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GULR/Wortfügung

aus AufEinWort, der freien Forschung

Auch in der Wortlügung ist zwischen der lateinischen und deutschen Sprache eine grosse Ähnlichkeit, die hier genauer durchzugehen nicht nöthig ist, da allerdings auch andere europäische Sprachen sich gleichen. Indess ist nicht zu läugnen, dass im Latein der Einfluss des Griechischen sich sehr mächtig zeigt, was wewig auffallen kann, wenn man bedenkt, wie sehr die griechische Literatur in Rom getrieben und wie von griechischen Pädagogen die römische Jugend unterrichtet wurde. Übrigens ist aber auch zu beachten, dass das Gothische und Fränkische auch in dieser Hlinsicht dem Latein näher stand, als unser Deutsch. So fehlt. z, B. im Gothischen 'meist der Artikel: Atta unsar in himina, pater noster in coelo. Jag gairnida sat itan Haurne; er begehrte satt (sich zu) essen (der) Hörner, cupivit satiari recrementis.

Ebenso wird das Personalpronomen weggelassen; auch wird das Possessiv und Adjectiv nachgesetzt, wie im Latein.

Luc. 15, 18. Usstandans gaggo du Attin meinamma
surgens eo ad patrem meum
jah quitha du imma 21.; sunus theins etc.
et dico ei filius tuns.
(in quam) (ad eum).
22. bringith Wastja tho frumiston.
ferte vestem primam.
 23. briggandes stiurthane alidan.
ferentes taurum (alitum).
saginatum,
frahu hwa wesi thata.
Frogarit (q)uid esset id.

Auch die Casus absoluti fehlen dem Altgothischen nicht, doch sind es Genitive.

So sunnin urrinnandin: sole oriente; so auch bei den Franken: uf gantern Sunnon in Tatians Harmonie der Evangel.