Geräusch
Erscheinungsbild
ge- + räusch1 n. | Gerausch, Geriusch,
- ‘aus Tönen wechselnder Höhe, Stärke und Klangfarbe zusammengesetzter Schall’,
- mhd. geriusche, (md.) gerūsche,
- frühnhd. Geräusch(e), Gerausch ‘Lärm, Getöse’,
- mnd. gerūsche,
- nl. geruis ‘Rauschen’.
Das zu dem bei rauschen (s. d.) dargestellten westgerm. Verb gebildete,
- im Hd. aber seine Bedeutung erweiternde Substantiv
- wird nhd. in der umgelauteten Form Geräusch(e) üblich,
- wobei das schon im Frühnhd. häufig fehlende Suffix -e im 18. Jh. völlig schwindet.
- Dagegen ist umlautloses Gerausche seit dem 17. Jh. als unmittelbar zum Verb rauschen gehörende Vorgangsbezeichnung in Gebrauch.
Geräusch2 n. (ohne Plur.) | ge- Räusch, Rüsch, Reusch
- ‘Herz, Lunge, Nieren und Leber des Schalenwildes’ (älter überhaupt ‘Eingeweide’, 16. Jh.),
- das wie frühnhd. ingereusch (15. Jh.),
- mnd. rūsch, nd. Rüsch ‘Eingeweide’
- wohl an die Wurzel ie. *reu-, *reu̯ə-‘aufreißen, aufwühlen, ausreißen’