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Anmerkung:AbhVrhSpr (Grotz)/Einleitung:034

aus AufEinWort, der freien Forschung

Diese Auffassung geht in ihren Grundzügen bekanntlich auf das traditionelle Verständins der Eingangspassagen von Aristoteles, De interpr. 16 a 3ft. zurück. Für den Traktat vgl. VI, 8 und XLV, 7. – Unter diesem allgemeinen sprachtheoretischen Vorzeichen sieht Pinborg (1967), 192 in der nominalistischen Sprachkritik eine radikalisierte Fortführung der modistischen Sprachauffassung: «Vor allem ist der ‹sprachlogische› Ansatz, der immer schon in der modistischen Lehre zu finden war, nach der die Bedeutung durch eine impositio [Prägung] des Intellekts zustande kam, die keineswegs vom Lautsubstrat beeinflusst wurde, von den Nominalisten bis zu seinen letzten Konsequenzen durchgeführt worden.» Für die terministische Logik Ockhams bestand aber die letzte Konsequenz dieses sprachlogischen Ansatzes in der völligen Degradierung der natürlichen Sprache (oratio vocalis) zu einem sekundären Zeichen für mentale Konzepte, auf deren elementare Strukturen hin die ‹Verunreinigung› der natürlichen Sprache zu sichten und logisch zu purifizieren ist – eine Konsequenz, die in dieser Form den sprachlogischen Ansatz der Modisten weniger weiterverfolgt als diesem zuwiderläuft. Weiteres dazu unten, xxff.