Gebilde
Erscheinungsbild
ge + Bilde | ‘Geformtes, künstlich Geschaffenes von nicht näher zu bezeichnendem Aussehen’, aostnfrk. gibilithi ‘Schattenbild, Schemen’ (9. Jh.?), mhd. gebilde ‘Gestalt, gestalteter Gegenstand, Sternbild’, frühnhd. gebilde, gebild, ‘Heiligenbild’.
Gebilde kommt im 16. Jh. außer Gebrauch, wird aber in der 2. Hälfte des 18. Jhs. erneut aufgegriffen, anfangs als klangvollere Nebenform von Bild, doch zunehmend als an bilden angeschlossene Hauptwortbildung.
Dasein, daß eine bestimmte Form oder Gestalt hat, aus Bestandteilen zustande gekommen ist, dessen äußere Gestalt, Form auf eine Zusammensetzung, Zusammenstellung, Ausgestaltung schließen lät, jedoch nicht unmittelbar bedingt erkennbar ist, aus welchen Bestandteilen es besteht;