Moorhead: Theoderic in Italy. Oxford 1992, S. 224–226 (zögernd). Vgl. Joachim Gruber: Boethius 1925–1998. In: Lustrum 39, 1997, S. 329. Eine ausführliche Argumentation für die Frühdatierung präsentiert Andreas Goltz: Barbar – König – Tyrann, Berlin 2008, S. 363–373.
  27. ↑ Die Angabe des Anonymus Valesianus lautet in agro Calventiano; wahrscheinlich ist Borgo Calvenzano, ein Stadtviertel von Pavia, gemeint. Da aber Marius von Avenches angibt in territorio Mediolanense („im Gebiet von Mailand“), wird auch Calvenzano in der Provinz Bergamo in Betracht gezogen. Zur Identifizierungsfrage siehe Luca Obertello: Severino Boezio. Bd. 1, Genua 1974, S. 122–125; Faustino Gianani: '„In agro Calventiano“: il luogo del supplizio di Boezio. In: Luca Obertello (Hrsg.): 'Congresso internazionale di studi boeziani (Pavia, 5–8 ottobre 1980). Atti. Rom 1981, S. 41–47; Catherine Morton: 'Boethius in Pavia: the Tradition and the Scholars. In: Luca Obertello (Hrsg.): 'Congresso internazionale di studi boeziani (Pavia, 5–8 ottobre 1980). Atti. Rom 1981, S. 49–58; Hermann Tränkle: Philologische Bemerkungen zum Boethiusprozeß. In: Manfred Fuhrmann, Joachim Gruber (Hrsg.): Boethius. Darmstadt 1984, S. 62 Anm. 26; Christoph Schäfer: Der weströmische Senat als Träger antiker Kontinuität unter den Ostgotenkönigen (490–540 n. Chr.). St. Katharinen 1991, S. 260 und Anm. 97; John Moorhead: Theoderic in Italy. Oxford 1992, S. 223 und Anm. 60.
  28. ↑ Fabio Troncarelli: Il sepolcro di Boezio. In: Litterae caelestes : rivista annuale internazionale di paleografia, codicologia, diplomatica e storia delle testimonianze scritte. 227-254 Auflage. Nr. 4, 2012, ISSN 1825-9189 (italienisch, academia.edu).
  29. ↑ Anonymus Valesianus 87.
  30. ↑ Frank M. Ausbüttel: Theoderich der Große. Darmstadt 2003, S. 137; Christoph Schäfer: Der weströmische Senat als Träger antiker Kontinuität unter den Ostgotenkönigen (490–540 n. Chr.). St. Katharinen 1991, S. 260.
  31. ↑ John Moorhead: 'Boethius and Romans in Ostrogothic Service. In: Historia 27, 1978, S. 604–612, hier: 610–612; Frank M. Ausbüttel: Theoderich der Große. Darmstadt 2003, S. 137; Wilhelm Enßlin: Theoderich der Große. 2. Auflage, München 1959, S. 310 f.
  32. ↑ Prokopios, De bello Gothico 3,20,29.
  33. ↑ Menso Folkerts (Hrsg.): „Boethius“ Geometrie II. Wiesbaden 1970, S. 69–82 und 173–217. Vgl. Jean-Yves Guillaumin (Hrsg.): Boèce: Institution Arithmétique. Paris 1995, S. XXV–XXVII. Die Zuschreibung an Boethius ist in der Forschung umstritten; dagegen argumentiert Max Lejbowicz: '„Cassiodorii Euclides“: éléments de bibliographie boécienne. In: Alain Galonnier (Hrsg.): 'Boèce ou la chaîne des savoirs. Louvain-la-Neuve 2003, S. 301–339.
  34. ↑ Pierre Hadot: 'Un fragment du commentaire perdu de Boèce sur les Catégories d’Aristote dans le Codex Bernensis 363. In: 'Archives d’Histoire Doctrinale et Littéraire du Moyen Age' 26, 1959, S. 11–27.
