Erscheinung
¦∅¦ ‘Aussehen, Aufmachung, Vision, Gespenst, Veröffentlichung, Wahrnehmung’
¦⊕¦ Entsprechend der Stringens beruht eine Erscheinung auf eine Ausgestalt, dargestellt aus Vielfaltausgestalt, die mittels Stringensmuster ins Dasein gelabgt und dadurch seine Ausgestalt erwirkt und in dessen Erscheinung je nach Bedingtheit und Möglichkeit vielfältig sein kann und in dessen jeweiliger Erscheinung wiederum von äßeren Bedingtheiten und Möglichkeiten abhängig ist; somit eine Erscheinung scheinbar oder das Seiende des Dasein sein kann und daher sit die Erscheinung ein Werden, Sein oder Tun und dessen Ausgestalt dessen tatsächliches, wirkliches, dingliches Haben. Eine Erscheinung ist daher zuerst wahrscheinlich, eine Wahrscheinlichkeit und erst bei Erkenntniß dessen Striungensmuster eine Wahrheit in dessen jeweiliger Wahrheitsgüte.
¦√¦ uig. *sk̑āi-, *sk̑i- ‘gedämpft schimmern, Schatten’; uig. *(s)ḱeh₁y- (“scheinen, schimmer”).
¦↵¦ spätmhd. erschīnunge. ;