DILW/2
Aus einem angeborenen Wunsch nach Gesundheit werden die Meinde meiner Leser selbst gegenüber dieser Unerworbene Kenntnis wachsam sein.
Mit spirituelle Waffen werde ich jedoch bestimmte Aussagen aus der Belehrten Unkenntnis widerlegen – , da sie mit unserem Glauben unvereinbar sind, fromme Meinde beleidigen und vergeblich vom Gehorsam gegenüber Gott abführen.
An der Spitze dessen, was gesagt werden muss, steht [Befehl] in Psalm 45 („«Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin,…»“)[1], da er die legitime Inanspruchnahme all unserer mentale Aktivität darstellt.
Denn wenn ich die Gesinnung des Propheten sehe: Nachdem die bösartigen Kriege, die unserem Gott zuwider sind, beendet sind und darüber hinaus die Waffen des Verrats zerbrochen[2] sind und Christus, unser Friedensstifter und Beschützer, bekannt ist, dann kommt der Befehl: „Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin,…
Denn Er hatte bestimmte Menschen im Sinn, die frei waren, Zeit im Weinberg des Herrn zu verbringen, und die in Matthäus 20 angeklagt werden: „Was stehst du hier den ganzen Tag untätig herum?“[3]
Sehr viele sehen – nicht in der Erlösung, das Ende unseres Glaubens, aber im Hinblick auf Neugier und Eitelkeit.
Über diese [Personen] lesen wir in Römer 1: „Ihre Gedanken wurden eitel, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.“[4]
Gott der Herr möchte uns von diesen entfernen, ausschließen und trennen.
Indem er unsere Muße und unseren Blick wieder auf sich selbst lenkt, befiehlt er uns – damit wir in Ruhe blicken können – still zu sein.
[Es geht darum] nicht (1), dass [wir still sind] in dem Sinne, dass wir in einem bloß kognitiven Sehen verharren, das uns aufbläht (von diesem kognitiven Sehen haben sogar die Dämonen im Griechischen ihren Namen, denn „Dämonen“ bedeutet „diejenigen, die wissen“), sondern vielmehr (2), dass wir, indem wir unseren unbeschwerten Blick auf das richten, was wahrhaftig Gott ist, eine zufriedenstellende Ruhe von all unserer Aufregung finden.
Nachdem er also das Stillsein so schön beschrieben hatte, fügte er erklärend hinzu: „und sieh.“
Und er fügte erklärend hinzu, was gesehen werden soll: nämlich „dass ich Gott bin.“
Hier vereinzelt und schließt „ich“ jedes Geschöpf offen von der Göttlichen Natur aus – und unterscheidet Gott von jedem Geschöpf, da Gott Schöpfer und nicht Geschöpf ist.
Daher wird die ganze Übung, unseren Meind mit Lehrunkenntnis zu beschäftigen – [eine Übung], die im Hinblick auf den Kampf, gegen Unkenntnislehre vorzugehen, notwendig ist – von diesem Vers bestimmt.
- From an innate desire for health the minds of my readers will be vigilant with regard even to this Unknown Learning.
- With spiritual weapons, however, I am going to rebut certain statements from Learned Ignorance-—[rebut them] as being incompatible with our faith, offensive to devout minds, and vainly leading away from obedience to God.
- At the head of what must be said comes the [command] in Psalms 45 (“Be still and see that I am God”)as being the legitimate enlistment of all our mental activity.
- For if I behold the mind of the prophet: after the elimination of malevolent wars. which are repugnant to our God, and, moreover, after the weapons of treachery have been broken and knowledge is to be had of Christ, our peacemaker and defender, then comes the command “Be still and see that I am God.”
- For He envisioned certain who were free to spend time in the Lord’s vineyard and who are accused in Matthew 20: “Why do you stand here all day idle?”
- Very many see—not unto salvation, the end of our faith, but with regard to curiosity and vanity.
- [We read] about these [individuals] in Romans 1: “They became vain in their thoughts, and their foolish heart was darkened.”
- The Lord God desires to remove, exclude, and separate us from these.
- Turning our leisure and our sight back toward Himself, He commands us—in order that we may behold with quietude—to be still.
- [The point is] not (1) that [we be still] in the sense of remaining in a mere cognitive seeing, which puffs us up (from which cognitive seeing even the demons derive their name in Greek, for “demons” means “those who know”), but is rather (2) that by directing our unbusied sight unto that which is truly God, we may have satisfying rest from all our commotion.
- Therefore, having beautifully prescribed being still, He added expositively, “and see.”
- And He attached, explanatorily, what is supposed to be seen: viz., “that I am God.”
- Here “I” singularizes and openly excludes every creature from the Divine Nature—distinguishing God from every creature, since God is Creator, not creature.
- Therefore, the whole exercise of busying our mind with Unknown Learning—[an exercise] necessary with respect to the struggle of making an inroad against Learned Ignorance—is governed by this verse.