  35. ↑ Siehe dazu Ernst Gegenschatz: Zufall, Freiheit und Notwendigkeit – ein philosophiegeschichtlicher Exkurs im Kommentar des Boethius zur aristotelischen Schrift ‚De interpretatione‘. In: Peter Neukam (Hrsg.): Erbe, das nicht veraltet. München 1979, S. 5–61; Norman Kretzmann: 'Boethius and the truth about tomorrow’s sea battle. In: David Blank, Norman Kretzmann (Hrsg.): 'Ammonius: On Aristotle On Interpretation 9, with Boethius: On Aristotle On Interpretation 9, first and second commentaries. London 1998, S. 24–52.
  36. ↑ Lorenzo Minio-Paluello: Boethius als Übersetzer und Kommentator aristotelischer Schriften. In: Manfred Fuhrmann, Joachim Gruber (Hrsg.): Boethius. Darmstadt 1984, S. 146–154, hier: 151 f.; James Shiel: A Recent Discovery: Boethius’ Notes on the Prior Analytics. In: Vivarium 20, 1982, S. 128–141; Joachim Gruber: Boethius 1925–1998. In: Lustrum 39, 1997, S. 363–365; Sten Ebbesen: 'The Aristotelian commentator. In: John Marenbon (Hrsg.): 'The Cambridge Companion to Boethius. Cambridge 2009, S. 34–55, hier: 37.
  37. ↑ Siehe dazu die skeptischen Erwägungen von Sten Ebbesen: 'Commentators and Commentaries on Aristotle’s Sophistici Elenchi. Bd. 1: The Greek Tradition. Leiden 1981, S. 253 f.
  38. ↑ Joachim Gruber: Boethius 1925–1998. In: Lustrum 39, 1997, S. 371 f.; Susanne Bobzien: 'A Greek Parallel to Boethius’ De Hypotheticis Syllogismis. In: Mnemosyne 55, 2002, S. 285–300, hier: 285 f. und 300.
  39. ↑ Zur Bedeutung des Begriffs institutio bei Boethius siehe Lambert M. de Rijk: 'On the chronology of Boethius’ works on logic I. In: Vivarium 2, 1964, S. 1–49, hier: 41 f.
  40. ↑ Zu Boethius’ Philosophie der Mathematik siehe Wolfgang Bernard: Zur Begründung der mathematischen Wissenschaften bei Boethius. In: Antike und Abendland 43, 1997, S. 63–89; Anja Heilmann: Boethius’ Musiktheorie und das Quadrivium. Göttingen 2007, S. 130–151.
  41. ↑ Zur Funktion der Legende bei Boethius siehe Anja Heilmann: Boethius’ Musiktheorie und das Quadrivium. Göttingen 2007, S. 203–222.
  42. ↑ Siehe zu dem System die Inhaltszusammenfassung von De institutione musica bei Günther Wille: Musica Romana. Amsterdam 1967, S. 656–700, hier: 687–689.
  43. ↑ Cassiodor, Institutiones 2,6,3 und Variae 1,45,4.
  44. ↑ a b Cassiodor, Variae 1,45,4.
  45. ↑ Boethius, In librum Aristotelis peri hermeneias commentarii, secunda editio 3,9 (S. 190 Z. 13 Meiser); siehe dazu Henry Chadwick: 'Boethius: The Consolations of Music, Logic, Theology, and Philosophy. Oxford 1981, S. 139 f.
  46. ↑ Bernhard Pabst: Prosimetrum. Bd. 1, Köln 1994, S. 194 f.
  47. ↑ Eine Übersicht über die Forschungsmeinungen bietet Joachim Gruber: Boethius 1925–1998 (2. Teil). In: Lustrum 40, 1998, S. 199–259, hier: 222 f. Vgl. Christine Hehle: Boethius in St. Gallen. Tübingen 2002, S. 33–35.
  48. ↑ Zu den Forschungsmeinungen siehe Joachim Gruber: Boethius 1925–1998 (2. Teil). In: Lustrum 40, 1998, S. 223 f.; für bloßen Hausarrest plädiert Reinhold F. Glei: In carcere et vinculis? Fiktion und Realität in der Consolatio Philosophiae des Boethius. In: Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft 22, 1998, S. 199–213.
  49. ↑ Reinhold F. Glei: In carcere et vinculis? Fiktion und Realität in der Consolatio Philosophiae des Boethius. In: Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft 22, 1998, S. 204–206.
