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Kohärenztheorie der Begriffe

aus AufEinWort, der freien Forschung

Q: Kohärenztheorie der Begriffe

Begründer der Kohärenztheorie der Begriffe ist Firth.[1] Er geht davon aus, dass alle Begriffe miteinander auf irgendeine Weise verknüpft sind und dass wir einen Begriff nur vollständig verstehen können, wenn wir auch die anderen verstanden haben. Ein System von Begriffsbedeutungen ist nach Firth dann kohärent, wenn das Einführen eines neuen Begriffs Auswirkungen auf das gesamte Begriffssystem hat.[2]

Später wurde die Kohärenztheorie der Begriffe vor allem von Thagard[3] ausgebaut.

Gregory K. Murphy und L. Medin Douglas betonen, dass die Frage nach der Kohärenz der Begriffe eng mit der Frage zusammenhängt, warum bestimmte Objekte einen Begriff formen und andere nicht.[4] Sie weisen die Ähnlichkeit als Maß für die Kohärenz von Begriffen zurück, da bei einem geeigneten Ähnlichkeitsmaß alle Begriffe einander ähnlich sind.[5]Entscheidend ist für sie die Kohärenz der Theorie, in der die Begriffe verwendet werden. So ist für Murphy und Medin Douglas der Begriff Apfel-oder-Primzahl nicht sehr kohärent, da eine Theorie, die diesen Begriff enthalten würde, nicht sehr kohärent wäre.[6]

  1. ↑ Roderick Firth: Coherence, Certainty, and Epistemic Priority. In: The Journal of Philosophy, 61 (1964), S. 545–557.
  2. ↑ Roderick Firth: Coherence, Certainty, and Epistemic Priority. In: The Journal of Philosophy, 61 (1964), S. 546.
  3. ↑ Paul Thagard: Conceptual Revolutions. Princeton University Press, Princeton, N.J. 1992.
  4. ↑ Gregory K. Murphy, L. Medin Douglas: The Role of Theories in Conceptual Coherence. In: Psychological Review, 92 (1985), 3, S. 289.
  5. ↑ Gregory K. Murphy, L. Medin Douglas: The Role of Theories in Conceptual Coherence. In: Psychological Review, 92 (1985), 3, S. 291f.
  6. ↑ Gregory K. Murphy, L. Medin Douglas: The Role of Theories in Conceptual Coherence. In: Psychological Review, 92 (1985), 3, S. 298.