Werk:Compendium/26
▷Facit igitur homo suas considerationes circa talia et scientiam rerum facit ex signis et vocabulis, sicut deus mundum ex rebus, et ultra de ornatu et concordantia et pulchritudine atque vigorositate et virtute orationis artes addit vocabulis naturam imitando. Ita grammaticae addit rhetoricam, poesim, musicam, logicam et alias artes, quae omnes artes signa sunt naturae. Sicut enim mens sonum in natura repperit et artem addidit, ut omnia signa rerum in sono poneret, ita concordantiae, quam in natura repperit, in sonis artem addidit musicae omnes concordantias designandi. Et ita de reliquis.
Der Mensch stellt seine Betrachtungen über dergleichen an und bildet sich, so wie Gott die Welt aus den Dingen bildet, aus den Zeichen und Worten seine Wissenschaft von den Dingen; darüber hinaus fügt er Schmuck und Übereinstimmung, Schönheit, Kraft und Tugend der Kunst der Rede zu den Worten hinzu, indem er die Natur nachahmt. Ebenso fügt er der Grammatik die Rhetorik bei, die Dichtkunst, Musik, Logik und die anderen Künste, welche Künste alle Zeichen der Natur sind. Denn so wie der Geist den Ton in der Natur vorfindet und die Kunst hinzufügt, um alle Zeichen der Dinge in Tönen niederzulegen, so fügt er dem Zusammenklang, den er in der Natur vorfindet, in den Tönen die Kunst der Musik hinzu, um alle Harmonien zu bezeichnen. So ist es mit allem.◀▷