  50. ↑ Boethius, Consolatio philosophiae 3 pr. 10,23–25. Siehe dazu Michael V. Dougherty: The Problem of Humana Natura in the Consolatio Philosophiae of Boethius. In: American Catholic Philosophical Quarterly 78, 2004, S. 273–292, hier: 283–285 und 292.
  51. ↑ Boethius, Consolatio philosophiae 4 pr. 7,1–2.
  52. ↑ Boethius, Consolatio philosophiae 5 pr. 2,2–6. Siehe dazu Gerald Bechtle: Der Trost der Freiheit. Das fünfte Buch der Consolatio Philosophiae des Boethius zwischen Vorlagen und Originalität. In: Philologus 150, 2006, S. 265–289, hier: 272–286; John Marenbon: Boethius. Oxford 2003, S. 123 f.
  53. ↑ Paul-Bernd Lüttringhaus: Gott, Freiheit und Notwendigkeit in der Consolatio philosophiae des Boethius. In: Albert Zimmermann (Hrsg.): Studien zur mittelalterlichen Geistesgeschichte und ihren Quellen. Berlin 1982, S. 53–101, hier: 85–101.
  54. ↑ Die Signifikanz der Anklänge an Bibelstellen ist umstritten; siehe dazu James Shiel: Fortiter suaviter. In: Plekos 1, 1998/1999, S. 1–19 (online PDF, 212 kB); Danuta Shanzer: 'Interpreting the Consolation. In: John Marenbon (Hrsg.): 'The Cambridge Companion to Boethius. Cambridge 2009, S. 228–254, hier: 241 f.; Henry Chadwick: 'Boethius: The Consolations of Music, Logic, Theology, and Philosophy. Oxford 1981, S. 237 f.
  55. ↑ Boethius, Consolatio philosophiae 5 pr. 6,6–14.
  56. ↑ Zur platonischen Metaphysik des Boethius siehe Matthias Baltes: Gott, Welt, Mensch in der Consolatio Philosophiae des Boethius. In: Matthias Baltes: Dianoemata. Kleine Schriften zu Platon und zum Platonismus. Stuttgart 1999, S. 51–80.
  57. ↑ Eine Übersicht über die ältere Literatur bietet Joachim Gruber: Boethius 1925–1998. In: Lustrum 39, 1997, S. 321 f. und 324 sowie Boethius 1925–1998 (2. Teil). In: Lustrum 40, 1998, S. 232–234.
  58. ↑ Reinhold Glei: Dichtung und Philosophie in der Consolatio Philosophiae des Boethius. In: Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft 11, 1985, S. 225–238, hier: 225 und 238.
  59. ↑ Luca Obertello: Severino Boezio. Bd. 1, Genova 1974, S. 257–285; Reinhold F. Glei: In carcere et vinculis? Fiktion und Realität in der Consolatio Philosophiae des Boethius. In: Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft 22, 1998, S. 211 Anm. 38. Für die Echtheit von De fide catholica plädiert Henry Chadwick: 'The Authenticity of Boethius’ Fourth Tractate, De Fide Catholica. In: The Journal of Theological Studies 31, 1980, S. 551–556.
  60. ↑ Phoebe Robinson: 'Dead Boethius: Sixth-Century Accounts of a Future Martyr. In: Viator 35, 2004, S. 1–19; Howard R. Patch: The Beginnings of the Legend of Boethius. In: Speculum 22, 1947, S. 443–445.
  61. ↑ Silvia Albesano: Consolatio Philosophiae volgare. Heidelberg 2006, S. 27–29.
  62. ↑ Peter Dronke: Vita Boethii. From the Early Testimonies to Boecis. In: Dorothea Walz (Hrsg.): Scripturus vitam. Heidelberg 2002, S. 287–294, hier: 288–291.
  63. ↑ Petrus Lombardus, Libri IV sententiarum, Liber IV distinctio 33 c. 1.
  64. ↑ Helmuth-Wilhelm Heinz (Hrsg.): 'Grazia di Meo, Il libro di Boeçio de chonsolazione (1343). Frankfurt a. M. 1984, S. 7 f.
  65. ↑ Diane K. Bolton: The Study of the Consolation of Philosophy in Anglo-Saxon England. In: Archives d’Histoire Doctrinale et Littéraire du Moyen Age 44, 1977, S. 33–78, hier: 33–35; Pierre Courcelle: La Consolation de Philosophie dans la tradition littéraire. Paris 1967, S. 29–31 und 33–49.
