De quadratura et triangulatura circuli
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"De quadratura et triangulatura circuli" ist eine mathematisch-philosophische Abhandlung, die dem katalanischen Philosophen, Logiker und Mystiker Ramon Llull (Raimundus Lullus, ca. 1232–1316) zugeschrieben wird.
Hier sind die wichtigsten Aspekte des Werks:
- Inhalt & Ziel: Das Werk versucht, das klassische geometrische Problem der Quadratur des Kreises (die Konstruktion eines Quadrats mit demselben Flächeninhalt wie ein gegebener Kreis) sowie die "Triangulatur" (Verwandlung in ein Dreieck) zu lösen.
- Methodik (Lullsche Kunst): Llull nutzt seine "Ars generalis", eine kombinatorische Methode, um geometrische Formen (Kreis, Dreieck, Quadrat) als Symbole für theologische und metaphysische Prinzipien zu interpretieren.
- Symbolik: Die Schrift verbindet Geometrie mit Mystik, wobei die Figuren die Beziehung zwischen Gott (Kreis) und Schöpfung (Quadrat/Dreieck) darstellen sollen.
- Verbindung zu Cusanus: Die Schrift ist von großer Bedeutung für die Forschung zur mathematischen Philosophie des Nikolaus von Kues (Cusanus), der Lulls Werke kannte und dessen geometrische Ansätze zur Unendlichkeit (z.B. dass sich Kreis und Polygon im Unendlichen treffen) in seiner geometria intellectualisweiterentwickelte.
- Ausgaben: Eine detaillierte Untersuchung und Edition des Textes (mit Kommentaren von J.E. Hofmann) findet sich in den Cusanus-Studien der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Das Werk ist weniger eine reine fachmathematische Arbeit im modernen Sinne, sondern vielmehr der Versuch, die Unendlichkeit und göttliche Struktur durch geometrische Metaphern zu fassen.