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Anmerkung:PsyErkDunSco (Werner)/346:04

aus AufEinWort, der freien Forschung

Creavit Deus in primis operibus duarum creaturarum differentias, ad quas aliquo modo omni multitudo creata habet reduci, quasi duo extrema creaturarum, scil, spiritualem et corporalem. Omnis autem creatura vel ad hanc vel ad illam vel ad compositam ex utraque reducitur. Et sub istis gradibus ordine admirabili per immediatos gradus a creatura, quae est prope se, conjungendo infima superiorum supremis inferiorum processit, quasi rectam lineam pertrahendo. Sed quia linea reeta est imperfecta, ideo in fine operum, scil, sexta die lineam rectam in circulum reflexit, dum illo die faciens hominem creaturam spiritualem et corporalem in unitate suppositi univit. Rer. princip. qu. 12, art. 1.


„Gott hat in den ersten Werken die Unterschiede zweier Kreaturen [Seinsbereiche] erschaffen, auf die in gewisser Weise die gesamte geschaffene Vielheit zurückgeführt werden muss, quasi als die zwei Äußersten der Kreaturen: nämlich die geistige [spirituelle] und die körperliche. Jede Kreatur wird entweder auf diese oder auf jene oder auf eine aus beiden zusammengesetzte zurückgeführt.

Und unter diesen Stufen ging Er in einer wunderbaren Ordnung vor, indem Er durch unmittelbare Stufen jeweils das Niedrigste der höheren Bereiche mit dem Höchsten der niederen Bereiche verband, so als ob Er eine gerade Linie zöge.

Weil aber eine gerade Linie unvollkommen ist, hat Er am Ende der Werke, nämlich am sechsten Tag, die gerade Linie zu einem Kreis gebogen, indem Er an jenem Tag den Menschen erschuf und darin die geistige und die körperliche Kreatur in der Einheit der Person [in unitate suppositi] vereinte.“