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Hort

aus AufEinWort, der freien Forschung

Hort m. ‘Schatz, Schutz, Zuflucht, Tagesheim für schulpflichtige Kinder’,

  • ahd. (8. Jh.), mhd. hort ‘Schatz, Angehäuftes, Fülle, Menge’,
  • asächs. hord, horð,
  • aengl. hord,
  • engl. hoard ‘Schatz, Vorrat’,
  • anord. hodd ‘Schatz, Gold’,
  • schwed.(mundartlich) hudda ‘Schuppen’, (mit grammatischem Wechsel)
  • got. huzd ‘(verborgener) Schatz’
  • führen
    • über uig.*kuzdho- ‘in Verborgenheit Gebrachtes, Versteck, Höhlung’
    • zusammen mit Haus, Hose (s. d.)
    • auf eine s-Erweiterung uig. *keus-
      • der mehrfach weitergebildeten und weit verbreiteten Wurzel uig. *(s)keu-, *(s)keu̯ə-, *(s)kū- ‘bedecken, umhüllen’
        • (s. Haut, Scheune).
  • Die alte Bedeutung ‘Schatz’,
    • die bereits im 16. Jh. zurücktritt,
    • wird durch die Bekanntschaft mit dem Nibelungenlied neu belebt (18. Jh.).
    • An die übertragene,
      • in der Sprache der Bibel entwickelte Verwendungsweise ‘sicherer Ort, Schutz, Zuflucht’
      • schließt sich Kinderhort (s. d.) an,
      • auch Schulhort m.‘Tagesheim zur Betreuung schulpflichtiger Kinder’ (20. Jh.),
      • vielfach verkürzt Hort;
        • dazu Hortnerin f. (20. Jh.). horten Vb. ‘anhäufen, sammeln’, als Neubildung (Anfang 20. Jh.) der Wirtschaftssprache zunächst bezogen auf Gold bzw. Geld, danach in allgemeinen Gebrauch übergehend.