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Die verborgenen Lehren der Essener und das Geheime Markusevangelium

aus AufEinWort, der freien Forschung

angelegt 14.05.2021

(Vortsetzung von: Andere Form der Verfälschung)

Die verborgenen Lehren der Essener

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'Die verborgenen Lehren der Essener stellen eine Geheimlehre dar. Sie wurden ausschließlich denjenigen offenbart, die nach sieben Jahren konsequentem Einhaltens der Gebote, ihre ursprüngliche Reinheit neu erlangt haben. Diese Stufe befähigt die Kinder des Lichtes über die Elemente zu herrschen.

„Und sieben Jahre lang wurden euch diese Worte nicht gegeben, denn der, der das Geschenk der Zungen benutzt, Reichtümer zu suchen oder seine Feinde zu beherrschen, der wird nicht länger ein Sohn des Lichts sein, sondern ein Kind des Teufels und eine Kreatur der Finsternis“. „Und sieben Jahre lang habt ihr den ganzen Tag mit den Engeln der Erdenmutter gearbeitet; und sieben Jahre lang habt ihr in den Armen des Himmelsvaters geschlafen. Und jetzt wird euer Verdienst groß sein, denn euch wird die Gabe der Zungen verliehen werden, auf dass ihr die volle Kraft eurer Erdenmutter aufnehmen, über ihre Engel bestimmen und über ihr ganzes Königreich herrschen könnt.31

31 Evangelium der Essener: Engelkommunionen: S. 252

Es sieht so aus, als würden die Überschriften der verschiedenen Abschnitte aus dem Essener Evangelium, in den Köpfen der damaligen Zeitgenossen als Erinnerung nachgeklungen haben. Denn aus welchem Grund hätte der Plagiator akribisch alle Themen aus dem Essener Evangelium thematisiert? Sicherlich um einen Ersatz dafür vorzulegen, da die verborgenen Lehren der Essener unmittelbar mit der Gründung einer Bruderschaft und mit dem Streben nach Vollkommenheit zusammenhingen. Themen, die seitens der Römer abzuschaffen waren.

Man wusste von einem geheimen Evangelium. Aber die Essener Brüder, die nach sieben Jahren die Reife erwarben, hatten einen Eid abgelegt, dieses Geheimnis zu bewahren. Aus diesem Grund konnte der Verfälscher sich irgendetwas über den Inhalt dieses Evangeliums ausdenken. Denn niemand konnte es überprüfen. So entstand „Das geheime Markusevangelium“. Es gelang dem Verfälscher das Wort „geheim“ im Sinne von „geheim, weil unanständig“ zu vermitteln, und nicht aus dem wahren Grund von „geheim“, nämlich, weil der Mensch noch nicht die nötige Reife dafür erreicht hat.

Auf diese Weise hat der Plagiator einen Ersatz für die Geheimen Schriften der Essener erschaffen, deren Authentizität nicht angezweifelt wird, weil sie als die älteste Schrift neben dem Markus Evangelium betrachtet wird.

Der Verfälscher hat diesen Text so formuliert, damit Forscher es als das älteste Evangelium betrachten. Doch tatsächlich ist es ebenfalls frühestens um 70 nach Christus verfasst worden, zur gleichen Zeit, wie die anderen Verfälschungen aus dem Neuen Testament, zu einer Zeit, als die Essener Bruderschaft sich ausdehnte und verfolgt wurde. Irgendwann, ab 70 nach Christus, infiltrierte sich die Lüge unter den Menschen und die wahren (Essener) Christen wurden mit ihr konfrontiert. Diejenigen, die das wahre Evangelium kannten, erkannten, dass das Essener Evangelium verfälscht wurde.

