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Konventionstheorie der Sprache

aus AufEinWort, der freien Forschung

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▶Parmenides und Demokrit können als erste Vertreter des Verständnisses von Sprache als einer Konvention gelten. Platondiskutiert im Kratylos[8] explizit das Problem, ob die Namen der Dinge auf Natur oder Übereinkunft bzw. Brauchberuhen. Er zeigt, dass sich die sprachlichen Zeichen von der bezeichneten Sache unterscheiden. Eindeutiger als Platon beantwortet Aristoteles die Frage nach der Konventionalität der Sprache, was für ihn jedoch keine willkürliche Setzung der Sprachzeichen und keine Annahmen über ihre historische Entwicklung impliziert.[9] Auch Thomas Hobbes und John Locke vertreten einen konventionalistischen Ansatz, obwohl sie die Sprache und die Sprachfähigkeit als von Gott geschaffen ansehen. David Hume betrachtet diese Konventionen erstmals als soziale, weil durch das Interesse der Menschen an geregelter Kommunikation bedingte. Mit der anthropologisch-kulturalistischen Sprachbetrachtung durch Johann Gottfried Herder und die Romantik verliert die Konventionstheorie der Sprache bzw. der sprachlichen Zeichen an Bedeutung und wird erst im 20. Jahrhundert wieder aufgegriffen (v. a. in der Linguistik durch Ferdinand de Saussure und in Ludwig Wittgensteins Spätwerk).