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Kasten

aus AufEinWort, der freien Forschung

Kasten m. ‘Behälter, Kiste’, obd. ‘Schrank’, nordd. ‘Kommode, Schublade’,

  • ahd. kasto ‘Behälter, Kasten’ (8. Jh.),
  • mhd. kaste, auch ‘Kornspeicher, Nebengebäude’,
  • mnd. kaste, kasse ‘Kasten, Truhe, Geldkasten’,
  • mnl. caste ‘Kornspeicher’,
  • nl. kast ‘Schrank, Kasten’.
  • Das im Frühnhd. aufkommende auslautende -n stammt aus den obliquen Kasus.
  • Die Etymologie ist unklar.
  • Stellt man einen Zusammenhang mit
    • ahd. kar ‘Gefäß, Schüssel, Tonne’ und seinen Verwandten her (s. Bienenkorb, Imker),
      • so läßt sich (neben *kaza-) germ. *kasa- ‘Gefäß’ erschließen,
        • zu dem sich Kasten als Dentalableitung stellen würde.
  • Eine andere Erklärung geht von der im Mhd. und Mnl. bezeugten Bedeutung ‘Kornspeicher’
    • aus (vgl. dazu rhein. Kaste ‘Kornkasten, Garbenhaufen auf dem Feld’)
    • und vergleicht damit
      • anord. kǫstr ‘Haufen’,
      • norw. kost ‘Holzhaufen’ und
      • anord. kasta ‘werfen’.
    • Danach ließe sich eine Bedeutungsentwicklung von ‘aufgeworfener Getreidehaufen’ über ‘Getreidekiste’ zu ‘Behälter, Kiste’ denken.
  • Schließlich kann für die dt. und nl. t-Formen Einfluß von lat. cista (nhd. Kiste, s. d.) nicht völlig ausgeschlossen werden.