Flur
Erscheinungsbild
Flur m. Wrtdtng: a.s. längliches Feld oder längliche Fläche; Wrtgbrch ‘Vorraum im Haus, Korridor, Diele in der Wohnung’, f. ‘Nutzland, Äcker und Wiesen’,
- Ww
- ahd. fluor m. (Hs. 12. Jh.),
- mhd. vluor m. ‘Feldflur, Saatfeld, Saat, Boden(fläche)’,
- mnd. vlōr ‘Diele, Estrich, Feldflur’,
- mnl.nl. vloer ‘Fußboden’,
- aengl. flōr ‘Flur, Fußboden, Pflaster, Grund’,
- engl. floor ‘Fußboden, Stockwerk, Tenne’,
- anord. flōrr ‘Boden zwischen den Kuhständen, Kuhstall’,
- schwed. (mundartlich) flor ‘Boden im Stall’
- (germ.*flōra-)
- ist verwandt mit
- air. lār ‘Boden, Tenne’.
- Die nur germ. und kelt. nachweisbaren Formen sind mit r-Formans zu einer Ablautstufe der unter Feld (s. d.) genannten uig. Wurzel gebildet.
- Als Ausgangsbedeutung ist (wie bei Feld) ‘ebene, flache Fläche’ anzusetzen,
- die sich einerseits zu (aus Lehm festgestampftem) ‘Fußboden’ und später (18. Jh.) zu ‘Vorraum’ (mit derartigem Fußboden) weiterentwickelt (besonders nordd. und omd., vgl. Hausflur; s. auch Diele),
- andererseits aber die Bedeutung ‘Äcker und Wiesen, unbewaldete Feldflur’ (vorwiegend obd. und md.) bewahrt. Seit dem 14. Jh. werden beide Bedeutungen im Genus unterschieden.