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Konkretion (Philosophie)

aus AufEinWort, der freien Forschung

Konkretion (Philosophie) Gegenbegriff zu Abstraktion

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Die philosophische Bewegung des deutschen Idealismus um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert (z. B. Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling) bestimmte als Gegenbegriff zur Abstraktion den sehr voraussetzungsreichen Begriff der Konkretion. Diese Kategorien sind sehr kompliziert. Die Idealistenverstanden unter Konkretion nicht den Vorgang, das (landläufige) Konkrete zu denken oder einen (landläufigen) Allgemeinbegriff auf etwas Konkretes anzuwenden, sondern die „dialektische Aufhebung“ des Unterschiedes von Abstraktem und Konkretem in einer erkenntnistheoretisch höheren Einheit, die nach ihren Angaben erst ermöglichen sollte, die Wirklichkeit angemessen zu erfassen. Aber auch Materialisten nutzen Abstraktionen zur Analyse und erkenntnistheoretischen Herleitung materialistischen Grundlagenwissens. Für das Buch „Die Dialektik des Abstrakten und Konkreten“[10] war die Analyse der kapitalistischen Produktionsweise durch Karl Marx grundlegend, indem letzterer die tauschwertbildendeArbeit von der gebrauchswertbildenden konkreten Arbeit abstrahierte.

Martin Heidegger, der in Sein und Zeit (1927) der gesamten Denktradition und insbesondere den Idealisten vorwarf, die „Alltäglichkeit“ übersprungen zu haben, bildete ein anderes Gegensatzpaar, das Abstraktion und Konkretion der „Alltäglichkeit“ fassen sollte: „Zuhandenheit“ und „Vorhandenheit“.