Kuddelmuddel
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Kuddelmuddel m. n. ‘Durcheinander, Wirrwarr’, nd. ‘wirres Durcheinander, Lumpen-, Schmutz-, Schmierkram’,
- eine expressive Wortbildung, die sich um die Mitte des 19. Jhs. von Berlin aus verbreitet zu haben scheint.
- Wohl in Anschluß an nd. kodden, koddeln ‘in Eile und obenhin Leinenzeug waschen’, Koddelije ‘Sudelwäsche’, rhein. (Köln) kuddele ‘Schmutzwäsche oberflächlich durch eine Lauge ziehen’,
- vgl. auch engl. to coddle ‘langsam kochen lassen’,
- und nd. Modder (s. Moder), rhein. (Köln) Muddel ‘Schlamm, Schmutz’, muddele ‘Schlamm, Bodensatz aufwühlen, eine Flüssigkeit trüben’, wohl mit Reimangleichung.
- Oder ist -muddel als Reimwort ohne Bedeutung aufzufassen?