1. Der Brief des Clemens von Alexandrien an Theodorus und das Geheime Markus Evangelium aus dem Kloster Mar Saba.

Das Fragment wurde im Sommer 1958 im Kloster von Mar Saba in Israel in der Nähe von Betlehem gefunden und auf das Jahr 150 n. Chr. geschätzt. Das Schriftstück besteht aus zwei Teilen,

1. Der Brief von Clemens von Alexandrien' an Theodorus und

2. Das Fragment „Das Geheime Markusevangelium“.

Der Autor räumt die Existenz eines Geheimen Evangeliums ein. Man kann auch nachvollziehen, dass er den Inhalt des Essener-Evangeliums verstanden hat. Er formuliert diese Lehre zu seinem Vorteil. Er benutzt die Terminologie aus dem Essener-Evangelium in Bezug auf die Reinheit und die Vollkommenheit und überträgt dies auf die Lehre des Christentums. Er ist so dreist und verrät seine Fälschungs-Strategie, die er auf einen anderen Verfälscher abwälzt. Eine Art „Flucht nach vorne“, der wir während der ganzen Fälschungs-Strategie immer wieder begegnen.

Der Brief beschreibt die Lehre des gesamten Essener-Evangeliums und lässt erkennen, dass der Verfälscher das ganze Evangelium der Reinheit und der Vollkommenheit versteht.

Das Geheime Markus Evangelium, der zweite Teil des Briefes, dagegen bezieht sich ausschließlich auf einen kleinen Teil des ersten Buches des Essener-Evangeliums, das 1928 zum ersten Mal veröffentlicht wurde.

Mit diesem Dokument allein ist nicht nur die Authentizität des ersten Buches des Essener Evangeliums, also des „Friedensevangeliums der Essener“ bewiesen. Auch die Angaben in dem Brief von Clemens geb^en Hinweise auf die anderen Bücher des Essener Evangeliums und beweisen ebenfalls ihre Existenz, bzw. ihre Authentizität.

Erster Teil:

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Der Brief des Clemens von Alexandrien an Theodorus

Aus den Briefen des höchst heiligen Clemens, des Autors der Stromateis. An Theodoros:

