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Boden

aus AufEinWort, der freien Forschung

bod-en m.

Wrtdtng: Eigentlich eine auf Grund oder Erde erhöht gebaute gefestigte Fläche, Lagerfläche, Ebene, die einen darüber befindlichen Raum als Grundlage dient – daher auch Dachboden, Boden unter dem Dach und der Raum; bearbeiteter Grund, bearbeitetes Erdreich, daher der Spruch 'Grund und Boden' als rechtliche Bestandteile eines Grundstück. bod könnte mit agr. bā́s verwandt sein.

Die spätere Bedeutung ‘Raum unter dem Dach’ (16. Jh.) ist nur im Dt. üblich

    • ‘Erdoberfläche, Grund’,
      • ahd. bodam (9. Jh.),
      • mhd. frühnhd. (bis ins 17. Jh.) bodem,
      • mhd. auch boden,
      • asächs. boðom,
      • mnd. bōdem(e), auch boddem, bodden,
      • mnl. bōdem,
      • nl. bodem,
      • afries. boden,
      • aengl. botm, bodan,
      • engl. bottom,
      • anord. botn,
      • swed. botten
    • zeigen ungeklärten Dentalwechsel
      • (auf einem Nebeneinander von germ. *buþma-, *buðma-, *butma-,
      • uig. d, dh und t beruhend?)
      • wie auch einen Wechsel von m- und n-Suffix.
    • Ein ähnlicher Suffixwechsel zeigt sich bei den außergerm. Verwandten
      • griech. pythmḗn (πυθμήν),
      • aind. budhnáḥ ‘Grund, Boden’.
    • n-Infix hat dagegen
      • lat. fundus (s. Fundus),
      • mir. bond, bonn ‘Sohle, Grundlage, Stütze’
    • und wohl auch
      • awest. bū̌na- (aus *bundna-?).
    • Man versucht, die unterschiedlichen Suffixe
      • aus einem schon uig. Wechsel von miteinander ablautendem -men- und -mno- (woraus -mo- und -no-) herzuleiten
      • oder, von einem ursprünglichen uig. *bhudhno- ausgehend,
      • die m-Suffixe als Dissimilationserscheinung zu fassen.
    • Das infigierte n steht offenbar in Zusammenhang mit dem n-Suffix und könnte auf alter Metathese beruhen.
    • Die spätere Bedeutung ‘Raum unter dem Dach’ (16. Jh.) ist nur im Dt. üblich. –
    • bodenlos, bodenständig