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Anmerkung:AbhVrhSpr (Grotz)/Einleitung:094

aus AufEinWort, der freien Forschung

Gerade diese (aus Aristoteles' «De interpretatione» abgeleitete) ‹Abwertung› der einzelsprachlichen vox gegenüber der umfassenderen Bestimmung der Sprache(n) als zeichenhafte vox (vox significativa) und die damit einhergehende Analyse der universalen grammatischen Formung aller Sprache am exklusiven Beispiel der vox Latina trennt die spekulative Grammatik scharf von einer sprachtheoretischen Reflexion, die sich im Ausgang von Wilhelm von Humboldt darüber bewußt geworden ist, von welch entscheidender Bedeutung die distributive, d. h. hier: die jeweils interne Analyse des grammatischen Baus von Einzelsprachen ist, um die verfälschende Applikation ein und desselben grammatischen Modells auf verschiedene Sprachtypen und -familien zu vermeiden. Für Humboldt vgl. in diesem Zusammenhang etwa seinen Aufsatz «Ueber das Entstehen der grammatischen Formen, und ihren Einfluss auf die Ideenentwicklung» (Humboldt (1960)); für das 20. Jhd. seien hier nur die (gerade in methodologischer Hinsicht) bahnbrechenden Studien zu den Indianersprachen Nordamerikas von Franz Boas (1911), Edward Sapir (1968) und Benjamin L. Whorf (1956) erwähnt.