Du hast gut daran getan, die scheußlichen Lehren der Karpokratianer zum Schweigen zu bringen. Denn diese sind die „wandernden Sterne“, auf die im Buch der Propheten Bezug genommen wird, die vom engen Pfad der Gebote in einen bodenlosen Abgrund der fleischlichen und körperlichen Sünden gleiten. Denn während sie sich eines Wissens „um die verborgenen [Dinge des] Satans“ brüsten, wissen sie nicht, dass sie sich in die „untere Welt der Finsternis“ der Lüge wegwerfen, und während sie sich rühmen, frei zu sein, sind sie Sklaven knechtischer Begierden geworden. Solchen [Menschen] ist auf jede Weise und ganz und gar entgegenzutreten. Denn selbst wenn sie etwas Wahres sagen sollten, sollte einer, der die Wahrheit liebt, ihnen nicht zustimmen. Denn nicht alle wahren [Dinge] sind die Wahrheit, noch auch sollte jene Wahrheit, die nach menschlichen Ansichten [lediglich] wahr zu sein scheint, der wahren Wahrheit, nämlich jener nach dem Glauben, vorgezogen werden. Was nun die [Dinge] angeht, die sie fortwährend über das von Gott inspirierte Evangelium laut Markus behaupten, so sind einige ganz und gar Fälschungen und andere, auch wenn sie einige echte [Bestandteile] enthalten, trotzdem nicht getreulich berichtet. Denn die wahren [Dinge], die mit Erfundenem vermischt sind, sind verfälscht, so dass, wie das Sprichwort [sagt], sogar das Salz seine Würze verliert. [Was nun] Markus [angeht], so schrieb er damals, während des Aufenthalts des Petrus in Rom, [eine Darstellung von] den Taten des Herrn, nicht jedoch gab er alle bekannt, noch machte er schon Andeutungen auf die geheimen, sondern wählte diejenigen aus, die er für die Nützlichsten hielt, den Glauben jener zu stärken, die gerade unterwiesen wurden. Als aber Petrus als Märtyrer starb, kam Markus nach Alexandria herüber und brachte seine eigenen Aufzeichnungen wie auch die des Petrus mit, von denen er in sein früheres Buch diejenigen Dinge übertrug, die geeignet waren, welchen Fortschritt auch immer zur Erkenntnis [Gnosis] zu machen. [Solchermaßen] verfasste er ein geistigeres Evangelium zum Gebrauch für jene, die eben vervollkommnet wurden. Des ungeachtet enthüllte er nicht die nicht zu verbreitenden Dinge, noch schrieb er die hierophantische Lehre des Herrn nieder, sondern fügte den schon geschriebenen Geschichten noch andere hinzu und brachte überdies gewisse Aussprüche hinein, von denen er wusste, dass ihre Interpretation als ein Mystagogen die Hörer in das innerste Heiligtum jener Wahrheit führen würde, die von sieben [Schleiern] verhüllt ist. So bestimmte er insgesamt, meiner Meinung nach, weder ungern noch unvorsichtig, die Dinge vorher und hinterließ sterbend sein Werk der Kirche in Alexandria, wo es noch heute aufs sorgfältigste behütet und nur denen vorgelesen wird, die in die großen Geheimnisse eingeweiht werden. Da aber die unreinen Geister immer auf die eingeweiht werden. Da aber die unreinen Geister immer auf die Zerstörung der Rasse der Menschen sinnen, machte sich Karpokrates, von ihnen unterrichtet und hinterlistige magische Künste gebrauchend, einen gewissen Presbyter der Kirche in Alexandria so gefügig, dass er von ihm eine Abschrift des Geheimen Evangeliums bekam, das er seiner blasphemischen und fleischlichen Doktrin entsprechend auslegte und es darüber hinaus beschmutzte, indem er den makellosen und heiligen Worten äußerst schamlose Lügen beimengte. Aus dieser Mischung sind die Lehren der Karpokratianer abgezogen. Ihnen darf man daher, wie ich oben sagte, nie nachgeben, noch auch sollte man, wenn sie ihre Fälschungen herausstellen, ihnen zugeben, dass das Geheime Evangelium von Markus ist, sondern sollte es sogar unter Eid verneinen. „Nicht alles Wahre muss allen Menschen gesagt werden.“ Aus diesem [Grund] rät die Weisheit Gottes durch Salomon „Antworte dem Toren aus seiner Torheit“ und lehrt damit, dass das Licht der Wahrheit vor denjenigen verborgen bleiben sollte, die geistig blind sind. Und wieder sagt sie „Von dem, der nicht hat, soll genommen werden“ und „Lasst den Toren in Dunkelheit wandeln“. Wir aber sind „Kinder des Lichts“, nachdem wir von der „Morgenröte“ des Geistes des Herrn „von hoch oben“ erleuchtet worden sind, und sie sagt auch „Wo der Geist des Herrn ist, ist Freiheit“, denn „Alle Dinge sind dem Reinen rein“. Ich werde deshalb nicht zögern, dir die [Fragen] zu beantworten, die du gestellt hast, und die Fälschungen mit eben den Worten des Evangeliums widerlegen. Zum Beispiel bringt [das Geheime Evangelium] nach „sie waren aber auf dem Wege und gingen hinauf gen Jerusalem“ und weiter bis „und am dritten Tage wird er auferstehen“ Wort für Wort das Folgende: (zwischen Mk 10,34 und 35) 32

32 Der Brief des Clemens von Alexandrien an Theodorus.

Die folgenden Auszüge aus dem Brief des Clemens von Alexandria an Theodorus zeigen, dass der Verfälscher u. a. über die richtige Bedeutung und Hintergründe und das Geheimnis Satans Bescheid weiß. Die Kinder des Lichts kennen dieses Geheimnis, denn der Essener Täufer hat sie gelehrt, wie sie sich von Satan befreien können, um die wahre Freiheit zu erlangen. Diese Freiheit erlangen sie über die Taufe und die Wiedergeburt. Der Verfälscher dreht den Spieß herum und bezeichnet das Einhalten der Gebote der Reinheit und der Freiheit, als Sklaverei knechtischer Begierden. Und da macht er Anspielungen auf das Fasten, wie auch Paulus in seinen Briefen.

Denn während sie sich eines Wissens „um die verborgenen [Dinge des] Satans“ brüsten, wissen sie nicht, dass sie sich in die „untere Welt der Finsternis“ der Lüge wegwerfen, und während sie sich rühmen, frei zu sein, sind sie Sklaven knechtischer Begierden geworden.

Der Plagiator räumt sogar seine eigene Vorgehensweise ein: eine Fälschung, die Bestandteile aus der echten Lehre enthält und mit Erfundenem vermischt wurde.

