Donatistenstreit
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▷ Verschiedene Einzelfragen des Donatistenstreits, darunter die genaue Zielrichtung der Donatisten, sind wegen der unbefriedigenden Quellenlage in der Forschung bis heute umstritten. Ausgangspunkt des donatistischen Streits war die letzte Phase der Christenverfolgung im Römischen Reich und die Frage, wie man mit Personen umgehen sollte, die sich zumindest formal vom Christentum losgesagt hatten. Am Anfang der Bewegung betraf dieses Prinzip besonders Christen, die während der Christenverfolgung durch Diokletian (303 bis 311) zeitweilig abgefallen (lapsi) oder als traditores, als Auslieferer heiliger Schriften und Gegenstände, in Verruf geraten waren. Als diese Christen nach der Mailänder Vereinbarung 313 wieder in die Kirche zurückkehrten, verlangten die Donatisten ihren Ausschluss. Insbesondere erklärten sie alle Sakramente (Taufe, Eucharistie, Priesterweihe) für ungültig, die von einem Priester gespendet worden waren, der zeitweilig abgefallen war und daher unwürdig sei, und griffen damit Positionen aus der Zeit des Ketzertaufstreits wieder auf.