  66. ↑ Bernd Bastert: Kontinuitäten eines »Klassikers«. Zur spätmittelalterlichen deutschen Rezeption der ›Consolatio Philosophiae‹ des Boethius. In: Manfred Eikelmann, Udo Friedrich (Hrsg.): Praktiken europäischer Traditionsbildung im Mittelalter: Wissen – Literatur – Mythos. Berlin 2013, S. 117–140 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche); Manfred Eikelmann: Boethius für Laien. In: Reinhold F. Glei, Nicola Kaminski, Franz Lebsanft (Hrsg.): Boethius Christianus? Transformationen der Consolatio Philosophiae in Mittelalter und Früher Neuzeit. Berlin 2010, S. 129–156, hier: 130 f.
  67. ↑ Malcolm Godden, Susan Irvine (Hrsg.): 'The Old English Boethius. Bd. 1, Oxford 2009, S. 8 und 140–151.
  68. ↑ Franz Lebsanft: Der Trost der Philosophie und die christliche Tugend der Demut. In: Reinhold F. Glei, Nicola Kaminski, Franz Lebsanft (Hrsg.): Boethius Christianus? Transformationen der Consolatio Philosophiae in Mittelalter und Früher Neuzeit. Berlin 2010, S. 303–331, hier: 304 und Anm. 3; Silvia Albesano: Consolatio Philosophiae volgare. Heidelberg 2006, S. 40–45; Glynnis M. Cropp: 'The Medieval French Tradition. In: Maarten J.F.M. Hoenen, Lodi Nauta (Hrsg.): 'Boethius in the Middle Ages. Leiden 1997, S. 243–265.
  69. ↑ Silvia Albesano: Consolatio Philosophiae volgare. Heidelberg 2006, S. 45–53.
  70. ↑ Orland Grapí, Glòria Sabaté: Traducciones de Boecio en la Corona de Aragón. In: Euphrosyne 29, 2001, S. 211–220.
  71. ↑ Manolis Papathomopoulos (Hrsg.): Anicii Manlii Severini Boethii De consolatione philosophiae. Traduction grecque de Maxime Planude. Athen 1999, S. LIV–LVIII (mit Hinweisen auf die ältere Literatur); Nóra Fodor: Die Übersetzungen lateinischer Autoren durch M. Planudes. Dissertation Heidelberg 2004, S. 200–211.
  72. ↑ Zur Glossierung der Consolatio siehe Joseph Wittig: 'The ‘Remigian’ Glosses on Boethius’s Consolatio Philosophiae in Context. In: Charles D. Wright u. a. (Hrsg.): 'Source of Wisdom: Old English and Early Medieval Latin Studies in Honour of Thomas D. Hill. Toronto 2007, S. 168–200.
  73. ↑ Susanna E. Fischer: Boethius Christianus sive Platonicus. Frühe mittelalterliche Kommentare zu O qui perpetua mundum ratione gubernas. In: Reinhold F. Glei, Nicola Kaminski, Franz Lebsanft (Hrsg.): Boethius Christianus? Transformationen der Consolatio Philosophiae in Mittelalter und Früher Neuzeit. Berlin 2010, S. 157–177.
  74. ↑ Christine Hehle: Boethius in St. Gallen. Tübingen 2002, S. 50f.
  75. ↑ Für Einzelheiten siehe die zahlreichen Belege bei Bernhard Pabst: Prosimetrum. Bd. 1 und 2, Köln 1994.
  76. ↑ Dante, Convivio 2,13.
  77. ↑ Dante, Divina Commedia, Paradiso 10, 124–129. Zu Dantes Boethius-Rezeption siehe Winthrop Wetherbee: 'The Consolation and medieval literature. In: John Marenbon (Hrsg.): 'The Cambridge Companion to Boethius. Cambridge 2009, S. 279–302, hier: 298–300.
  78. ↑ Pierre Courcelle: 'La Consolation de Philosophie dans la tradition littéraire. Paris 1967, S. 67–99 und 185–190; im Tafelteil sind zahlreiche Abbildungen zusammengestellt.
  79. ↑ Petrus Abaelardus, Theologia Christiana 1,134.
