Zum Inhalt springen

Bruch

aus AufEinWort, der freien Forschung

bruch ‘das Brechen, das Gebrochene’, auch ‘Stelle, wo etw. gebrochen ist’; numerus frāctus; ‘Rand, Grenze’ über ‘Grenzsumpf’ zu ‘Sumpfland’

Bruch1 m. ‘das Brechen, das Gebrochene’, auch ‘Stelle, wo etw. gebrochen ist’; numerus frāctus

  • Das westgerm. Verbalabstraktum
      • ahd. bruh ‘Bruch, Riß, abgebrochenes Stück, Ausbruch’ (8./9. Jh.),
      • mhd. bruch ‘Bruch, Riß, abgebrochenes Stück, Mangel, Vergehen’,
      • asächs. bruki ‘Riß’,
      • mnd. brȫke ‘Bruch, Spalt, Abfall, Mangel, Vergehen, Geldbuße’,
      • mnl. broke ‘Bruch, Mangel, Vergehen, Geldbuße’,
      • aengl. bryce ‘Bruch, abgebrochenes Stück’
    • ist eine ablautende Bildung zu dem unter brechen (s. d.) dargestellten germ. Verb.
    • Es zeigt im Dt., den Verwendungen dieses Verbs folgend, eine reiche Bedeutungsauffächerung und steht seit dem Spätmhd. und besonders im Nhd. häufig als zweites Glied verdeutlichender, teilweise auf vorausgehenden zusammengesetzten Adjektiven mit -brüchig basierender Komposita (z. B. Damm-, Schiff-, Wolkenbruch; Ehe-, Treu-, Vertrags-, Wortbruch).
    • Fachlicher Sondergebrauch findet sich namentlich in der Medizin (für lat. frāctūra ‘Knochenbruch’, bereits ahd. vereinzelt vom Brechen der Gliedmaßen; auch für lat. hernia ‘Eingeweidebruch’, 15. Jh.) und in der Mathematik (Ende 15. Jh., neben gleichzeitigem gebrochene Zahl für lat. numerus frāctus). –

Bruch2 n. und m. ‘mit Bäumen und Sträuchern bewachsenes Sumpfland’.

  • Die Herkunft des nur westgerm. bezeugten Substantivs
      • ahd. bruoh (11. Jh.),
      • mhd. bruoch,
      • mnd. brōk,
      • mnl. broec, brouc,
      • nl. broek ‘Sumpfland, Moorboden’ sowie (semantisch abweichend)
      • aengl. brōc,
      • engl. brook ‘Bach, Fluß, Strömung’
    • ist unsicher.
    • Dittmaier in: ZfdA 84 (1952) 174 ff. nimmt Verwandtschaft von germ. *brōka- mit air. mruig, mir. bruig ‘Landstrich, Gehöft’, kymr. bret. bro ‘Bezirk’ an, die ihrerseits (da anlautendes ie. mr- zu kelt. germ. br- wird) auf ie. *mrō̌g̑- zurückgehen und etymologisch zu lat. margo ‘Rand, Grenze’, nhd. Mark1 ‘Grenze, Grenzland’ (s. d.) gehören. Danach ist für Bruch eine semantische Entwicklung von ‘Rand, Grenze’ über ‘Grenzsumpf’ zu ‘Sumpfland’ vorauszusetzen (ein ähnlicher Bedeutungswandel findet sich unter Mark1). –

Bruch steht für:

Geologie und Mineralogie:

Lebensmittel:

Werktitel:

  • Bruch (Hein), Schauspiel von Christoph Hein (1999)
  • Der Bruch, DEFA-Kriminalfilmkomödie von Frank Beyer (1989)


Bruch als Eigenname von Personen und Firmen:


Bruch steht für folgende geografische Objekte:

Gemeinden:

  • Bruch (Eifel), Gemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz
  • Bruch (Lot-et-Garonne), Kommune im Département Lot-et-Garonne, Frankreich
  • Bruch, spanischer Name der katalanischen Gemeinde El Bruc in der Provinz Barcelona

Gemeindeteile:

historisch:

Schutzgebiet:

Gebäude:


Siehe auch

Wiktionary: Bruch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen