Antagonismus
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Antagon-ismus m. ‘Gegensammlung, Gegenführung; 'Gegensatz, Gegnerschaft’, ‘Widerstreit’,
- denn das zugrundeliegende Verb griech. antagōnízesthai (ἀνταγωνίζεσθαι) bedeutet ‘gegeneinander kämpfen, miteinander rivalisieren’.
- Es ist eine Präfixbildung (s. anti-) zu dem von griech. agṓn (ἀγών) ‘Kampf(platz), Wettkampf’ (wozu auch Agonie, s. d.) abgeleiteten Verbum agōnízesthai (ἀγωνίζεσθαι) ‘um etw. kämpfen’.
- Als Verbalabstraktum auf -ism- (-ισμ-) kennt das Griech. zu diesem Verb nur das Neutrum antagṓnisma (ἀνταγώνισμα) ‘Widerstreit’,
- während das Simplex gleich anderen Verben auf -ízein (-ίζειν) auch das Maskulinum agōnismós (ἀγωνισμός) ‘das Kämpfen, Streben’ bildet.
- Es ist eine Präfixbildung (s. anti-) zu dem von griech. agṓn (ἀγών) ‘Kampf(platz), Wettkampf’ (wozu auch Agonie, s. d.) abgeleiteten Verbum agōnízesthai (ἀγωνίζεσθαι) ‘um etw. kämpfen’.
- Das Deutsche nimmt in der 2. Hälfte des 18. Jhs. latinisiertes Antagonismus auf,
- bezieht es seit der Mitte des 19. Jhs. vornehmlich auf geschichtliche, gesellschaftliche Gegensätze
- und schafft dadurch die Voraussetzung für die terminologische Bedeutung,
- die das Wort in der marxistisch-leninistischen Philosophie angenommen hat:
- ‘dialektischer Widerspruch, der auf dem unversöhnlichen Interessengegensatz verschiedener gesellschaftlicher Klassen beruht’. –
- die das Wort in der marxistisch-leninistischen Philosophie angenommen hat:
- Älter ist die Entlehnung des Nomen agentis Antagonist
- vgl. Antagonismus (Physiologie)