  80. ↑ Osmund Lewry: 'Boethian Logic in the Medieval West. In: Margaret Gibson (Hrsg.): 'Boethius. His Life, Thought and Influence. Oxford 1981, S. 90–134, hier: 120.
  81. ↑ Sten Ebbesen: George Pachymeres and the Topics. In: 'Cahiers de l’Institut du Moyen-Âge grec et latin' 66, 1996, S. 169–185.
  82. ↑ Matthias Hochadel (Hrsg.): Commentum Oxoniense in musicam Boethii. München 2002, S. LXXIX–XC.
  83. ↑ Siehe dazu Michael Bernhard: Überlieferung und Fortleben der antiken lateinischen Musiktheorie im Mittelalter. In: Frieder Zaminer (Hrsg.): Geschichte der Musiktheorie. Band 3: Rezeption des antiken Fachs im Mittelalter. Darmstadt 1990, S. 7–35, hier: 30.
  84. ↑ Wolfgang Bernard: Zur Begründung der mathematischen Wissenschaften bei Boethius. In: Antike und Abendland 43, 1997, S. 64.
  85. ↑ Anthony Grafton: 'Epilogue: Boethius in the Renaissance. In: Margaret Gibson (Hrsg.): 'Boethius. His Life, Thought and Influence. Oxford 1981, S. 410–414, hier: 410 f.
  86. ↑ Vallas Äußerungen sind zusammengestellt und erörtert bei Edward A. Synan: Boethius, Valla, and Gibbon. In: The Modern Schoolman 69, 1991/92, S. 475–491, hier: 476 Anm. 8–12 und S. 477–482. Vgl. Anthony Grafton: 'Epilogue: Boethius in the Renaissance. In: Margaret Gibson (Hrsg.): 'Boethius. His Life, Thought and Influence. Oxford 1981, S. 411.
  87. ↑ Siehe dazu Joachim Gruber: Kommentar zu Boethius, De consolatione philosophiae. 2. Auflage, Berlin 2006, S. 22 Anm. 45; Anthony Grafton: 'Epilogue: Boethius in the Renaissance. In: Margaret Gibson (Hrsg.): 'Boethius. His Life, Thought and Influence. Oxford 1981, S. 413.
  88. ↑ Angelo Poliziano: Liber miscellaneorum Kapitel 1.
  89. ↑ Zur Verwendung in der Schule siehe Robert Black, Gabriella Pomaro: 'La consolazione della filosofia nel medioevo e nel rinascimento italiano. Firenze 2000, S. 3–50.
  90. ↑ Zu dieser Ausgabe siehe Mauro Nasti De Vincentis: Boethiana. In: Elenchos 27, 2006, S. 377–407, hier: 405 f. und Anm. 47.
  91. ↑ Siehe zu dieser Übersetzung Deanne Williams: 'Boethius Goes to Court: The Consolatio as Advice to Princes from Chaucer to Elizabeth I. In: Catherine E. Léglu, Stephen J. Milner (Hrsg.): 'The Erotics of Consolation. New York 2008, S. 205–226, hier: 219–223.
  92. ↑ Edward A. Synan: Boethius, Valla, and Gibbon. In: The Modern Schoolman 69, 1991/92, S. 477.
  93. ↑ Carl Prantl: Geschichte der Logik im Abendlande. Bd. 1, Leipzig 1855, S. 681 f.
  94. ↑ John Marenbon: Boethius. Oxford 2003, S. 4–6, 20, 25–32, 94 f. und 98.
  95. ↑ Jonathan Barnes: 'Boethius and the Study of Logic. In: Margaret Gibson (Hrsg.): 'Boethius. His Life, Thought and Influence. Oxford 1981, S. 73–89, hier: 79–85; James Shiel: 'Boethius’ commentaries on Aristotle. In: Richard Sorabji (Hrsg.): Aristotle Transformed. The Ancient Commentators and Their Influence. 2., überarbeitete Auflage, London 2016, S. 377–402. Vgl. ferner Gerald Bechtle: Der Trost der Freiheit. Das fünfte Buch der Consolatio Philosophiae des Boethius zwischen Vorlagen und Originalität. In: Philologus 150, 2006, S. 265–289, hier: 269f., 283–287.
