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Daumen

aus AufEinWort, der freien Forschung

¦∑¦ Daume + -n; uig. *tē̌u-, *teu̯ə-, *tū̌- ‘schwellen’

¦∅¦ zweigliedriger, stärkster Finger der Hand, der den anderen Fingern zum Fassen gegenübergestellt werden kann,

¦∅¦ Daumen bedeutet der Wortherkunft nach ‘der Geschwollene, Dicke, Starke’. Die Form Daume hält sich bis ins 18. Jh.; im 15. Jh. kommen Daum (bis 19. Jh.) und Daumen auf. Däumling m. ‘für den Daumen vorgesehener Teil des Handschuhs, Daumenschutzkappe’ (14. Jh.), auch ‘daumengroße Märchengestalt’, Deminutivum von Daumen; frühnhd. deum(er)ling ‘Daumen, Daumenschutz’, mnd. mnl. dūmelinc, nl. duimeling ‘für den Daumen vorgesehener Teil des Handschuhs, Daumenschutz’; vgl. auch anord. þumlungr ‘Daumen eines Handschuhs, Daumenbreite, Zoll’.

¦↵¦  ahd. (8. Jh.), asächs. thūmo, mhd. mnd. mnl. dūme, nl. duim, afries. thūma, aengl. þūma, engl. thumb (ger. *þūman-), kurzvokalisch aschwed. þumi, schwed. tumme, mit l-Suffixen anord. þumall ‘Daumen’ und aengl. þȳmel ‘Fingerhut’ führen mit aind. túmraḥ ‘kräftig, dick, groß’, lat. tumēre ‘geschwollen sein’, tumidus ‘aufgeschwollen, aufgeblasen’, tumor Schwellung, Geschwulst’ (s. Tumor), tumulus ‘Bodenschwellung, Grabhügel’, tumultus ‘Getöse, Aufruhr’ (s. Tumult), lit. tumė́ti ‘gerinnen’ als m-Ableitungen auf die Wurzel uig. *tē̌u-, *teu̯ə-, *tū̌- ‘schwellen’ (wozu auch tausend, deuten, deutsch, tosen).