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Ellipsen (Peripheriewinkelsatz und 3-Punkteform)

aus AufEinWort, der freien Forschung

Elipse

Kreise

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Kreis: Peripheriewinkelsatz

Ein Kreis mit der Gleichung (x−c)2+(y−d)2=r2, r>0 ist durch drei Punkte (x1,y1),(x2,y2),(x3,y3) nicht auf einer Geraden eindeutig bestimmt. Eine einfache Methode, die Parameter c,d,r zu bestimmen, benutzt den Peripheriewinkelsatz für Kreise:

Vier Punkte Pi=(xi,yi), i=1,2,3,4 (s. Bild) liegen genau dann auf einem Kreis, wenn die Winkel bei P3 und P4 gleich sind.

Üblicherweise misst man einen einbeschriebenen Winkel in Grad oder Radiant. Um die Gleichung eines Kreises durch 3 Punkte zu bestimmen, ist das folgende Winkelmaß geeigneter:

Um den Winkel zwischen zwei Geraden mit den Gleichungen y=m1x+d1, y=m2x+d2, m1≠m2 zu messen, wird hier der folgende Quotient benutzt:
1+m1⋅m2m2−m1
Dieser Quotient ist der Kotangens des Schnittwinkels der beiden Geraden.

Peripheriewinkelsatz für Kreise:
Für vier Punkte Pi=(xi,yi), i=1,2,3,4, keine drei auf einer Geraden (s. Bild), gilt:

Die vier Punkte liegen genau dann auf einem Kreis, wenn die Winkel bei P3 und P4 im obigen Winkelmaß gleich sind, d. h., wenn:
(x4−x1)(x4−x2)+(y4−y1)(y4−y2)(y4−y1)(x4−x2)−(y4−y2)(x4−x1)=(x3−x1)(x3−x2)+(y3−y1)(y3−y2)(y3−y1)(x3−x2)−(y3−y2)(x3−x1)

Das Winkelmaß ist zunächst nur für Sekanten, die nicht parallel zur y-Achse sind, verfügbar. Die angegebene vereinfachte Formel ist aber schließlich auch für diese Ausnahmen gültig.

Eine Folge des Peripheriewinkelsatzes in dieser Form ist:

3-Punkteform einer Kreisgleichung:

Die Gleichung des Kreises durch die 3 Punkte Pi=(xi,yi) nicht auf einer Geraden ergibt sich durch Umformung der Gleichung (Beseitigung der Nenner und quadratische Ergänzung):
(x−x1)(x−x2)+(y−y1)(y−y2)(y−y1)(x−x2)−(y−y2)(x−x1)=(x3−x1)(x3−x2)+(y3−y1)(y3−y2)(y3−y1)(x3−x2)−(y3−y2)(x3−x1)

Diese Formel lässt sich durch Verwenden der Ortsvektoren, des Skalarproduktes und der Determinante übersichtlicher schreiben:

(x→−x→1)⋅(x→−x→2)det⁡(x→−x→1,x→−x→2)=(x→3−x→1)⋅(x→3−x→2)det⁡(x→3−x→1,x→3−x→2).

Beispiel:

Für P1=(2,0),P2=(0,1),P3=(0,0) ergibt sich zunächst die 3-Punkteform

(x−2)x+y(y−1)yx−(y−1)(x−2)=0 und schließlich (x−1)2+(y−1/2)2=5/4 .

Ellipsen

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In diesem Abschnitt werden nur Ellipsen betrachtet mit Gleichungen

(x−c)2a2+(y−d)2b2=1↔(x−c)2+a2b2(y−d)2=a2,c,d,∈ℝ, a>0 ,

für die der Quotient a2b2 fest (invariant) ist. Mit der Abkürzung q=a2b2 erhält man die geeignetere Form

(x−c)2+q(y−d)2=a2,c,d∈ℝ,a>0 und q>0 fest.

Die Achsen solcher Ellipsen sind parallel zu den Koordinatenachsen und ihre Exzentrizität (s. oben) ist fest. Die Hauptachse ist parallel zur x-Achse, falls q>1 ist, und parallel zur y-Achse, falls q<1 ist.

Ellipse: Peripheriewinkelsatz

Wie beim Kreis ist so eine Ellipse durch drei Punkte nicht auf einer Geraden eindeutig bestimmt.

Für diesen allgemeineren Fall führt man das folgende Winkelmaß ein:[1][2]

Um den Winkel zwischen zwei Geraden mit den Gleichungen y=m1x+d1, y=m2x+d2, m1≠m2 zu messen, wird hier der folgende Quotient benutzt:
1+qm1⋅m2m2−m1

Peripheriewinkelsatz für Ellipsen:
Für vier Punkte Pi=(xi,yi), i=1,2,3,4 keine drei auf einer Geraden (s. Bild) gilt:

Die vier Punkte liegen genau dann auf einer Ellipse mit der Gleichung (x−c)2+q(y−d)2=a2, wenn die Winkel bei P3 und P4 im obigen Winkelmaß gleich sind, d. h., wenn:
(x4−x1)(x4−x2)+q(y4−y1)(y4−y2)(y4−y1)(x4−x2)−(y4−y2)(x4−x1)=(x3−x1)(x3−x2)+q(y3−y1)(y3−y2)(y3−y1)(x3−x2)−(y3−y2)(x3−x1)

Das Winkelmaß ist zunächst nur für Sekanten, die nicht parallel zur y-Achse sind, verfügbar. Die angegebene vereinfachte Formel ist aber schließlich auch für diese Ausnahmen gültig.

Der Beweis ergibt sich durch einfaches Nachrechnen. Dabei kann man im Fall „Punkte auf einer Ellipse …“ annehmen, dass der Mittelpunkt der Ellipse der Ursprung ist.

Eine Folge des Peripheriewinkelsatzes in dieser Form ist:

3-Punkteform einer Ellipsengleichung:
Die Gleichung der Ellipse durch die 3 Punkte Pi=(xi,yi) nicht auf einer Geraden ergibt sich durch Umformung der Gleichung (Beseitigung der Nenner und quadratische Ergänzung):

(x−x1)(x−x2)+q(y−y1)(y−y2)(y−y1)(x−x2)−(y−y2)(x−x1)=(x3−x1)(x3−x2)+q(y3−y1)(y3−y2)(y3−y1)(x3−x2)−(y3−y2)(x3−x1)

Diese Formel lässt sich (wie beim Kreis) übersichtlicher darstellen durch

(x→−x→1)∗(x→−x→2)det⁡(x→−x→1,x→−x→2)=(x→3−x→1)∗(x→3−x→2)det⁡(x→3−x→1,x→3−x→2),

wobei ∗ das hier geeignete Skalarprodukt u→∗v→=uxvx+quyvy beschreibt.

Beispiel:

Für P1=(2,0),P2=(0,1),P3=(0,0) und q=4 ergibt sich zunächst die 3-Punkteform

(x−2)x+4y(y−1)yx−(y−1)(x−2)=0 und schließlich (x−1)22+(y−1/2)21/2=1.
  1. ↑ E. Hartmann: Planar Circle Geometries, an Introduction to Möbius-, Laguerre- and Minkowski-planes. (PDF; 870 kB). S. 55.
  2. ↑ W. Benz: Vorlesungen über Geometrie der Algebren. Springer (1973).