  96. ↑ Franz Brunhölzl: Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Bd. 1, München 1975, S. 25–27. Vgl. Joachim Gruber: Boethius 1925–1998. In: Lustrum 39, 1997, S. 322 f.; Edward A. Synan: Boethius, Valla, and Gibbon. In: The Modern Schoolman 69, 1991/92, S. 475–491, hier: 475 f. und 476 Anm. 4.
  97. ↑ Siehe dazu William Bark: 'The Legend of Boethius’ Martyrdom. In: Speculum 21, 1946, S. 312–317.
  98. ↑ Beispielsweise Charles Henry Coster: Late Roman Studies. Cambridge (Massachusetts) 1968, S. 55–85; Beat Näf: Senatorisches Standesbewusstsein in spätrömischer Zeit. Freiburg (Schweiz) 1995, S. 224; Luca Obertello: Severino Boezio. Bd. 1, Genova 1974, S. 87–120; John Marenbon: Boethius. Oxford 2003, S. 9 f.; Hermann Tränkle: Philologische Bemerkungen zum Boethiusprozeß. In: Manfred Fuhrmann, Joachim Gruber (Hrsg.): Boethius. Darmstadt 1984, S. 54–59 und 63.
  99. ↑ William Bark: 'Theoderic vs. Boethius: Vindication and Apology. In: The American Historical Review 49, 1944, S. 410–426, hier: 423–426.
  100. ↑ Beispielsweise Frank M. Ausbüttel: Theoderich der Große. Darmstadt 2003, S. 133 f.; Johannes Sundwall: Abhandlungen zur Geschichte des ausgehenden Römertums. Helsingfors 1919, S. 240 und 245; John Marenbon: Boethius. Oxford 2003, S. 10. Vgl. Christoph Schäfer: Der weströmische Senat als Träger antiker Kontinuität unter den Ostgotenkönigen (490–540 n. Chr.). St. Katharinen 1991, S. 247 und Andreas Goltz: Barbar – König – Tyrann, Berlin 2008, S. 357 und 360 f.
  101. ↑ Andreas Goltz: Barbar – König – Tyrann. Berlin 2008, S. 374.
  102. ↑ Diese Auffassung vertreten Frank M. Ausbüttel: Theoderich der Große. Darmstadt 2003, S. 135, Charles Henry Coster: The Iudicium Quinquevirale. Cambridge (Massachusetts) 1935, S. 53 und 60 und besonders nachdrücklich Hermann Tränkle: Philologische Bemerkungen zum Boethiusprozeß. In: Manfred Fuhrmann, Joachim Gruber (Hrsg.): Boethius. Darmstadt 1984, S. 61–63. Anders urteilt Christoph Schäfer: Der weströmische Senat als Träger antiker Kontinuität unter den Ostgotenkönigen (490–540 n. Chr.). St. Katharinen 1991, S. 254 und 261 f.; er meint, das Verfahren sei „nach geltendem Recht und Gesetz korrekt und ohne ein willkürliches Eingreifen des Königs“ durchgeführt worden (S. 262). Vgl. Andreas Goltz: Barbar – König – Tyrann. Berlin 2008, S. 359–361, der in dieser Frage eine mittlere Position einnimmt.
  103. ↑ Erik Bach: Théodoric, Romain ou Barbare? In: Byzantion 25–27, 1955–1957, S. 413–420, hier: 418–420; John Moorhead: 'The Last Years of Theoderic. In: Historia 32, 1983, S. 106–120, hier: 117–120; Reinhold F. Glei: In carcere et vinculis? Fiktion und Realität in der Consolatio Philosophiae des Boethius. In: Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft 22, 1998, S. 207; Thomas S. Burns: 'A History of the Ostrogoths. Bloomington 1984, S. 104 f.
  104. ↑ Christoph Schäfer: Der weströmische Senat als Träger antiker Kontinuität unter den Ostgotenkönigen (490–540 n. Chr.). St. Katharinen 1991, S. 261 f.; Herwig Wolfram: Die Goten. 3. Auflage, München 1990, S. 331; Andreas Goltz: Barbar – König – Tyrann. Berlin 2008, S. 374–376.
  105. ↑ Andreas Goltz: Barbar – König – Tyrann. Berlin 2008, S. 375–400.
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