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Gegenwart

aus AufEinWort, der freien Forschung

gegen + wart | eigentlich "gegen wachen, schauen', 'zugegen sein', Anwesenheit'; Gegenwart wird fälschlich für Jetzt oder Jetztzeit verwendet;

Seit dem 19. Jh. grammatischer Terminus für lat. präsens tempus 'Vorseiend erstreckend (Zeit)’, 'gegenwärtige Zeit', wofür älter gegenwürtig(e) Zeit (um 1400), die gegenwärtige Zeit oder die Gegenwart (Campe 1801);

¦√¦ *u̯ert-‘drehen, wenden';

¦∅¦ "das Gewordene" das sich als Dasein dem Bewußtsein über Warnehmung als das seiend gewordene "entgegenwirft" oder entgegenstellt  (daher auch dazu die Begriffe Objekt "Entgegengeworfene" und Gegenstand);

¦⊕¦ Jetztzeit, Anwesenheit, Dasein;

¦↵¦ f. ‘Jetztzeit, Anwesenheit, Dasein’, ahd. gaganwart, geginwart (9. Jh.), mhd. gegenwart; vgl. auch ahd. gaganwerta (8. Jh.), auch 'antwart (Anwesenheit)', gaganwertī, geginwertī (8. Jh.), gaganwurti (10. Jh.), mhd. gegenwurt, -würte ‘Gegenwart, Anblick, Angesicht’; zum zweiten Kompositionsglied s. -wärts.