Karte
Erscheinungsbild
kart + -e f. ‘steifes Blatt Papier’,
z. B. Ansichtskarte, Eintrittskarte, Fahrkarte, Landkarte, Postkarte, Speisekarte,
- spätmhd. frühnhd. karte ‘Stück Papier oder Pergament, ausgestellte Urkunde, gemaltes Blatt’,
- auch ‘Spielkarte’ (‘einzelnes Kartenblatt’ und ‘alle Karten eines Spiels’)
- ist im 14. Jh. aus dem Frz. übernommen.
- Das
- zugrundeliegende mfrz. carte ‘Spielkarte, Papier, steifes Papierblatt’ (vgl. frz. carte)
- beruht in seinen verschiedenen Bedeutungen
- Aus dem Kartenspiel stammen zahlreiche metaphorisch gebrauchte Wendungen:
- die Karten aufdecken ‘seine wahren Absichten zu erkennen geben’;
- mit verdeckten, mit offenen Karten spielen ‘seine Absichten verheimlichen, zeigen’;
- sich nicht in die Karten sehen, gucken lassen ‘nichts von seinen Absichten verraten’;
- alles auf eine Karte setzen ‘alles auf einmal wagen’;
- auf die falsche Karte setzen ‘die Lage nicht richtig einschätzen, eine Sache unterstützen, die sich als falsch oder erfolglos erweist’.
- Dazu die Ableitung karten