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Anmerkung:AbhVrhSpr (Grotz)/Einleitung:019

aus AufEinWort, der freien Forschung

Vgl. etwa Wilhelm von Conches, Glose super Priscianum (zit. in: Petrus Helias [1993], 30): «[G]enus grammatice logica sermonicalis dicitur.[1] Logica alia est rationativa, alia sermonicalis.[2] Sicque est ad duo equivocum, logica, hoc nomen, quod secundum logon apud grecos equivocum est ad sermonen et ad rationem.[3]» (‹Der Bereich der Grammatik wird als sprachbezogene Logik bezeichnet. Die Logik ist teils auf das Denken, teils auf die Sprache bezogen. Somit bezieht sich der Name ‹ Logik› äquivok auf Zweierlei, weil er sich entsprechend dem ‹logos› der Griechen äquivok auf die Sprache und auf das Denken bezicht.›) Ähnlich auch Johannes von Salisbury, Metalogicus I.10 (ed. Migne [1885], col. 837). - Die nämliche Stoßrichtung scheint Heideggers Betonung einer notwendigen begrifflichen Scheidung zwischen der ‹logischen › Grammatik und der disziplinären Logik im engeren Sinne aufzuweisen: «Soll der Begriff ‹logische Grammatik› besagen, die Grammatik müsse aus der Logik abgeleitet werden, dann liegt darin etwas Unmögliches. Wenn man nun aber darauf hinweist, daß logisch unwahre Urteile sich grammatisch völlig richtig ausdrücken lassen, und daraus schließt: also ist die Grammatik nicht logisch, dann versteht man unter dem logischen bzw: alogischen Charakter der Sprache ctwas ganz anderes, als was die logische Bedeutungsichre mit dem Ausdruck ‹logisch› meint. Logisch und logisch sind in beiden Fällen nicht dasselbe.» (Ileidegger [1972]. 281.) Zu diesem Problemkreis vgl. auch Pinborg (1967), 58f.


  1. ↑ "Die Gattung der Grammatik wird sprachliche Logik genannt."
  2. ↑ "Die Logik ist die eine vernunftbezogen (rationativa), die andere sprachbezogen (sermonicalis)."
  3. ↑ Und so ist dieser Name logica hinsichtlich zweier Dinge mehrdeutig, weil nach dem griechischen logos bei den Griechen eine Mehrdeutigkeit hinsichtlich Rede (sermo) und Vernunft (ratio) besteht.