Gier
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gier | f. ‘heftiges, maßloses Verlangen, Begehren’.
Das auf den dt. Sprachraum beschränkte Substantiv ahd. girī(n)(8. Jh.), mhd. gir ‘Begierde’, asächs. nur im Kompositum fehugiri ‘Streben nach Besitz’, ist eine Abstraktbildung zu dem durch gierig ersetzten alten Egsw. ahd. ger (9. Jh.), Nebenform giri (8. Jh.), mhd. gir, ger ‘begierig, verlangend’, mnd. gīr, gēr, das mit gern und begehren verwandt ist und wie diese zur Ww. uig. *g̑her- ‘begehren, gern haben’ gehört.