Zum Inhalt springen

Johannes Andreas de Bussi (Cusanus)

aus AufEinWort, der freien Forschung

Der Abt Johannes Andreas de Bussi, mit dem Beinamen ‚Vigerius‘ – so lautet der Name eines Städtchens bei Milano, wo er 1417 geboren war, – ist der letzte Sekretär des Kardinals und fungiert als Dialogpartner in dem 1460 verfassten Werk De possest und in dem 1462 entstandenen De non aliud. Er studierte in Paris und hatte sich dort einen Ruf als Humanist erworben, weil er durch seine Beschäftigung mit der Edition antiker Autoren hervortrat. In diesem Sinne ist besonders berühmt eine Edition, welche er 1469 in Apuleio vorbereitete; deren Widmungsepistel an →((Papst Pius II.)) stellt ein Panegyrikon auf Person und Werk des Nikolaus von Kues dar. (Der Text dieser Widmungsepistel wurde wieder abgedruckt in der deutschen Übersetzung ‚Vom Nichtanderen‘ von P. Wilpert; Hamburg 1987, 100-102 [[bib:2426]]). Er war Abt von Santa Justina in Secadium, heute Sezze, und wirkte seit 1458 als Sekretär des Kardinals bis zu seinem Tod. Er war es, der Nikolaus 1462 ein Exemplar von dem Werk De viris illustribus des Diogenes Laertios beschaffte. Er wurde auch dadurch bekannt, daß er 1465, von Cusanus inspiriert, den ersten Druck auf italienischem Boden fertigen ließ. Dazu heißt es in der genannten Übersetzung (S. 100): Hoc est quod semper glorioso et coelo digna anima Nicolai Cusensis Card. S. Petri ad Vincula peroptabat, ut haec sancta ars quae oriri tunc in Germania videtur, Romam deduceretur. Zur Bedeutung des Cusanus vgl. das Kapitel in der Dissertation von Sylvie Tritz: „... uns Schätze im Himmel zu sammeln.“, 328ff. [[bib:2320]].

Harald Schwaetzer

02.10.2008

zuletzt bearbeitet: 02.10.2008