Gaumen
Erscheinungsbild
gaumen | goumom.
daneben bis 19. Jh. Gaum, ‘obere Wölbung des Mundraumes’, ahd. goumo (um 800), mhd. goum(e)‘Gaumen, Kehle, Rachen’ sowie ablautendes ahd. guomo (8. Jh.), giumo (10. Jh.), mhd. guom(e),
aengl. gōma (engl. gums Plur. ‘Zahnfleisch’), anord. gōmr ‘Gaumen, Kiefer, Zahnfleisch’, schwed. gom ‘Gaumen’
gehören wie wohl auch lit. gomurỹs ‘Kehle, Schlund, Adamsapfel’
als Bildungen mit dem Endung ig. -men- im Sinne von ‘Rachen, Schlund’ zur Ww. ig. *g̑hēi-, *g̑hē- bzw. deren Ablautformen *g̑hēu-, *g̑hō(u)-, *g̑həu- ‘gähnen, klaffen, offenstehen’ (s. gähnen).
Das im Frühnhd. aufkommende auslautende -n stammt aus den flektierten Kasus.