Was nun die [Dinge] angeht, die sie fortwährend über das von Gott inspirierte Evangelium laut Markus behaupten, so sind einige ganz und gar Fälschungen und andere, auch wenn sie einige echte [Bestandteile] enthalten, trotzdem nicht getreulich berichtet. Denn die wahren [Dinge], die mit Erfundenem vermischt sind, sind verfälscht, so dass, wie das Sprichwort [sagt], sogar das Salz seine Würze verliert.

Der folgende Text zeigt, dass das andere Evangelium, um das es geht, ein Evangelium zu Vervollkommnung des Geistes über die Reinheit der Taufe ist. Die akribische Behütung eines großen Geheimnisses gibt der Verfälscher ebenfalls preis. Der Siebenfache Frieden aus dem Essener Evangelium, das zum innersten Heiligtum führt, ist in diesem Brief auch Thema.

[Solchermaßen] verfasste er ein geistigeres Evangelium zum Gebrauch für jene, die eben vervollkommnet wurden. Des ungeachtet enthüllte er nicht die nicht zu verbreitenden Dinge, noch schrieb er die hierophantische Lehre des Herrn nieder, sondern fügte den schon geschriebenen Geschichten noch andere hinzu und brachte überdies gewisse Aussprüche hinein, von denen er wusste, dass ihre Interpretation als ein Mystagogen die Hörer in das innerste Heiligtum jener Wahrheit führen würde, die von sieben [Schleiern] verhüllt ist. So bestimmte er insgesamt, meiner Meinung nach, weder ungern noch unvorsichtig, die Dinge vorher und hinterließ sterbend sein Werk der Kirche in Alexandria, wo es noch heute aufs sorgfältigste behütet und nur denen vorgelesen wird, die in die großen Geheimnisse eingeweiht werden.

Noch einmal, Flucht nach vorne! Ungeniert will der Verfasser seine Anhänger davon überzeugen, dass die geheime Lehre der Essener, die er nicht preisgibt und auch nicht beim Namen nennt, eine Fälschung ist. Dieser Fälschung sind neben den makellosen und heiligen Worten schamlose Lügen hinzugefügt worden.

Da aber die unreinen Geister immer auf die Zerstörung der Rasse der Menschen sinnen, machte sich Karpokrates, von ihnen unterrichtet und hinterlistige magische Künste gebrauchend, einen gewissen Presbyter der Kirche in Alexandria so gefügig, dass er von ihm eine Abschrift des Geheimen Evangeliums bekam, das er seiner blasphemischen und fleischlichen Doktrin entsprechend auslegte und es darüber hinaus beschmutzte, indem er den makellosen und heiligen Worten äußerst schamlose Lügen beimengte.

„Nicht alles Wahre muss allen Menschen gesagt werden“ und „das Licht der Wahrheit vor denjenigen verborgen bleiben sollte, die geistig blind sind“, ist eine Umschreibung für „nur die, die die Reife erreicht haben, dürfen gemäß dem Essener-Evangelium diese Wahrheit erfahren“, wobei wir hier erneut den Angriff gegen die geistig Blinden erkennen. Eine Weise des Verfälschers, die positive Botschaft des Essener Täufers, im Attacken-Stil wiederzugeben.

„Nicht alles Wahre muss allen Menschen gesagt werden.“ Aus diesem [Grund] rät die Weisheit Gottes durch Salomon „Antworte dem Toren aus seiner Torheit“ und lehrt damit, dass das Licht der Wahrheit vor denjenigen verborgen bleiben sollte, die geistig blind sind.

„Von dem, der nicht hat, soll genommen werden“ ist eine Aussage des Täufers, der auf die Harmonie der Elemente anspielt, die die Grundlage zur Reinheit und Vollkommenheit ist, die die Fülle ist, das Licht der Kinder des Lichts. Die Krankheit ist das Fehlen der Elemente oder deren Ungleichgewicht, die zur Krankheit und zur Finsternis führt und Mangel bedeutet. Der Spruch heißt mit anderen Worten: der, der Mangel hat, der wird nicht das Ewige Leben erben.

