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Anmerkung:PsyErkDunSco (Werner)/369:01

aus AufEinWort, der freien Forschung

Sicut non concipimus entia perfectissima, nisi per effectus et per habitudinem ad efficiens, ita nec etiam diminuta, nisi per entia perfectiora et per sensibilia. Et ideo materiam non cognoscimus nisi per habitudinem ad formam, quia transmutatur ab una forma ad aliam, et hoc propter imperfectionem intellectus nostri in via, qui non intelligit, nisi per sensibilia. 1 dist. 36, qu. 4 (Op. Paris.).


(Hinweis zur Quelle: Das Zitat stammt aus Duns Scotus' Pariser Vorlesungen, den Reportata Parisiensia [hier abgekürzt als Op. Paris.], Buch 1, Distinctio 36, Quaestio 4).

„So wie wir die vollkommensten Wesen [wie Gott oder Engel] nur durch ihre Wirkungen und durch ihr Verhältnis zur bewirkenden Ursache begreifen, so begreifen wir auch die geminderten [unvollkommenen] Wesen nur durch vollkommenere Wesen und durch die Sinnendinge. Und aus diesem Grund erkennen wir die Materie nur durch ihr Verhältnis zur Form, weil sie von einer Form in eine andere verwandelt wird; und dies liegt an der Unvollkommenheit unseres Intellekts im irdischen Zustand [intellectus nostri in via], der nur mithilfe von Sinnendingen denkt.“