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Humanistenname

aus AufEinWort, der freien Forschung

In der frühen Neuzeit benutzten Gelehrte häufig latinisierte Formen ihres Familiennamens. Manchmal wurde dazu der deutsche Name übersetzt (Sagittarius aus Schütz, Praetorius bzw. Scultetus aus Schulz oder Schultheiß, Agricola aus Bauer, Mercator aus Kaufmann), manchmal wurde nur eine lateinische Endung angehängt (Schwarzbegius oder Nicolaus Copernicus von „Koppernigk“). Übersetzungen unter Verwendung des Geburtsortes kamen vor (Regiomontanus für Königsberger). In manchen Familien blieb die lateinische Form als Familienname erhalten. Seltener wurden auch gräzisierte Namen benutzt. Das berühmteste Beispiel ist Melanchthon („Schwartzerdt“). Nach dem Pastor Joachim Neander, deutsch Neumann, wurde das Neandertal und dadurch mittelbar auch der Urmensch Neandertaler benannt.

Bei den Humanistennamen geht es nicht im engeren Sinn um die Herkunft des Namens. Vielmehr wurden bereits vorhandene Namen in die Sprachen der Gelehrten übersetzt.[1]