Und wieder sagt sie „Von dem, der nicht hat, soll genommen werden“ und „Lasst den Toren in Dunkelheit wandeln“. Wir aber sind „Kinder des Lichts“, nachdem wir von der „Morgenröte“ des Geistes des Herrn „von hoch oben“ erleuchtet worden sind, und sie sagt auch „Wo der Geist des Herrn ist, ist Freiheit“, denn „Alle Dinge sind dem Reinen rein“.

„Alle Dinge sind dem Reinen rein“ ist auf die Reinheit der Taufe und auf die Wiedergeburt zurückzuführen. Derjenige, der wiedergeboren ist, ist zu einer neuen Schöpfung geworden, die ihn befähigt sein ganzes Sein zu kontrollieren, somit auch seine Gedanken. Die körperliche und seelische Reinheit ist das Ziel der Essener Bruderschaft.

„Und der Engel der Kraft tritt in den Sohn des Lichts ein, wenn sein Herz rein ist und wenn es sein einziger Wunsch ist, die Söhne der Menschen zu trösten und zu belehren. Gesegnet ist das Kind des Lichts, das reinen Herzens ist, denn es soll Gott schauen.“

Im Christentum kann der Mensch die Reinheit nicht erreichen. Aus diesem Grund ist er auf die Gnade angewiesen.

Der Verfälscher benutzte nicht den Text aus den „verborgenen Lehren der Essener“ um das „Das geheime Markusevangelium“ zu erdichten. Sondern er benutzt einen Abschnitt aus dem ersten Buch des Essener-Evangeliums, das Friedensevangelium der Essener. Der Autor des Clemensbriefs kennt also den Text aus dem Essener-Evangelium, in Bezug auf die Belohnung des Kindes des Lichtes, das in der Nacht mit den Engeln des Himmelsvaters eine Kommunion eingeht. Er weiß auch über die Existenz der „Geheimen Lehre der Essener“. Dies ist eine Predigt, die sich im vierten Buch des Essener-Evangeliums befindet.

Nach dem alten Prinzip entnimmt der Plagiator Begriffe aus dem Essener-Evangelium und setzt sie in seinem Plagiat ein. Er nutzt dazu aber die Überschrift „Die geheimen Lehren der Essener“; wobei wir hier parallelen zu der Verfälschung „Die Gaben der Zungen“ ziehen können. ".

Zu den folgenden Wortelementen „Nacht“, „in den Armen umhüllt“, „seinen Kuss“, „aufwecken (erwecken)“; „am Abend kommt ein Engel zu ihm“; „ein Engel bleibt die ganze Nacht bei ihm“; „die ganze Nacht über die Dinge des Himmelreiches lehren“, stellte der Plagiator einen Zusammenhang zu sexuellen Ausschweifungen unter Männern her, das zum Thema seines Machwerks wurde.

Auszug aus einer Predigt des Evangeliums der Essener. Buch I: Das Friedensevangelium der Essener.

„Und Gott wird euch ein langes Leben auf Erden geben, damit ihr ein ewiges Leben im Reich des Himmels haben werdet. Denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr keine Krankheiten auf Erden mehr sehen werdet, werdet ihr für immer im Königreich des Himmels leben.

Und Gott wird euch jeden Morgen den Engel der Sonne senden, um euch vom Schlaf aufzuwecken. Darum gehorcht den Aufforderungen Gottes und bleibt nicht faul in euren Betten liegen, denn die Engel der Luft und des Wassers erwarten euch schon draußen. Und arbeitet den ganzen Tag mit den Engeln der Erdenmutter, damit ihr sie und ihre Werke immer besser kenne lernt. Aber wenn die Sonne untergegangen ist, und euer Himmlischer Vater seinen geliebten Engel sendet, den Schlaf, dann ruht euch aus und bleibt die ganze Nacht mit dem Engel des Schlafes. Und dann wird euer Himmelsvater euch seine unbekannten Engel senden, auf dass sie die lebenslange Nacht mit euch sind. Und die unbekannten Engel des Himmelsvaters werden euch viele Dinge vom Reich Gottes lehren, genauso wie die Engel, die ihr von der Erdenmutter kennt, euch in den Dingen ihres Reiches unterweisen. Denn wahrlich, ich sage euch, ihr werdet jede Nacht Gäste im Königreich eures Himmlischen Vaters sein, wenn ihr seine Gebote haltet. Und wenn ihr am Morgen aufwacht, werdet ihr die Macht der un-bekannten Engel fühlen. Und euer Himmelsvater wird sie jede Nacht senden, auf dass sie euren Geist aufbauen, genauso wie jeden Tag die Erdenmutter euch ihre Engel schickt, auf dass sie euren Körper aufbaut. Denn wahrlich, ich sage euch, wenn zur Tageszeit eure Erdenmutter euch mit ihren Armen umhüllt und in der Nacht der Himmelsvater seinen Kuss auf euch haucht, dann werden die Menschensöhne die Söhne Gottes werden.“33

