Dyasinthetica (Grammatik)
Erscheinungsbild
Dyasinthetica wird folgendermaßen abgeleitet: dya quod est de et sintasis quod est constructio
Der Begriff Dyasinthetica (auch diasynthetica) ist ein historischer, sprachwissenschaftlicher Fachbegriff aus dem Mittelalter und dem Frühhumanismus, der für die Syntax (Satzlehre) steht. Er bezeichnet den Teilbereich der lateinischen Grammatik, der sich mit der Konstruktion, der Rektion (Abhängigkeit von Satzgliedern) und der korrekten Verbindung von Wörtern befasst. Historische Grammatik der Lateinischen Sprache (Landgraf)
Im Folgenden sind die wichtigsten Details und der historische Kontext aufgeschlüsselt:
- Zweiteilung der Grammatik: In der mittelalterlichen und frühhumanistischen Tradition wurden Grammatiken oft in zwei Hauptteile unterteilt: die Formenlehre (oft Etymologia, Ethimologia oder Orthographia) und die Satzlehre (Dyasinthetica). [1, 2]
- Ursprung: Der Begriff leitet sich von der antiken Tradition ab. Er findet sich häufig in Kommentaren oder Lehrbüchern über die Schriften des berühmten antiken Grammatikers Priscianus (dessen Werk in die Bücher über Wortarten und die zwei Bücher über die Satzlehre, die Dyasinthetica, unterteilt war).
- Verbindung zu Texten: Im Frühhumanismus (etwa im 15. Jahrhundert) wurden eigene Abhandlungen unter diesem Titel verfasst, die den Schülern beibringen sollten, wie man Wörter (Substantive, Verben, Präpositionen usw.) regelkonform zu Sätzen zusammenfü