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Interpret

aus AufEinWort, der freien Forschung

inter + pret | m.

‘Ausleger, Erklärer’ (von Texten), später auch ‘reproduzierender Künstler’ (als Vermittler eines Kunstwerkes),

Entlehnung (um 1800) aus lat. interpres ‘Vermittler, Unterhändler, Ausleger, Erklärer, Dolmetscher, Übersetzer’;

Von lat. interpres dritte Deklination

  1. "Ein Agent zwischen zwei Parteien; Makler, Unterhändler, Faktor",
  2. "Ein Übersetzer, Dolmetscher, Erklärer, Ausleger, Erklärer; Dragoman";

    Von inter „zwischen“ + pret, eine Ableitung von uig. *per- „verkaufen, handeln“, erweiterter Sinn von uig. *per- „vorwärts“.

    Davon abgeleitet lat. interpretārī interpretieren ‘"den Mittler machen, auslegen, deuten, verstehen";

Wörtlich bedeutet Interpret an sich „Zwischenhändler“ und Interpretation an sich „Zwischenhhandel“, sinngemäß im Verständniß als Interpret „Übermittler, Vermittler“  zu sein, wobei die Interpratation das „Vermittelnde, der Handel“ ist und so dienen Interpretationen an sich der Vermittlung und dem Verkauf der zugrunde liegenden Vorstellung, welche aufgrund dessen Darlegung mißverständlich erscheint oder mißgedeutet werden könnte. Da Sūtras als Halbsätze mit anderen Halbsätzen eher wie sinnlich anregende Verse, Reime, Gedichte gefasst sind, durch die tiefgründige Ansichten zum Ausdruck gebracht werden, bedingen sie einen hohen Kenntnißstand an Vorwissen oder einen hohen Daseinszustand und Gemütszustand, um deren Inhalt und Aussage in dessen Wahrheitsgüte erfassen und bestimmen zu können. Interpretationen dienen im Allgemeinen daher dem Verkauf der jeweiligen Vorstellungen, des Glaubens und unteliegen jeweils der Deutung und dem Verständniß des jeweiligen Interpreten entsprechend dessen Kenntnißstand, Gemüt, Daseinszustand und sich daraus ergebenden Veränderngen der ursprünglichen Aussagen. Eine gut gemchte Aussage höher Wahrheitsgüte bedarf keinerlei Interpretation. Interpretationen der Gelehrten sind vergleichbar mit Interpretationen der Musiker, eine Intzerpretation bedingt daher eine Wandlung ist, wobei es durchaus, wie selten bei Musik, es sein kann, daß die Interpration besser als die Urschrift oder Urfassung ist, welche aufgrund eines Urbild entstanden ist und in Interpreter im höheren Gemüt und Daseinszustand ein deutlicheres Abbild der Entstehung, Ausgestalt Wirkweise des jeweiligen Daseins, dessen Erscheinung erlangt hat. Interpretation ist also Quell für Wandlung, Veränderung zum Vorteil, Nachteil, förderlich oder behindernd wie auch ausrichtend oder irreführend. (ndt.). Die Ww. *pret steht an sich für "förderlich, voranbringend" und es stellt sich lediglich die Frage was wen in welcher Weise fördert undoder voranbringt und meist ist dies anders als es enem erscheint, besonders im Fall von Glaube, Religion, Philosophie und Wissenschaft.