33 Das Evangelium der Essener: S. 52

Es ist kein Zufall, wenn sich der Essener-Täufer im Anschluss an diese Predigt über die Hurerei äußert. Das ist ein Umstand, der zugleich Einblick gibt, dass die Überlegungen zur Fälschung viel tiefer greifen, als es den Anschein hat.

Zweiter Teil des Briefes:

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Das Geheime Markusevangelium

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„Und sie kamen nach Bethanien, und eine gewisse Frau, deren Bruder gestorben war, war dort. Und herzukommend, warf sie sich vor Jesus nieder und sagte zu ihm: ‚Sohn Davids, habe Erbarmen mit mir.‘ Aber die Jünger wiesen sie zurück. Und Jesus, der in Wut geriet, ging mit ihr in den Garten, wo das Grab war, und sogleich wurde ein lauter Schrei aus dem Grab gehört. Und nähertretend, rollte Jesus den Stein vom Eingang des Grabes weg. Und sogleich ging er hinein, wo der Jüngling war, streckte seine Hand aus und zog ihn hoch, indem er dessen Hand ergriff. Aber der Jüngling, als er ihn ansah, liebte ihn und fing an, ihn anzuflehen, dass er bei ihm sein möge. Und sie gingen aus dem Grab heraus und kamen in das Haus des Jünglings, denn er war reich. Und nach sechs Tagen sagte ihm Jesus, was er tun solle, und am Abend kommt der Jüngling zu ihm, ein leinenes Tuch über [seinem] nackten [Körper] tragend. Und er blieb diese Nacht bei ihm, denn Jesus lehrte ihn das Geheimnis des Reiches Gottes. Und von da erhob er sich und ging auf die andere Seite des Jordans zurück.

Nach diesen [Worten] folgt der Text „Und Jakobus und Johannes kommen zu ihm und dieser ganze Abschnitt. Aber „nackter [Mann] mit nacktem [Mann]“ und die anderen Dinge, über die du schriebst, werden nicht gefunden.

Und nach den [Wörtern] „Und er kommt nach Jericho“ fügt das Geheime Evangelium nur hinzu [in Mk 10,46:] „Und die Schwester des Jünglings, den Jesus liebte, und seine Mutter und Salome waren dort, und Jesus empfing sie nicht. Aber die vielen anderen [Dinge, über] die du schriebst, scheinen falsch zu sein und sind Fälschungen.“

Der Plagiator überlässt nichts dem Zufall. Deswegen können wir davon ausgehen, dass auch die Namen von Personen oder Städten, die er gewählt hat, ebenso eine Botschaft sendet. Mit dem Namen Jericho gibt uns der Verfälscher ein Hinweis auf sein Plagiat, denn, die Lehre des Essener Täufers handelt von den Engeln der Nacht. Jericho ist der Mondgott, Jarich. In diesem Text sind noch weitere Hinweise auf das Evangelium der Essener zu finden, z. B. auf die Taufe.

Wenn aber durch das Geheime Markus Evangelium die Authentizität des vierten Buches aus dem Essener Evangelium bewiesen ist, dann kann die Authentizität des gesamten Essener-Evangeliums, also, der Bücher 1,2,3,4 nicht mehr angezweifelt werden. Ebenso wenig können die Parallelen zu den Schriften aus Qumran, die im Jahr 1947 entdeckt wurden, angezweifelt werden.

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