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Ferdinandus Matim

aus AufEinWort, der freien Forschung

Ferdinandus Matim (historisch auch Ferdinand Matim oder Ferdinand von Roritz genannt) war ein portugiesischer Arzt, Philosoph und Theologe im 15. Jahrhundert. [1, 2]

Historisch und philosophisch ist er vor allem durch folgende Punkte bekannt:

  • Leibarzt des Kardinals: Er begleitete den berühmten deutschen Philosophen und Kardinal Nikolaus von Kues (Nikolaus Cusanus) auf dessen Reisen als Leibarzt. [1]
    • als solcher auch Zeuge des Testaments von Todi war. Dort zeichnet er als Ferdinand von Roritz, Kanonikus in Lissabon.
  • Philosophischer Dialogpartner: Er trat als vierter Gesprächspartner in dem bedeutenden philosophischen Spätwerk De li non aliud (Vom Nichtanderen) von Cusanus auf. In diesem Werk vertritt Matim die Position des aristotelischen Denkens und bringt kritische Einwände ein, woraufhin Nikolaus von Kues seine eigenen Konzepte weiter erläutert. [1, 2]
  • Kirchenmann und Zeuge: Er war Kanonikus in Lissabon und bezeugte im August 1464 als Notar und Zeuge ein Testament im italienischen Todi, wobei unter anderem der bekannte Astronom Paolo dal Pozzo Toscanelli anwesend war. [1, 2]

Eine tiefere historische Aufarbeitung seines Lebens abseits der Verbindungen zum Kreis um Nikolaus von Kues existiert in der Medizingeschichte kaum.

Weiterführende Informationen zu den philosophischen Dialogen, in denen er auftritt, finden Sie im Originaltext von Cusanus, herausgegeben durch das Cusanus-Institut der Universität Trier.